Der Unfall ereignete sich auf der D112 in der Gemeinde Saint-Julien-du-Gua westlich von Privas. Nach bisherigen Erkenntnissen kam der Autofahrer von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug stürzte in ein stark abschüssiges, schwer zugängliches Gelände und blieb am Grund einer Schlucht liegen. Der Aufprall war erheblich, das Fahrzeug wurde massiv beschädigt.
Der Fahrer blieb in dem Wrack eingeklemmt. Trotz schwerer Verletzungen war er bei Bewusstsein, als er entdeckt wurde.
Zufällige Entdeckung bei Wildschweinjagd
Am Samstag-Nachmittag (21.2.2026) bemerkte eine Gruppe von Jägern während einer Treibjagd auf Wildschweine Fahrzeugtrümmer in der Nähe einer Straße oberhalb einer Schlucht. Die Männer entschieden sich, der Spur nachzugehen, und stiegen rund 300 Meter ins Tal hinab.
Dort fanden sie das verunglückte Fahrzeug. Im Inneren entdeckten sie den eingeklemmten Fahrer, der ansprechbar, jedoch stark geschwächt war. Die Jäger alarmierten umgehend die Rettungskräfte.
Nach Angaben der Einsatzkräfte waren rund zwölf Feuerwehrleute aus Saint-Julien-du-Gua im Einsatz. Aufgrund der topografischen Lage gestaltete sich die Rettung schwierig und zeitaufwendig.
Aufwendige Bergung mit Spezialkräften
Zur Bergung wurde eine Einheit des Secours en Milieux Périlleux et Montagne eingesetzt, einer Spezialeinheit für Rettungseinsätze in unwegsamem Gelände. Zusätzlich kam ein Hubschrauber der Sécurité Civile aus Lyon zum Einsatz. Die Einsatzkräfte benötigten mehrere Stunden, um den Mann aus dem Fahrzeug zu befreien und für den Abtransport vorzubereiten. Anschließend wurde er in ein Krankenhaus im Raum Lyon eingeliefert.
Nach Informationen der Gendarmerie war der 48-Jährige bereits seit sechs Tagen von den Behörden im Allier als vermisst gemeldet worden. Dort war eine Untersuchung wegen einer besorgniserregenden Vermisstenanzeige eingeleitet worden. Die Gendarmerie von Le Teil führt die Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache. Der Fahrer soll befragt werden, sobald sein Gesundheitszustand dies zulässt.
Ein ähnlicher Fall hatte sich bereits im Juli 2023 in der Ardèche ereignet. Damals war eine 79-jährige Autofahrerin nach einem Sturz in eine Schlucht bei Dunières-sur-Eyrieux mehrere Tage eingeschlossen gewesen, bevor sie gefunden wurde.
Anm. d. Red.: Das Aufmacherfoto zeigt nicht das reale Unfallgeschehen, es handelt sich um ein Bild zur Illustration.





