Rekordabsatz trotz Krisen-Zonen: Toyota wieder größter Autobauer der Welt

Rekordabsatz trotz Krisen-Regionen
Toyota wieder größter Autobauer der Welt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.01.2026
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Toyota
Foto: Toyota

Toyota bleibt auch 2025 der größte Automobilhersteller der Welt. Zum sechsten Mal in Folge sicherte sich der japanische Konzern die Spitzenposition im globalen Absatzranking – und baute seinen Vorsprung auf den Volkswagen-Konzern weiter aus. Trotz geopolitischer Unsicherheiten, steigender Zölle und massiver Konkurrenz aus China erzielte Toyota sogar ein neues Absatzrekordniveau.

Rekordabsatz trotz Handelskonflikten

Inklusive Lexus und der Konzerntöchter Daihatsu und Hino verkaufte Toyota im Jahr 2025 weltweit 11,3 Millionen Fahrzeuge, ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Produktion stieg sogar um 5,7 Prozent auf 11,2 Millionen Einheiten. Volkswagen kam im gleichen Zeitraum auf knapp neun Millionen Fahrzeuge, was einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht.

Bemerkenswert ist die Robustheit der Toyota-Zahlen vor dem Hintergrund der verschärften US-Handelspolitik. Die von US-Präsident Donald Trump verhängten 15-Prozent-Zölle auf japanische Fahrzeuge und Autoteile belasteten die gesamte Branche. Während viele Hersteller Absatzverluste oder Gewinneinbrüche hinnehmen mussten, gelang es Toyota, die Auswirkungen vergleichsweise gut abzufedern.

Nordamerika und Japan als Wachstumsmotoren

Nordamerika war neben dem Heimatmarkt Japan (zusammen mehr als 40 Prozent des Toyota-Absatzes) war sogar der Treiber des Erfolgs. In den USA stiegen die Verkäufe der Marken Toyota und Lexus nämlich um rund sieben bis acht Prozent auf 2,93 Millionen Fahrzeuge. Die Produktion vor Ort legte sogar um fast zehn Prozent zu. Toyot selbst begründet das Ergebnis in "gezielten Lokalisierungsstrategien".

In Japan wuchs der Toyota-Absatz im Jahr 2025 um über vier Prozent, unterstützt unter anderem durch die gute Nachfrage nach neuen Modellen der Crown-Baureihe. Insgesamt entfielen rund 18 Prozent des weltweiten Toyota-Absatzes auf den Heimatmarkt.

Hybrid statt vollelektrisch

Auch wenn Toyota stets ihre "Multi-Pathway-Strategie" betonen – also das Angebot aller möglichen Antriebsformen – basiert der große Erfolg des Konzerns weiterhin auf einer klaren technologischen Schwerpunktsetzung: Hybridantriebe. 2025 verkaufte der Konzern weltweit 4,43 Millionen Hybridfahrzeuge (+ 7 Prozent), allein in Nordamerika stieg der Hybridabsatz um knapp 20 Prozent. Damit entfielen 42 Prozent der Toyota-Verkäufe auf Benzin-Elektro-Hybride.

Im Gegensatz dazu bleibt Toyota bei reinen Elektroautos (BEV) zurückhaltend. Der Absatz lag bei knapp 200.000 Einheiten, was lediglich 1,9 Prozent der Konzernverkäufe entspricht. In Japan wurden sogar nur 4.227 batterieelektrische Fahrzeuge ausgeliefert. Zum Vergleich: Der chinesische Hersteller BYD setzte 2025 rund 4,6 Millionen Fahrzeuge ab. Etwa die Hälfte davon waren vollelektrische Fahrzeuge, was BYD zum weltweit größten EV-Produzenten macht.

Stabilisierung in China

In China, dem weltweit größten Pkw-Markt, konnte Toyota 2025 erstmals seit vier Jahren wieder ein leichtes Plus erzielen. Der Absatz stieg um 0,2 Prozent auf 1,78 Millionen Fahrzeuge. Angesichts der Dominanz chinesischer Marken und des massiven Preisdrucks darf das bereits als Erfolg gelten – insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbern wie Honda (–24 Prozent in China) oder Nissan.

Apropos Konkurrenz: Während Toyota wächst, kämpfen andere japanische Hersteller mit Absatzrückgängen:

  • Honda: –7,5 Prozent auf 3,5 Millionen Fahrzeuge
  • Nissan: –4,4 Prozent auf 3,2 Millionen Fahrzeuge

Auch der koreanische Hyundai-Konzern, mit 7,27 Millionen Einheiten weltweit die Nummer drei, spürt die Belastung durch Zölle deutlich. Zwar stieg der Umsatz, doch der operative Gewinn brach 2025 um 19,5 Prozent ein – vor allem wegen der hohen Importabhängigkeit in den USA.

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