Der Schritt folgt auf die bereits vor einem Jahr getroffene Entscheidung, den rein elektrischen MX-30 in Europa nicht mehr anzubieten. Die Verkaufszahlen des MX-30 blieben bei beiden Motorisierungen (elektrisch und mit Range-Extender) weit hinter den Erwartungen von Mazda zurück, wie ein Sprecher von Mazda gegenüber Autocar erklärte. Besonders der MX-30 R-EV, mit einem Wankelmotor als Range Extender, traf in Europa bei der Käuferschaft nicht auf Begeisterung.
Die Reichweite ist zu gering und die Ladeleistung zu schwach. Mit einer rein elektrischen Reichweite von nur 85 Kilometern konnte der R-EV nicht mit den Konkurrenzmodellen mithalten, die deutlich größere Batterien einsetzen und höhere Reichweiten erzielen. Ein weiterer Faktor war das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ab einem Einstiegspreis von rund 35.990 Euro waren beide Varianten des MX-30 für viele Käufer zu teuer. Mazda hat zudem entschieden, sich künftig stärker auf größere und leistungsfähigere Elektrofahrzeuge zu konzentrieren. Der MX-30 würde daher nicht mehr in das Portfolio passen. Zum Verkauf stehen nur noch Bestandsfahrzeuge. Der Konfigurator auf der Website ist nicht mehr verfügbar.
Was kommt nach dem MX-30?
Mazda plant, den Fokus auf neue Modelle wie die Mazda 6e Limousine und das CX-6e SUV zu legen. Diese Fahrzeuge basieren auf Plattformen des chinesischen Joint-Venture-Partners Changan und sollen die Elektromobilität von Mazda in Europa stärken. Diese Übergangsmodelle sollen die Lücken füllen, bis die eigene Elektroplattform von Mazda verfügbar ist. Die Entwicklung der sogenannten Skyactiv EV Scalable Architecture verzögert sich jedoch, und Mazda rechnet nun mit einer Markteinführung frühestens 2027 oder 2028.
Hintergrund des Mazda MX-30
Der MX-30 war Mazdas erstes rein elektrisches Fahrzeug und wurde 2019 vorgestellt. Mit dem Konzept des Rightsizing wollte Mazda den Trend zu immer größeren und teureren Batterien durchbrechen. Die Idee war, eine kleinere Batterie zu verwenden, die nur so groß ist, wie es für die Reichweite des Fahrzeugs notwendig ist.
Dieses Konzept sollte den MX-30 zu einem Stadtfahrzeug machen, jedoch mit der Einschränkung, dass das Modell nur über eine Batteriekapazität von 35,5 kWh und eine Reichweite von rund 200 Kilometern verfügt. Die schwache Ladeleistung von 37 kW DC trug dazu bei, dass sich der MX-30 nie als echtes Langstrecken-Elektrofahrzeug durchsetzen konnte.





