Silvretta über Jahre unpassierbar: Hochalpenstraße muss verlegt werden

Silvretta über Jahre unpassierbar
Hochalpenstraße muss verlegt werden

ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.03.2026
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Silvretta Hochalpenstraße gesperrt
Foto: rusm via Getty Images; Collage: Wittich

Voraussichtlich erst im Sommer 2030 kann die Straßen nach massiven Bauarbeiten und Trassenverlegungen wieder geöffnet werden. Bereits nach den Murenabgängen im Sommer 2024 war die Hochalpenstraße aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Auch eine zwischenzeitlich diskutierte Öffnung für 2025 wurde verworfen. Neue geologische Untersuchungen und Modellrechnungen bestätigen inzwischen, dass eine Freigabe auch in den Jahren 2026 und danach nicht möglich ist.

Umfangreiche Bauarbeiten notwendig

Die Ursache liegt weiterhin in instabilen Hanglagen entlang der Strecke. Um die Straße langfristig zu sichern, sind größere Eingriffe erforderlich. Geplant sind unter anderem neue Schutzdämme sowie eine teilweise Verlegung der Trasse.

Der Zeitplan ist inzwischen konkretisiert. Das Behördenverfahren soll im Sommer 2026 starten, ein Baubeschluss wird für Frühjahr 2027 erwartet. Die Bauarbeiten sind über drei Saisons bis einschließlich 2029 vorgesehen. Erst danach wäre eine Wiederöffnung realistisch.

Bereits in den vergangenen Jahren hatten die Betreiber Schutznetze, Dämme und erste Verlegungen umgesetzt. Die aktuellen Untersuchungen zeigen jedoch, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die Risiken dauerhaft zu beherrschen.

Auswirkungen auf Verkehr und Tourismus

Die Sperre betrifft eine der wichtigsten touristischen Routen der Region. Die Strecke zwischen Partenen und der Bielerhöhe ist im Sommer stark frequentiert und Teil klassischer Alpenrouten.

Für mehrere Jahre bleibt die Verbindung von Vorarlberger Seite aus unterbrochen. Die Zufahrt von Tirol aus ist weiterhin möglich, wodurch zumindest ein Teil der Strecke erreichbar bleibt. Ergänzend soll die Vermuntbahn in den Sommermonaten weiter betrieben werden und gemeinsam mit einem Tunnel-Shuttle eine alternative Verbindung zur Bielerhöhe ermöglichen.

Fazit