Das M3 des Herstellers General Dynamics European Land Systems wird in Kaiserslautern entwickelt und produziert und ist bei mehreren NATO-Staaten, u.a. auch in der Bundeswehr im Einsatz.
Das Fahrzeug unterscheidet sich deutlich von klassischen Brückenlegern. Es fährt selbstständig zur Einsatzstelle und kann direkt ins Wasser wechseln. Dort werden seitlich Schwimmkörper ausgeklappt, die für Auftrieb sorgen.
Brücke oder Fähre in wenigen Minuten
Im Wasser koppeln sich mehrere Fahrzeuge miteinander. So entsteht entweder eine durchgehende Brücke oder eine Fähre. Bereits zwei Einheiten können Fahrzeuge übersetzen. Für längere Übergänge werden zusätzliche Fahrzeuge verbunden.
Der Aufbau erfolgt schnell. Eine rund 100 Meter lange Brücke lässt sich innerhalb weniger Minuten herstellen. Das System ist für schwere Fahrzeuge ausgelegt, darunter auch Kampfpanzer wie den Leopard 2. Nach dem Einsatz kann die Anlage wieder gelöst und verlegt werden.
Kombination mit bestehenden Systemen
Die niederländischen Streitkräfte nutzen bereits Pontonbrücken wie das IRB-System. Diese ermöglichen längere Übergänge, benötigen jedoch mehr Zeit und zusätzliche Unterstützung beim Aufbau. Amphibische Systeme wie das M3 ergänzen diese Fähigkeit und sind kompatibel.
Noch ist offen, welches System beschafft wird und in welchem Umfang. Die Prüfung bestehender europäischer Verträge deutet auf eine vergleichsweise schnelle Lösung hin.





