Erste Woche Spritpreisbremse: Neues Gesetz wirkt ... nicht

Erste Woche Spritpreisbremse
Neues Gesetz wirkt ... nicht

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.04.2026
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Spritpreis Abzocke
Foto: highhorse via Getty Images /Wittich

Seit dem 1.4.2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen. Die Vorgabe sollte Preisspitzen begrenzen und mehr Transparenz bringen. Die Zahlen aus der ersten Woche zeigen jedoch einen anderen Verlauf. Im Zeitraum vom 31.3.2026 bis 6.4.2026 steigen die Preise deutlich an, parallel zum Osterreiseverkehr.

Der betrachtete Zeitraum umfasst den Tag vor Einführung der Regel sowie die ersten sechs Tage danach. Damit lassen sich erstmals konkrete Entwicklungen unter realen Bedingungen nachvollziehen.

Kontinuierlicher Preisanstieg über mehrere Tage

Für Super E10 liegt der bundesweite Durchschnitt am 31.3. bei 2,11 Euro. Bereits am 1.4. steigt der Wert auf 2,133 Euro. In den folgenden Tagen setzt sich dieser Trend fort, bis am 5.4. und 6.4. ein Niveau von 2,197 Euro erreicht wird.

Damit ergibt sich innerhalb von sechs Tagen ein Anstieg von 8,7 Cent pro Liter. Diesel verteuert sich im gleichen Zeitraum von 2,322 Euro auf 2,454 Euro und damit um 13,2 Cent.

Die Entwicklung erfolgt gleichmäßig über mehrere Tage hinweg. Ein kurzfristiger Rückgang nach Einführung der Regel ist nicht erkennbar.

Höchste Anstiege rund um die Reisetage

Der stärkste Anstieg fällt in die Phase mit hohem Verkehrsaufkommen. Zwischen dem 3.4. und dem 5.4. steigt der Preis für Super E10 um 3,1 Cent. Auch bei Diesel zeigt sich in diesen Tagen die größte Dynamik.

Damit bleibt das bekannte Muster bestehen. Steigende Nachfrage führt zu höheren Preisen.

Autobahnen mit deutlichem Aufschlag

Parallel dazu liegen die Preise entlang der Autobahnen weiterhin klar über dem Durchschnitt. Je nach Region ergibt sich ein Aufschlag von etwa zehn bis fünfzehn Cent pro Liter.

Am 5.4. liegt der Durchschnittspreis für Super E10 bei 2,197 Euro. Entlang der Autobahnen sind damit Werte von deutlich über 2,30 Euro realistisch. Für viele Reisende wirkt sich das direkt aus, da ein Großteil der Tankstopps auf Langstrecken dort erfolgt.

Deutliche Unterschiede zwischen den Marken

Auch die Wahl der Tankstelle hat messbare Auswirkungen. Zwischen der teuersten und der günstigsten Marke liegt eine Differenz von 9,4 Cent pro Liter.

Aral und Shell liegen im oberen Bereich, erreichen in dieser Woche aber nicht die höchsten Durchschnittswerte. Am unteren Ende liegen vor allem freie Anbieter und Handelsketten.

Preisniveau bleibt unverändert hoch

Die Zahlen zeigen, dass sich die grundlegenden Mechanismen nicht verändert haben. Preise steigen weiterhin in Phasen hoher Nachfrage und unterscheiden sich je nach Standort und Anbieter deutlich.

Die Begrenzung der täglichen Preiserhöhungen verändert die Dynamik, nicht aber das Niveau. Der Anstieg verteilt sich über mehrere Tage, bleibt in Summe jedoch deutlich.

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Um ein wenig die Kraftstoffkosten für die Urlaubsreise oder den Ausflug zu minimieren, sollten Autofahrer nach Möglichkeit die Schwankungen der Kraftstoffpreise im Tagesverlauf nutzen.

Für eine aktuelle Übersicht bietet sich unsere kostenlose Spritpreis-App "mehr tanken" (Google Play-Store oder Apple App-Store) an, die die aktuellen Kraftstoffpreise, eine Preis-Prognose und günstige Tankstellen in der Nähe anzeigt. Dort finden auch E-Auto-Fahrer Ladepunkte und deren Preise

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