Diese Art der Blockaden ist nicht der erste Fall, Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts und haben eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.
Ermittlungen nach gefährlichem Vorfall
Der Auflieger war zwischen den Anschlussstellen Strom und Seehausen in Fahrtrichtung A27 abgestellt. Das Fahrzeug blockierte beide Fahrstreifen sowie den Seitenstreifen. Nach Angaben der Polizei Bremen war der leere Anhänger in der Dunkelheit nur schwer zu erkennen. "Mehrere Fahrzeuge mussten anhalten, ein Lkw-Fahrer konnte einen Zusammenstoß nur durch eine Notbremsung verhindern", sagte eine Sprecherin der Behörde.
Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht nach bisherigem Stand davon aus, dass der Anhänger absichtlich auf der Autobahn abgestellt wurde. Hinweise auf einen technischen Defekt oder einen Unfall gibt es nicht.
Zwei weitere Vorfälle auf der A281
Im Zusammenhang mit dem Fall prüft die Kriminalpolizei zwei ähnliche Ereignisse. Am Sonntag (25.1.2026) wurde ein weiterer Sattelauflieger entdeckt, der auf einem mit Baken gesperrten Fahrstreifen der A281 abgestellt war. Bereits am 21. Dezember 2025 stand ein gestohlener Zwölftonner im Bereich der Auffahrt Strom quer auf der Fahrbahn. Auch damals kam niemand zu Schaden.
Ob die Vorfälle zusammenhängen, ist offen. Die Ermittler prüfen, ob die Fahrzeuge gestohlen wurden und ob dieselben Täter beteiligt waren.
Ermittlungsgruppe "EG Strom"
Die Polizei hat eine eigene Ermittlungsgruppe mit der Bezeichnung "EG Strom" eingerichtet. Sie bündelt die bisherigen Erkenntnisse und koordiniert die weiteren Maßnahmen. Neben der Auswertung von Spuren werden mögliche Tatorte überprüft und Zeugen befragt.
Die Polizei bittet um Hinweise von Personen, die in der Nacht zum 24. Januar oder an den Tagen davor im Bereich der Anschlussstellen Strom und Seehausen etwas Auffälliges bemerkt haben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter 0421-362-3888 entgegen. In dringenden Fällen ist die 110 zu wählen.
Offene Fragen zu Motiv und Ablauf
Unklar ist bisher, wie die Täter die tonnenschweren Auflieger an die Einsatzorte gebracht haben und ob sie über Zugang zu Firmengeländen oder abgestellten Fahrzeugen verfügten. Auch ein mögliches Motiv ist noch nicht bekannt. Politische oder extremistische Hintergründe werden laut Polizei derzeit nicht vermutet, können aber nicht ausgeschlossen werden.





