Stau zu Ostern: So schlimm wird es wirklich auf den Autobahnen!

Stau zu Ostern
So schlimm wird es wirklich auf den Autobahnen!

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.03.2026
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Stau Ostern
Foto: Ulrike Schmitt-Hartmann und cthoman via Getty Images

Neben klassischen Urlaubsfahrten in Richtung Alpen, Küsten oder südliche Länder sorgen auch Verwandtenbesuche und Kurztrips für zusätzlichen Verkehr. In insgesamt zwölf Bundesländern laufen bereits die Osterferien, mit Sachsen, Thüringen und dem Saarland kommen weitere hinzu.

Reiseverkehr zieht bereits ab Mittwoch deutlich an

Schon am Mittwoch vor Gründonnerstag beginnt sich die Lage spürbar zu verschärfen. Viele Autofahrer starten bewusst früher, um den Hauptreisetag zu umgehen. Dadurch steigt die Verkehrsdichte bereits zur Wochenmitte deutlich an.

Der Höhepunkt wird am Gründonnerstag selbst erwartet. Vor allem am Nachmittag und in den Abendstunden ist auf den großen Fernstraßen mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen. Besonders betroffen sind die klassischen Nord-Süd- und Ballungsraumachsen.

Entspannung nur kurz vor der Rückreisewelle

Am Karsamstag und Ostersonntag entspannt sich die Lage vorübergehend. Diese beiden Tage gelten laut Prognose als die verkehrsärmsten des gesamten Osterwochenendes.

Bereits am Ostermontag dreht sich die Situation wieder. Am Nachmittag und Abend setzt eine starke Rückreisewelle ein, die vielerorts zu Staus führt. Auch in den Tagen danach bleibt die Lage regional angespannt, da in mehreren Bundesländern die Ferien enden.

Etwas Entspannung gibt es an Karfreitag und Ostermontag. An diesen Tagen gelten bundesweit Fahrverbote für Lkw über 7,5 Tonnen jeweils von 0:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Diese Maßnahme sorgt zwar für eine gewisse Entlastung, ändert aber nichts an der insgesamt hohen Verkehrsdichte.

Diese Tage sind besonders kritisch

Staukalender Ostern 2026
ADAC

Diese Autobahnen sind besonders betroffen

Die größten Belastungen erwartet der ADAC auf folgenden Strecken in beide Richtungen:

  • A1 Köln – Dortmund – Münster – Hamburg
  • A2 Oberhausen – Dortmund – Magdeburg
  • A3 Oberhausen – Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Nürnberg – München
  • A81 Heilbronn – Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 Lindau – München
  • A99 Autobahnring München

Zusätzlich sind die Ballungsräume rund um Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München stark belastet.

Auch im Ausland kommt es zu Verzögerungen

Auch auf den wichtigsten Urlaubsrouten ins Ausland ist rund um Ostern mit teils erheblichen Verzögerungen zu rechnen. Besonders betroffen sind die klassischen Transitstrecken in Richtung Alpen sowie stark frequentierte Ausflugsziele.

In Österreich konzentriert sich die Staugefahr vor allem auf die Westautobahn A1, die Tauernautobahn A10, die Inntalautobahn A12 und die Brennerautobahn A13. Ebenfalls belastet sind die Rheintalautobahn A14, die Fernpass-Route B179 sowie die Arlbergschnellstraße S16. Zusätzlich kann es auf den Bundesstraßen in Tirol, Salzburg und Vorarlberg zu Verzögerungen kommen. Auf der Route über den Achenpass wird der Verkehr bei hohem Aufkommen per Dosierampel geregelt.

In der Schweiz zählen die Nord-Süd-Achsen zu den zentralen Engpässen. Besonders betroffen sind die Gotthard-Route auf der A2 zwischen Luzern und Chiasso sowie die San-Bernardino-Route auf der A13 zwischen Chur und Bellinzona. Auch die A1 zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen sowie die A3 zwischen Basel, Zürich und Chur sind stark belastet. Hinzu kommen Zufahrtsstraßen in die Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz.

In Italien gilt die Brennerroute über die A22 und die parallel verlaufende SS12 als einer der wichtigsten Engpässe. Zusätzlich sind die A1 zwischen Mailand, Bologna und Florenz sowie die A4 zwischen Verona und Venedig stark frequentiert. Verzögerungen sind auch auf den Zufahrten in touristische Regionen wie das Puster-, Grödner- und Gadertal sowie den Vinschgau möglich.

In den Niederlanden sorgt rund um Ostern vor allem der Keukenhof in Lisse für zusätzlichen Verkehr. Betroffen sind insbesondere die A12 zwischen Arnheim und Utrecht beziehungsweise Amsterdam, die A1 zwischen Hengelo, Apeldoorn und Amsterdam sowie die A4 zwischen Amsterdam, Den Haag und Rotterdam.

Auf den Hauptverbindungen aus Polen und Tschechien ist ebenfalls mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Besonders an Gründonnerstag und Ostermontag kann es bei der Ein- und Ausreise zu längeren Wartezeiten kommen.

Fazit