Nach Angaben der Gendarmerie wurde er schließlich Mitte März 2026 bei Loupian südlich von Montpellier kontrolliert. Der Mann räumte 144 einzelne Fahrten ein. Die Summe der nicht gezahlten Gebühren liegt bei mehr als 13.000 Euro.
Der Fall wurde von der Gendarmerie im Département Hérault öffentlich gemacht und unter anderem von der Regionalzeitung La Dépêche du Midi aufgegriffen. Demnach waren beim Autobahnbetreiber Vinci Autoroutes Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Das Unternehmen informierte daraufhin die Behörden. Welche Auffälligkeiten im Detail festgestellt wurden, ist nicht bekannt.
Vorgehen bei den Fahrten
Nach den Informationen der Polizei lief das Vorgehen bei den einzelnen Fahrten immer nach demselben Muster ab. Der Fahrer verdeckte vor der Auffahrt sein Kennzeichen und zog anschließend ein reguläres Ticket an der Mautstation. Nach dem Passieren der Schranke brachte er das Kennzeichen wieder an. An der Ausfahrt nutzte er das Ticket jedoch nicht regulär. Stattdessen meldete er sich über die Sprechanlage und gab an, erst kurz zuvor auf die Autobahn gefahren zu sein. Auf dieser Grundlage wurde jeweils nur ein geringer Betrag berechnet, der nicht der tatsächlich gefahrenen Strecke entsprach.
Die Methode setzte keine technische Manipulation voraus. Entscheidend war die wiederholte Kombination aus nicht eindeutig erfasster Einfahrt und einer falschen Angabe bei der Ausfahrt.
Maut musste nachträglich bezahlt werden
Nach dem Hinweis des Betreibers leitete die Gendarmerie eine gezielte Kontrolle ein. Das Fahrzeug wurde schließlich auf der A9 gestoppt. Bei der anschließenden Vernehmung bestätigte der Fahrer die Vorwürfe. Die Ermittlungen ergaben insgesamt 144 Fahrten, bei denen die Maut nicht korrekt entrichtet wurde. Die nicht gezahlten Beträge summieren sich auf 13.000,83 Euro.
Der Fahrer musste den gesamten Betrag unmittelbar begleichen. Zusätzlich verhängte das zuständige Gericht in Montpellier eine Geldstrafe in Höhe von 1.125 Euro.





