VW-Schock: Blume plant Werksschließungen in Zwickau, Emden, Hannover & Neckarsulm

1:42 Min. 09.07.2026
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VW plant Werksschließungen in Zwickau, Emden, Hannover & Neckarsulm

Volkswagen steht vor einem historischen Umbruch. Laut SPIEGEL plant VW-Chef Oliver Blume das Produktionsende in gleich vier deutschen Werken. Zwickau und Emden sollen binnen fünf Jahren die Fertigung einstellen, Hannover folgt 2032, das Audi-Werk in Neckarsulm 2034. Rund 40.000 Beschäftigte sind an diesen Standorten betroffen. Zusätzlich sollen bis 2030 konzernweit 50.000 Stellen wegfallen.

Blume verschärft damit frühere Pläne erheblich. Bisher war ein Produktionsauslauf erst ab 2032 vorgesehen. Ziel ist eine Renditesteigerung auf neun Prozent bis 2030 – im ersten Quartal 2026 lag sie bei nur 3,3 Prozent. Die Investitionen sollen von 180 auf 135 Milliarden Euro im Zeitraum 2027 bis 2031 gekürzt werden.

Die Fertigung soll in günstigere osteuropäische Standorte wie Bratislava und Györ verlagert werden. Für die deutschen Werke werden alternative Nutzungen geprüft. Als Belastungsfaktoren gelten der Absatzeinbruch in China, US-Zölle und die parallelen Investitionen in E-Antrieb und Verbrenner.

Besonders brisant: Blume will die Marke VW als eigenständige Tochter unter dem Konzerndach aufstellen – wie Audi oder Škoda. Das VW-Gesetz, das Niedersachsen Mitspracherechte sichert, würde damit de facto ausgehebelt. Im Aufsichtsrat formiert sich massiver Widerstand. Betriebsratschefin Cavallo und die niedersächsische Landesregierung positionieren sich klar gegen Werksschließungen. Eine Zustimmung im Aufsichtsrat gilt als ausgeschlossen.

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