04/2021; Polestar 2 Polestar
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Polestar 2: Neue Basismodelle ab 41.930 Euro

Polestar 2 als einmotorige Varianten Neue Basismodelle ab 41.930 Euro

Polestar erweitert die Anzahl der Modellvarianten von eins auf drei. Die neue Basisversion des Polestar 2 gibt es auch mit einer kleineren Batterie.

Während das Performance-orientierte Coupé Polestar 1 als Plug-in-Hybrid noch einen kräftigen Vierzylinder-Turbo an Bord hat und es mit seiner 34-kWh-Batterie bei maximal 150 Kilometer elektrischer Reichweite bewenden lässt, verzichtet der Polestar 2 auf einen Verbrenner. Das Mittelklasse-Modell ist das erste batterieelektrische Fahrzeug (BEV) der gesamten Volvo Car Group und soll unter anderem Teslas Model 3 Konkurrenz machen.

Der Polestar 2 steht auf der CMA-Plattform (Compact Modular Architecture), auf der auch der XC40 aufbaut. Er misst in der Länge 4.607 mm, in der Höhe 1.478 mm und in der Breite Breite 1.800 mm. Der Radstand beträgt 2.735 mm. Das Batterie-Paket setzt sich in seiner 78-Kilowattstunden-Konfiguration aus 27 Modulen zusammen und ist im Fahrzeugboden zwischen den Achsen untergebracht. Es trägt zur Steifigkeit des Fahrgestells bei und verbessert auch Geräuschpegel und Vibrationen. So sollen das Geräuschniveau im Vergleich zu herkömmlichen Chassis um 3,7 dB reduziert worden sein.

408 PS, 660 Nm und 78 kWh

In Sachen Ladevorgang bleibt Polestar unverbindlich: Es gebe einen "intelligenten, bequemen und umfassenden Ansatz, mit einer vernetzten digitalen Lösung, die sowohl im Fahrzeug als auch auf mobilen Geräten verfügbar ist". Volvo Submarke wolle eine strategische Kooperationen aufbauen, um den Polestar-2-Fahrern einen einfachen und problemlosen Zugang zu den größten öffentlichen Ladennetzen der Welt zu ermöglichen.

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Maximilián Balázs
Zum Marktstart gab es den Polestar 2 nur als 408 PS starkes Topmodell.

Anfangs – seit der zweiten Jahreshälfte 2020 – bot Polestar nur das Topmodell seines 2ers an. Dessen elektrischer Antriebsstrang produziert 300 kW (als 408 PS) und ermöglicht 660 Nm Drehmoment. In weniger als fünf Sekunden katapultieren die beiden E-Motoren, je einer an der Vorder- und Hinterachse, den Polestar 2 auf Tempo 100. Diese Modellversion verfügt ausschließlich über die große Batterie mit 78 Kilowattstunden. Das entspricht bei einem Energieverbrauch von 19,5 bis 20,3 kWh pro 100 Kilometer nach WLTP einer Reichweite von 450 bis 480 Kilometer.

Nun auch zwei einmotorige Varianten

Etwas kürzer – nämlich 420 bis 440 Kilometer – ist der Aktionsradius des neuen Basismodells mit 64-Kilowattstunden-Akku. Dieses belässt es bei einem Motor, der 165 kW (224 PS) leistet und auf ein maximales Drehmoment von 330 Newtonmetern kommt. Der WLTP-Verbrauch liegt hier bei 17,1 bis 18,9 kWh. Die dritte Modellversion kombiniert das einmotorige Antriebs-Layout – allerdings mit 170 kW (231 PS) starker E-Maschine – mit der großen Batterie. Der Verbrauch liegt hier bei 17,1 bis 18,3 kWh, während die Reichweite auf 515 bis 540 Kilometer steigt.

Polestar 2
Polestar
Das Cockpit des Polestar 2 wird von dem großen aufrecht stehende Touchscreen dominiert.

Die In-Car-Entertainment-Plattform Android Auto, die völlig ohne Smartphone nutzbar ist, feiert im Polestar 2 Premiere. Er dürfte damit das erste Auto sein, das mit Googles nativem OS Android Auto ausgerüstet sein wird. Es bringt eingebettete Google-Dienste wie Google-Assistenten, Google Maps mit Unterstützung für Elektrofahrzeuge und den Google Play Store 5 mit. Zudem verfügt das System über eine Sprachsteuerung, außerdem interagieren Fahrer und Beifahrer über ein elf Zoll großes Touchscreen-Display. Über die Phone-as-Key-Technologie ermöglicht unter anderem auch Carsharing oder Services wie Abholung und Zustellung von Paketen. Große Grafiken auf dem Kombiinstrument informieren den Fahrer über Ladezustand und Reichweite, bei Bedarf noch vor dem Einsteigen.

Kaum optische Unterschiede zur 40.2-Studie

Nähert sich der Fahrer dem Polestar 2, so fährt das E-Auto eine besondere Willkommen-Sequenz über die LED-Scheinwerfer ab – außerdem wird das Polestar-Logo ins Panoramadach projiziert. Auch der klassische Schlüssel hat ausgedient, einen Startknopf gibt es ebenfalls nicht. Erkennt der Polestar 2 das Handy seines Besitzers und, dass der Fahrersitz besetzt ist, geht der Stromer in den "ready to go"-Modus.

Volvo Concept Car 40.2
Volvo
Volvos Concept Car 40.2 stand Pate für das Design des Polestar 2.

Optisch unterscheidet sich der Polestar 2 nur marginal von der Studie Volvo 40.2 von 2016. Die Scheinwerfer erhalten eine andere Optik, die Sicken in den Türen fallen nicht ganz so stark aus und die Heckleuchten sind über ein schmales LED-Band miteinander verbunden. Anstelle der ausfahrbaren Türgriffe sind schnöde Bügelgriffe verbaut und die Kameraspiegel wurden gegen rahmenlose konventionelle Außenspiegel ersetzt. Der Polestar 2 rollt auf mindestens 19 Zoll großen Rädern.

Die Preise starten bei 41.930 Euro

Im Innenraum greift der Fahrer in ein dreispeichiges Lenkrad mit hervorstehendem Pralltopf und schaut auf ein digitales, 12,3 Zoll großes Cockpit. Hingucker ist die Mittelkonsole mit dem aufrecht stehenden Elf-Zoll-Display und dem auffälligen Gangwahlhebel. Die Sitze tragen ein veganes Material namens Weave-Tech; die Zierblenden wurden so behandelt, dass sich beim Betrachten ein 3D-Effekt ergibt.

04/2021; Polestar 2
Polestar
Die Sitze tragen aufpreisfrei einen veganen Bezug namens WeaveTech.

Der Polestar 2 läuft als Links- und Rechtslenker seit Anfang 2020 im chinesischen Luqiao (Provinz Zhejiang) vom Band, wo auch Volvo seine Modelle fertigt. Preislich halten die drei Modellvarianten jeweils 3.000 Euro Abstand zueinander. Die Basisversion kostet in Deutschland 41.930 Euro, die einmotorige Variante mit großer Batterie ist ab 44.930 Euro zu haben und das zweimotorige Topmodell steht mit 47.930 Euro in der Preisliste. Die beiden neuen Polestar 2-Ableger werden ab September 2021 ausgeliefert.

Drei Pakete bündeln die Optionen

Vom bisher bekannten Ansatz der Premium-Hersteller, Sonderausstattungen als Einzeloption anzubieten, entfernt sich Polestar. Einige wenige Dinge gibt es zwar einzeln (etwa Nappaleder, Metallic-Lack, 20-Zoll-Felgen oder eine Anhängerkupplung). Der Hersteller fasst die meisten Ausstattungsdetails aber in drei Paketen zusammen. Das 4.500 Euro teure Plus-Paket beispielsweise bündelt unter anderem ein Panorama-Glasdach, ein Audiosystem mit 13 Lautsprechern, Klimatisierung per Wärmepumpe und Heizungen für alle Sitze sowie das Lenkrad. Im Pilot-Paket für 3.500 Euro finden sich dagegen die zahlreichen Sicherheits- und Fahrerassistenzfunktionen.

Während diese beiden Zusammenstellungen für alle drei Modellvarianten des Polestar 2 zur Verfügung stehen, lässt sich das Performance-Paket für 6.000 Euro nur mit der Topversion kombinieren. Darin sind beispielsweise Öhlins-Dämpfer, eine Vierkolben-Brembo-Bremsanlage an der Vorderachse und 20 Zoll große Schmiederäder enthalten. Die goldenen Sicherheitsgurte, Bremssättel und Ventilkappen von Polestar vervollständigen die Performance-Optik.

Umfrage

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408 PS und Android-Bedienung - kann es der Polestar 2 mit Teslas Model 3 aufnehmen?
Ja, Verarbeitung und Komfort scheinen erheblich besser zu sein.
Nein, bei der wichtigsten E-Auto-Disziplin Reichweite liegt das Model 3 vorn. Außerdem ist es leichter und sportlicher.

Fazit

Mit einem Preis von 41.930 Euro und einer Reichweite von bis zu 540 WLTP-Kilometern rammt der Polestar 2 ein Statement in den E-Automarkt-Boden. Mit progressivem Design, das vom Erfolg der gesamten Volvo-Baureihen getragen wird, sowie dem weltweiten Vertriebs-Ansatz und der Plattform-Strategie mit Volvo sowie Lynk & Co dürfte der Polestar 2 durchaus erfolgreich sein. Zumal ihm die neuen Einstiegsmodelle bei den Absatzzahlen einen ordentlichen Schub verleihen dürften.

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