Meiden Sie diese Autobahnen in Schnee-Chaos: A45, A1, A3 und Co. in höheren Lagen

A45, A1, A3 und Co. in höheren Lagen
Meiden Sie diese Autobahnen in Schnee-Chaos

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.01.2026
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Autobahn Schnee
Foto: Pascal Lachendau/AFP via Getty Image

Dort kühlen Fahrbahnen schneller aus, Schneeverwehungen bilden sich rasch und Glätte tritt häufig früher auf als in tieferen Regionen. Bereits einzelne liegengebliebene Fahrzeuge können lange Staus auslösen.

Nach Einschätzung von Wetterexperten gelten Autobahnen in Eifel, Sauerland, Hunsrück, Taunus sowie in höheren Lagen Baden-Württembergs als besonders riskant. Entscheidend ist dabei weniger die Region an sich als die Höhenlage, die offene Topografie und die Exponiertheit der Strecken.

A45 durch das Sauerland

Im Zentrum der Warnungen steht die A45, die von Dortmund über Hagen, Siegen und Gießen bis in den Rhein-Main-Raum verläuft. Die Autobahn führt über weite Strecken durch das Sauerland und liegt häufig zwischen 300 und 500 Metern Höhe. Zahlreiche Talbrücken und offene Hochlagen machen die Strecke anfällig für Schnee, Eis und starken Seitenwind.

Gerade im Bereich südlich von Hagen sowie rund um Siegen bleibt Schnee oft länger liegen. Durch Wind entstehen immer wieder neue Schneeverwehungen, selbst nach dem Räumen. Kommt es hier zu Blockaden, erreichen Räum- und Rettungsfahrzeuge die Unfallstellen oft nur verzögert.

Eifel mit A1, A48 und A60

Auch in der Eifel verlaufen mehrere Autobahnen dauerhaft in Höhenlagen zwischen 400 und 600 Metern. Betroffen sind vor allem die A1 zwischen Blankenheim und Gerolstein, die A48 im Bereich der Vulkaneifel sowie die A60 in der Schnee-Eifel nahe der belgischen Grenze. Diese Strecken führen über offene Hochflächen, auf denen Nässe schnell gefriert und Schnee vom Wind immer wieder auf die Fahrbahn geweht wird. Glätte tritt hier häufig früher auf als in tiefer gelegenen Regionen.

Hunsrück mit A61 und A62

Im Hunsrück erreichen Autobahnabschnitte der A61 und insbesondere der A62 Höhen von rund 500 bis 700 Metern. Vor allem zwischen Rheinböllen, Kirchberg und Kusel sind die Fahrbahnen stark exponiert. Typisch sind dort abrupte Wetterwechsel: Während es in den Tälern noch nass ist, herrscht auf den Hochflächen bereits geschlossene Schneedecke oder Eisglätte.

Taunus mit A3, A5 und A66

Im Taunus liegen die Autobahnen zwar etwas niedriger, dennoch sind einzelne Abschnitte problematisch. A3 und A66 verlaufen im südlichen Taunus häufig zwischen 200 und 400 Metern Höhe. Besonders auf Brücken und in bewaldeten Einschnitten kann es bei Schneefall und Ostwind schnell glatt werden. Die Nähe zum Rhein-Main-Gebiet macht die Lage trügerisch, da sich die Straßenverhältnisse innerhalb weniger Kilometer deutlich ändern können.

Höhere Lagen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gelten vor allem Abschnitte der A8 über die Schwäbische Alb sowie Teile der A81 im Schwarzwaldvorland als kritisch. Dort verlaufen die Autobahnen häufig auf 400 bis 600 Metern Höhe. Schneefall hält sich hier länger, während tiefer gelegene Regionen bereits abtauen. Das führt zu glatten Fahrbahnen, Schneematsch und eingeschränkter Sicht, insbesondere in den Randstunden.

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