Nach Angaben des Automobilclubs summierten sich die Staustunden auf rund 478.000 Stunden. Das entspricht einem Anstieg von sieben Prozent gegenüber 2024. Gleichzeitig ging die Zahl der Staus auf etwa 496.000 zurück. Die Gesamtlänge aller Staus lag mit rund 866.000 Kilometern leicht über dem Vorjahreswert.
Sommer und Herbst besonders staureich
Im Jahresverlauf zeigte sich ein klares saisonales Muster. Der Januar blieb mit rund 25.500 Staustunden vergleichsweise ruhig, auch wenn ein Wintereinbruch bereits zu hohen Staukilometern führte. Ab dem Frühjahr nahm die Belastung deutlich zu. Im Juli verdoppelte sich die Zahl der Staustunden nahezu auf knapp 50.000 und erreichte damit den Höchstwert des Jahres. Auch der Oktober zählte mit knapp 49.000 Staustunden zu den besonders stauintensiven Monaten.
Ein ähnlicher Verlauf zeigt sich bei den Staukilometern. Während im Januar rund 65.000 Kilometer registriert wurden, lagen die Werte von April bis November durchgehend oberhalb von 75.000 Kilometern. Spitzenmonate waren auch hier der Juli mit etwa 87.000 sowie der Oktober mit rund 85.000 Staukilometern. Im Vergleich zu 2024 lagen die Monatswerte in der zweiten Jahreshälfte überwiegend höher.
Mitte der Woche am stärksten belastet
Der Blick auf den Wochenverlauf bestätigt bekannte Muster. Die meisten Staustunden fielen 2025 erneut auf Mittwoch und Donnerstag. An diesen Tagen erreichten sowohl die Staudauer als auch die Staulängen ihre Wochenhöchstwerte. Dienstage lagen ebenfalls auf hohem Niveau, während Montags- und Freitagswerte etwas niedriger ausfielen.
Am geringsten war das Stauaufkommen weiterhin an den Wochenenden. Samstage und Sonntage verzeichneten deutlich weniger Staustunden und kürzere Staukilometer, wobei sonntags etwas höhere Werte als samstags gemessen wurden. Besonders staureiche Einzeltage waren der 09.01.2025 mit rund 6.300 Kilometern Gesamtlänge infolge winterlicher Bedingungen, der 28.05.2025 vor Christi Himmelfahrt mit etwa 5.700 Kilometern sowie der 02.10.2025 vor dem Tag der Deutschen Einheit mit rund 4.900 Kilometern Stau.
Nordrhein-Westfalen bleibt Stauschwerpunkt
Regional konzentrierte sich ein erheblicher Teil der Staustunden weiterhin auf wenige Bundesländer. Nordrhein-Westfalen vereinte mit 35,1 Prozent mehr als ein Drittel aller Staustunden auf sich. Deutlich dahinter folgten Bayern mit 13,3 Prozent sowie Baden-Württemberg mit etwa zehn Prozent.
Niedersachsen kam auf 7,9 Prozent, Hessen auf sieben Prozent. In der weiteren Rangfolge lagen Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Berlin und Sachsen jeweils im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die übrigen Bundesländer zusammen erreichten 7,7 Prozent. Besonders hohe prozentuale Zuwächse gegenüber 2024 verzeichnete der ADAC in Hamburg und Schleswig-Holstein mit jeweils 30 Prozent, in Rheinland-Pfalz lag der Anstieg bei 19 Prozent.
Ausblick auf 2026
Für das Jahr 2026 rechnet der ADAC mit einer moderaten Zunahme des Verkehrsaufkommens. Zusätzlich werden umfangreiche Baumaßnahmen zur Sanierung und Modernisierung zahlreicher Autobahnbrücken erwartet. Diese Arbeiten dürften lokal und zeitweise zu weiteren Verkehrsbehinderungen führen, gelten aus Sicht des ADAC jedoch als notwendig, um die Infrastruktur langfristig zu erhalten.





