Polestar 2 Polestar

Polestar 2 (2020)

Volvos Elektroauto kostet ab 39.900 Euro

Auto Salon Genf 2019

Volvos Submarke für Elektroautos bringt 2020 ein rein elektrisches Mittelklasse-Modell auf den Markt. Zu vertretbaren Preisen und in nennenswerten Stückzahlen.

Der Polestar 2 wird das erste von insgesamt fünf Elektrofahrzeugen der Marken Volvo und Polestar, die zwischen 2020 und 2022 eingeführt werden, und das erste batterieelektrische Fahrzeug (BEV) der gesamten Volvo Car Group sein.

Reichweite: 500 Kilometer

Tesla Model 3, Exterieur
Fahrberichte

Während das Performance-orientierte Coupé Polestar 1 als Plug-in-Hybrid noch einen kräftigen Vierzylinder-Turbo an Bord hat und es mit seiner 34 kWh-Batterie bei maximal 150 Kilometer elektrischer Reichweite bewenden lässt, kommt der Polestar 2 ohne Verbrenner auf eine Reichweite von 500 Kilometern nach WLTP. Schließlich soll das Mittelklasse-Modell unter anderem Teslas Model 3 Konkurrenz machen.

Und das will der Polestar 2 auch über den Preis machen. Schließlich steht der Viertürer in der „Launch Version“ ab 59.900 Euro in der Preisliste (plus 1.000 Euro Kaution), natürlich nur online orderbar. Als Basispreis stehen 39.900 Euro an, Abonnenment-Preise kommuniziert das Unternehmen erst später. Die Auslieferung erfolgt ab Mai 2020. Zum Vergleich, das Tesla Model 3 kostet in Deutschland als Performance-Version mit 75 kWh ab 55.400 Euro. Der Polestar 2 steht auf der CMA-Plattform (Compact Modular Architecture), auf der auch der XC40 aufbaut. Die Batteriekapazität beträgt 78 kWh und setzt sich aus einem Batterie-Pack mit 27 Modulen zusammen, das im Fahrzeugboden zwischen den Achsen untergebracht ist. Es trägt zur Steifigkeit des Fahrgestells bei und verbessert auch Geräuschpegel und Vibrationen. So sollen das Geräuschniveau im Vergleich zu herkömmlichen Chassis um 3,7 dB reduziert worden sein.

Polestar 2: Das Elektroauto im ersten Check
2:16 Min.

408 PS, 660 Nm und Performance-Pack

In Sachen Ladevorgang bleibt Polestar unverbindlich: Es gebe einen „intelligenten, bequemen und umfassenden Ansatz, mit einer vernetzten digitalen Lösung, die sowohl im Fahrzeug als auch auf mobilen Geräten verfügbar ist“. Volvo Submarke wolle eine strategische Kooperationen aufbauen, um den Polestar 2-Fahrern einen einfachen und problemlosen Zugang zu den größten öffentlichen Ladennetzen der Welt zu ermöglichen.

Immerhin so viel verraten die Schweden dann doch noch. Der elektrische Antriebsstrang produziert 300 kW (als 408 PS) und ermöglicht 660 Nm Drehmoment. In weniger als fünf Sekunden katapultieren die beiden E-Motoren, je einer an der Vorder- und Hinterachse, den Polestar 2 auf Tempo 100. Wem das nicht reicht, für den bietet das Unternehmen noch ein optionales Performance Pack mit Öhlins-Dämpfern, Brembo-Bremsanlage und 20 Zoll großem Schmiederädern. Die goldenen Sicherheitsgurte, Bremssättel und Ventilkappen von Polestar vervollständigen die Performance-Optik. Übrigens: der Polestar 2 misst in der Länge 4.607 mm, in der Höhe 1.478 mm und in der Breite Breite 1.800 mm. Der Radstand beträgt 2735 mm.

Google OS Android Auto an Bord

Polestar 2
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Das Cockpit des Polestar 2 wird von dem großen aufrecht stehende Touchscreen dominiert.

Auch die In-Car-Entertainment-Plattform Android Auto, die völlig ohne Smartphone nutzbar ist, feiert im Polestar 2 Premiere. Er dürfte damit das erste Auto sein, das mit Googles nativem OS Android Auto ausgerüstet sein wird. Es bringt eingebettete Google-Dienste wie Google-Assistenten, Google Maps mit Unterstützung für Elektrofahrzeuge und den Google Play Store 5. Zudem verfügt das System über eine Sprachsteuerung, außerdem interagieren Fahrer und Beifahrer über ein elf Zoll großes Touchscreen-Display. Über die Phone-as-Key-Technologie ermöglicht unter anderem auch Carsharing oder Services wie Abholung und Zustellung von Paketen. Große Grafiken auf dem Kombiinstrument informieren den Fahrer über Ladezustand und Reichweite, noch vor dem Einsteigen.

Nähert sich der Fahrer dem Polestar 2 so fährt das E-Auto eine besondere Willkommen-Sequenz über die LED-Scheinwerfer ab – außerdem wird das Polestar-Logo ins Panoramadach projiziert. Auch der klassische Schlüssel hat ausgedient, einen Startknopf gibt es ebenfalls nicht. Erkennt der Polestar 2 das Handy seines Besitzers und, dass der Fahrersitz besetzt ist, geht der Stromer in den „ready to go“-Modus.

Kaum Unterschiede zur 40.2-Studie

Optisch unterscheidet sich der Polestar 2 nur marginal von der Studie Volvo 40.2. Die Scheinwerfer erhalten eine andere Optik, die Sicken in den Türen fallen nicht ganz so stark aus und die Heckleuchten sind über ein schmales LED-Band miteinander verbunden. Anstelle der ausfahrbaren Türgriffe sind schnöde Bügelgriffe verbaut und die Kameraspiegel wurden gegen rahmenlose konventionelle Außenspiegel ersetzt. Im Innenraum greift der Fahrer in ein dreispeichiges Lenkrad mit hervorstehendem Pralltopf und schaut auf ein digitales Cockpit. Hingucker ist die Mittelkonsole mit dem aufrecht stehenden Display und dem auffälligen Gangwahlhebel.

Der Polestar 2 läuft als Links- und Rechtslenker ab Anfang 2020 im chinesischen Luqiao (Provinz Zhejiang) vom Band, wo auch Volvo seine Modelle fertigt. In China, den USA, Kanada, Belgien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Großbritanninen und Deutschland kommt der Polestar 2 zuerst auf den Markt. Jährlich plant das Unternehmen eine fünfstellige Produktion. Zum Vergleich, vom Polestar 1 laufen nur 500 Modelle jährlich vom Band.

Polestar 2: Einblicke in Volvos erstes Elektroauto

Polestar 2
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Fazit

Mit einem Preis von 39.900 Euro und einer Reichweite von 500 WLTP-Kilometer rammt der Polestar 2 ein Statement in den E-Automarkt-Boden. Mit progressivem Design, das vom Erfolg der gesamten Volvo-Baureihen getragen wird, sowie dem weltweiten Vertriebs-Ansatz und der Plattformstrategie mit Volvo und Lynk&Co. dürfte der Polestar 2 ab 2020 durchaus erfolgreich sein. Selbst die 59.900 Euro für die Launch-Edition sind im Vergleich zum selbst gewählten Mitstreiter Tesla Model 3, der auf rund 54.000 Euro mit ähnlicher Power und Reichweite kommt, konkurrenzfähig. Und irgendwie sieht der Tesla gegen den Polestar 2 jetzt schon etwas altbacken aus.

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