Für einen Teil des Güterverkehrs gilt ein bundesweites Fahrverbot. Betroffen sind schwere Lastwagen und Gespanne, aber es gibt Ausnahmen.
Gesetzliche Grundlage regelt den Zeitraum
Das Fahrverbot ist in § 30 der Straßenverkehrs-Ordnung festgelegt. Dort ist geregelt, dass bestimmte Lkw an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 0:00 Uhr bis 22:00 Uhr nicht unterwegs sein dürfen. Die Vorschrift gilt nicht nur auf Autobahnen, sondern auf allen öffentlichen Straßen.
Karfreitag fällt unter diese Regelung, ebenso Ostersonntag und Ostermontag. Der Sonntag ist ohnehin vom Wochenendfahrverbot erfasst, der Montag ist ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag. Damit ergeben sich rund um Ostern mehrere Tage mit denselben Einschränkungen.
Diese Fahrzeuge sind betroffen
Betroffen sind Lastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen. Zusätzlich gilt das Verbot für alle Lkw mit Anhänger, unabhängig vom Gewicht. Pkw und leichtere Transporter dürfen weiterhin fahren.
- Fahrverbot von 0:00 Uhr bis 22:00 Uhr
- gilt an Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag
- betrifft Lkw über 7,5 Tonnen sowie Lkw mit Anhänger
- gilt auf allen öffentlichen Straßen
Ausnahmen für bestimmte Transporte
Nicht jede Fahrt ist untersagt. Ausnahmen gelten etwa für Transporte leicht verderblicher Waren wie frische Lebensmittel. Auch Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr oder Katastrophenschutz sind nicht betroffen. In besonderen Fällen können Unternehmen zudem eine Ausnahmegenehmigung beantragen.
Damit bleibt ein Teil des Güterverkehrs auch an Feiertagen möglich, wenn ein besonderer Bedarf besteht. Die Ausnahmen sind jedoch klar begrenzt und an Bedingungen geknüpft.
Folgen für Verkehr und Reisezeiten
Im Alltag zeigt sich die Regelung vor allem durch weniger Schwerverkehr auf Autobahnen. Gerade an Reisetagen rund um Ostern kann das für einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss sorgen.
Gleichzeitig verlagern viele Unternehmen ihre Fahrten auf die Tage davor oder danach. Besonders der Gründonnerstag und die Zeit nach Ostermontag sind deshalb oft stärker belastet. Auf wichtigen Transitachsen kann sich das deutlich bemerkbar machen.





