Schnee-Chaos in Hamburg: Köhlbrand-Brücke komplett gesperrt

Schnee-Chaos in Hamburg
Köhlbrand-Brücke komplett gesperrt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.01.2026
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Köhlbrandbrücke Hamburg
Foto: Bim via Getty Images

Die Köhlbrandbrücke wurde in beide Richtungen vollständig gesperrt. Die Polizei Hamburg begründete die Maßnahme mit der aktuellen Wetterlage und bat ortskundige Autofahrer, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Die Sperrung traf den Verkehr zu einer verkehrsreichen Tageszeit. Vor allem im Hafenbereich kam es rasch zu Rückstaus, insbesondere durch wartende Lastwagen. Die Brücke gilt als sensibler Punkt bei winterlichen Bedingungen, da sie exponiert liegt und schon bei moderatem Schneefall oder Eisbildung schnell an ihre verkehrssicheren Grenzen stößt.

Wetterlage verschärft Verkehrssituation

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war für den Vormittag anhaltender Schneefall angekündigt. In Hamburg wurden Neuschneemengen von etwa drei bis sechs Zentimetern erwartet. Auch am Nachmittag sollte es weiter schneien, zunächst mit geringerer Intensität.

Für den weiteren Verlauf rechnet der Wetterdienst mit einer deutlichen Verschärfung. Rund um Hamburg könnten bis Freitag insgesamt etwa zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Zusätzlich sind stürmische Böen im Binnenland möglich, was die Glättebildung weiter begünstigt und die Verkehrslage zusätzlich erschwert.

Bedeutung der Köhlbrandbrücke für den Hamburger Verkehr

Die Köhlbrandbrücke ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen im Hamburger Hafen. Sie verbindet zentrale Hafenbereiche mit dem südlichen Stadtgebiet und dient täglich tausenden Pendlern sowie einem erheblichen Anteil des Schwerlastverkehrs als direkte Querung des Köhlbrands. Besonders für den Container- und Logistikverkehr ist die Brücke von zentraler Bedeutung, da sie schnelle Verbindungen zwischen Terminals, Industrieflächen und dem überregionalen Straßennetz ermöglicht.

Eine Sperrung wirkt sich daher nicht nur lokal, sondern auf weite Teile des Hamburger Verkehrsraums aus. Umleitungen führen häufig über längere Strecken, was Staus, Zeitverluste und zusätzliche Belastungen für angrenzende Stadtteile nach sich zieht. Entsprechend sensibel reagieren Behörden bei winterlichen Extrembedingungen und greifen frühzeitig ein, um Unfälle auf der hoch liegenden und witterungsanfälligen Brücke zu vermeiden.

Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr

Neben dem Individual- und Güterverkehr kam es auch im öffentlichen Nahverkehr zu Einschränkungen. Schnee und Glätte sorgten in mehreren Teilen der Stadt für Verzögerungen und Ausfälle bei Bussen und Bahnen. Die Verkehrsbetriebe meldeten punktuell Behinderungen, insbesondere auf oberirdischen Strecken und bei Linien mit Steigungen.

Pendler wurden gebeten, mehr Zeit einzuplanen oder auf alternative Routen auszuweichen. Die Lage blieb dynamisch und hing stark von der weiteren Wetterentwicklung ab.

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