Formel 1: Heißes Gerücht - Newey will Audi den Teamchef klauen!

Heißes Formel-1-Gerücht
Adrian Newey will Audi den Teamchef klauen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.03.2026
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Jonathan Wheatley - Audi - Bahrain - Test - Formel 1 - 2026
Foto: xpb

Das Stühlerücken bei Aston Martin nimmt einfach kein Ende. In den vergangenen Monaten haben vor allem Ingenieure feststellen müssen, dass es in Silverstone viele Schleudersitze gibt. Das letzte prominente Opfer hieß Andy Cowell. Der ehemalige Mercedes-Motorenboss musste den Posten als Teamchef räumen. Adrian Newey übernahm die Funktion zusätzlich zu seinem Job als Technik-Direktor.

Nach zwei Rennen hat Newey offenbar gemerkt, dass ihn die Aufgaben zu sehr von seiner eigentlichen Arbeit abhalten, die darin besteht, das Auto schneller zu machen. Deshalb soll beim Stardesigner die Erkenntnis gereift sein, wieder einen neuen Teamchef zu suchen, der ihn selbst entlastet. Allerdings gibt es aktuell kaum passende Kandidaten auf dem Markt, die unter dem ungeduldigen Teambesitzer Lawrence Stroll arbeiten wollen.

In den letzten Tagen geisterten einige Namen durch die Szene, die angeblich auf der Liste der Aston-Martin-Verantwortlichen stehen. Darunter auch Martin Whitmarsh, der den Rennstall erst im Oktober 2024 verlassen hatte, um Platz für Neuzugang Cowell zu machen. Auch Ex-McLaren-Teamchef Andreas Seidl wurde ins Gespräch gebracht. Doch der Bayer will sich offenbar nicht vorschnell in ein neues Abenteuer stürzen.

Adrian Newey & Jonathan Wheatley - Red Bull - 2022
Carl Bingham via Getty Images

Wechselt der Audi-Teamchef zu Aston Martin?

Wie die italienische Webseite "Autoracer" und das britische "Autosport"-Magazin am Donnerstag (19.3.) fast gleichzeitig berichteten, soll nun eine ganz neue Variante aus dem Hut gezaubert werden. Angeblich steht Jonathan Wheatley ganz oben auf der Wunschliste von Adrian Newey. Die beiden kennen sich bereits aus alten Zeiten bei Red Bull. Damals war noch Teamchef Christian Horner als dritter Mann im Boot. Wheatley kümmerte sich als Sportdirektor vor allem um das Einsatzteam an der Strecke.

Dass der Brite auch den Job des Teamchefs beherrscht, beweist er gerade bei Audi. In einer Doppelspitze mit Mattia Binotto hat der 58-Jährige in den letzten Monaten den Transformationsprozess von Sauber zu einem Werksteam gelenkt – und das relativ erfolgreich. Der neuformierte Rennstall ist gut aus den Startlöchern gekommen. Gleich im ersten Rennen in Melbourne gab es zwei WM-Punkte.

Jonathan Wheatley - Mattia Binotto - Sauber - GP Österreich 2025 - Spielberg - Formel 1
Andy Hone via Getty Images

Vertrag noch nicht unterschrieben

Wie man hört, soll der Brite aber nicht ganz glücklich mit seinem neuen Leben in der Schweiz sein. Aus persönlichen Gründen ziehe es ihn wieder zurück in die britische Heimat. Ein neuer Vertrag bei Aston Martin ist angeblich noch nicht unterschrieben. Wie es heißt, soll Wheatley aber die Absicht haben, das verlockende Angebot von Adrian Newey anzunehmen.

Sollte es so kommen, wäre es nur eine kurze Stippvisite in Hinwil gewesen. Ende 2024 hatte Wheatley Red Bull verlassen. Nach Ablauf der Arbeitssperre nahm er die neue Aufgabe beim damaligen Sauber-Team im April 2025 an. Wenn sich das Gerücht bewahrheitet, muss sich Audi nun nach nicht einmal einem Jahr erneut nach einem Teamchef umschauen. Die Frage lautet, wie lange Aston Martin warten muss, bis der Wunschkandidat seinen Job antreten darf.

Audi wollte die Gerüchte auf Anfrage von auto motor und sport weder bestätigen noch dementieren: "Wir haben die jüngsten Medienberichte zur Kenntnis genommen. Von unserer Seite gibt es zum jetzigen Zeitpunkt kein offizielles Update zu der Angelegenheit. Wir äußern uns nicht zu Spekulationen", heißt es in einem Statement.

Aston Martin wollte ebenfalls nichts Konkretes zur Sachlage beitragen: "Diese Berichte sind reine Gerüchte und Spekulation. Das Aston-Martin-Team steht voll hinter Adrian Newey als Managing Technical Partner und Teamchef."

Fazit