Herbert Diess spricht im Podcast über China, VW, Infineon und die Probleme, aber auch die enormen Chancen der Elektromobilität, gerade für Deutschland. Der Ex-VW-Chef erklärt, warum das Land dafür ein neues Ökosystem braucht, weshalb Vehicle-to-Grid ein Schlüssel für günstigeren Strom sein könnte – und warum er den Eindruck hat, dass die Energiepolitik bremst.
In dieser Folge von Moove, dem New Mobility Podcast von aut motor und sport, sprechen wir mit Herbert Diess, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen-Konzerns, heute unter anderem im Aufsichtsrat bei Infineon und Verwaltungsratsvorsitzender von The Mobility House.
Das Gespräch beginnt bei Diess’ persönlichem Weg zur Elektromobilität: vom frühen Kontakt zu Tesla und Elon Musk über die technische Faszination für Batterien bis zur Frage, warum er mittlerweile den ID.3 seinem Ferrari 458 vorzieht. Doch die Folge bleibt nicht bei persönlichen Vorlieben stehen. Diess erklärt, warum das Elektroauto für Deutschland zugleich Chance und Bedrohung ist, welche Rolle Regulierung für den Durchbruch der E-Mobilität gespielt hat und weshalb die alte Stärke der deutschen Autoindustrie nicht automatisch in die elektrische Zukunft übertragbar ist.
Besonders spannend wird es beim Blick auf China: Diess sieht dort ein starkes E-Auto-Ökosystem mit Batterieherstellern, Skalierung und Ladeinfrastruktur – warnt aber zugleich vor kurzen Modellzyklen, Preisverfall und Restwertrisiken. Für Deutschland sieht er vor allem dort Chancen, wo Autoindustrie, Energiebranche und Regulierung zusammengedacht werden: beim bidirektionalen Laden, Vehicle-to-Grid und der Nutzung von Elektroautos als dezentrale Stromspeicher.
Außerdem geht es um The Mobility House, die Rolle von Infineon in der Energiewende, günstigen Solarstrom, hohe Netzentgelte, den Standort Deutschland, die Frage nach den richtigen politischen Rahmenbedingungen – und darum, warum Diess die öffentliche Energiepreisdebatte für falsch fokussiert hält.






