Nach Informationen von auto motor und sport betrifft die Maßnahme auch Fahrzeuge in Deutschland. Laut Hersteller handelt es sich um einen freiwilligen Rückruf. Die Ursache ist ein möglicherweise zu geringer Abstand zwischen dem Rohr des Benzinpartikelfilters und der Polschutzkappe des 48-Volt-Riemenstartergenerators (BSG). In bestimmten Fällen kann es dadurch zu einem Kontakt der Bauteile kommen. Vor allem unter feuchten Bedingungen besteht die Gefahr, dass Wasser eindringt. In Kombination mit dem Kontakt zwischen den Komponenten kann dies einen Lichtbogen auslösen. In der Folge kann es zu einer Überhitzung kommen, im schlimmsten Fall besteht Brandgefahr im Motorraum.
Zahlreiche Marken und Modelle betroffen
Betroffen sind Fahrzeuge mehrerer Stellantis-Marken, darunter Peugeot, Citroën, DS Automobiles, Opel beziehungsweise Vauxhall, Alfa Romeo, Fiat, Jeep und Lancia. Ausgestattet sind sie mit dem 1,2-Liter-Dreizylinder der neuesten Generation (PureTech Gen3) in den Mildhybrid-Versionen mit 110 und 145 PS. Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus den Modelljahren 2023 bis 2026. Da der Motor konzernweit in vielen Baureihen eingesetzt wird, ist die Zahl der betroffenen Modelle entsprechend groß.
Rückruf mit europaweiter Dimension
In Frankreich sind nach Medienberichten rund 211.000 Fahrzeuge betroffen. Inzwischen mehren sich Hinweise, dass die Maßnahme nicht auf einzelne Märkte beschränkt ist. Auch aus anderen Ländern – etwa Italien – wurden entsprechende Rückrufhinweise bekannt. Stellantis bestätigte gegenüber auto motor und sport, dass auch etwa 80.000 Fahrzeuge in Deutschland einbezogen sind. Insgesamt dürfte die Zahl der betroffenen Fahrzeuge in Europa daher deutlich über den bislang bekannten Werten liegen. Nach Angaben von Italpassion wurden in Frankreich 36 Vorfälle im Zusammenhang mit dem Problem registriert. In 12 Fällen kam es zu einem beginnenden Brand im Motorraum. Verletzte gab es nicht.
Werkstattmaßnahme dauert rund 30 Minuten
Die technische Lösung ist vergleichsweise einfach. In der Werkstatt wird die Polschutzkappe des 48-Volt-Riemenstartergenerators gegen eine Version mit verbesserter Isolierung ausgetauscht. Zusätzlich überprüfen die Techniker den Abstand zwischen den betroffenen Bauteilen und passen ihn bei Bedarf an. Der Eingriff dauert etwa 30 Minuten und ist für die Kunden kostenlos. Stellantis informiert die Halter betroffener Fahrzeuge schrittweise und bittet sie, einen Termin beim Vertragspartner zu vereinbaren. Fahrzeughalter können der Aufforderung laut Hersteller freiwillig nachkommen.





