Attacke auf Amazon: Was sind das für rote Zustell-Autos?

Attacke auf Amazon
Was sind das für rote Zustell-Autos?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.03.2026
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Joybuy Zustell-Fahrzeug
Foto: Joybuy

Mit Joybuy schickt JD.com nun auch rote Lieferwagen auf deutsche Straßen. Der chinesische Handelskonzern startet seinen Onlineshop am 16.03.2026 offiziell in Deutschland und verbindet das von Anfang an mit einer eigenen Zustelllogistik.

Zum Start sind 100 eigene Fahrzeuge unterwegs. Sie beliefern zunächst vor allem mehreren großen Städten in Nordrhein-Westfalen wie Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen und Köln. Dort soll auch das zentrale Liefermodell greifen. Wer bis 11:00 Uhr bestellt, soll seine Ware in vielen Fällen noch am selben Tag bis 23:00 Uhr erhalten.

Joybuy wird auch von DHL unterstützt

Joybuy verkauft Produkte aus Bereichen wie Technik, Haushaltsgeräte, Beauty, Wohnen, Lebensmittel und Alltagsbedarf. Der Unterschied zu vielen anderen Plattformen liegt dabei weniger im Sortiment als in der Organisation dahinter. JD.com will den Weg der Ware möglichst selbst steuern, vom Lager bis zur Zustellung.

Für den Schnellversand stützt sich das Unternehmen auf eigene Logistikstrukturen. Genannt werden ein großes Lager in Oberhausen, ein weiteres Depot zwischen Berlin und Hamburg sowie ein 90.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum. Außerhalb der Regionen mit eigener Zustellung sollen Lieferungen zunächst auch über DHL laufen. Der Start mit den roten Lieferwagen ist also nur der sichtbarste Teil eines größeren Netzes.

Joybuy greift Amazon an

Der Deutschlandstart ist Teil eines größeren Europaausbaus. Parallel geht Joybuy auch in Großbritannien, Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden an den Start.

JD.com drängt dabei in einen Markt, der stark von wenigen großen Anbietern geprägt ist. Amazon dominiert den deutschen Onlinehandel seit Jahren. Joybuy versucht nun, genau an dieser Stelle anzusetzen, mit schneller Lieferung, eigener Flotte und zusätzlichem Service. Bei größeren Geräten soll in einzelnen Regionen auch der Anschluss und die Mitnahme des Altgeräts möglich sein.

Hinzu kommt, dass JD.com sein Europageschäft breiter aufstellt. Dazu gehört auch die geplante Übernahme von Ceconomy, der Muttergesellschaft von Media-Markt und Saturn.

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