Safety-Car - GP Belgien 2021 Wilhelm
Impressionen - Formel 1 - GP Belgien - 29. August 2021
Sergio Perez - Red Bull - Formel 1 - GP Belgien - 29. August 2021
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Impressionen - Formel 1 - GP Belgien - 29. August 2021 26 Bilder

Regeln für Rennabbruch: Neuer Punkteschlüssel

Regel-Änderung nach Belgien-Abbruch Weniger Punkte bei frühem Ende

Der Dauerregen beim Belgien-Grand-Prix 2021 hat nur zwei "Rennrunden" hinter dem Safety-Car zugelassen. Für Sieger Max Verstappen gab es am Ende halbe Punkte. Nach den neuen Regeln wären es deutlich weniger.

Der Klassiker in Spa-Francorchamps hat viele Formel-1-Fans verärgert zurückgelassen. Am frustriertesten traten die Zuschauer vor Ort auf den Tribünen die Heimreise an. Vier Stunden hatten sie bei Dauerregen ausgeharrt. Doch eine Wolkenlücke wollte einfach nicht aufreißen. Die erhoffte Show fiel komplett ins Wasser. Um überhaupt ein verwertbares Ergebnis zu bekommen, drehten die Autos am Ende zwei Runden im Kriechtempo hinter dem Safety-Car.

Das Geld für die Tickets bekamen die Zuschauer übrigens nicht erstattet. Als kleine Entschädigung kündigte der Veranstalter lediglich an, dass unter den Pechvögeln aus dem Vorjahr 170 Eintrittskarten für den Belgien-Grand-Prix 2022 verlost werden. Außerdem ist am Donnerstag des nächsten Spa-Rennwochenendes ein exklusives Event an der Strecke geplant, zu dem dann nur die letztjährigen Ticketbesitzer Zutritt haben. Allerdings ist noch unklar, wie das genau aussehen soll.

Der Ärger war aber nicht nur bei den Zuschauern an der Strecke groß. Auch die Formel-1-Fans an den TV-Geräten konnten mehrheitlich nicht nachvollziehen, warum Max Verstappen für seinen geschenkten Sieg 50 Prozent der Punkte erhielt, obwohl von den 44 Runden nur zwei absolviert wurden – und davon am Ende nur eine einzige in die offizielle Wertung einging. Die Reihenfolge entsprach damit genau dem Qualifying-Ergebnis.

Safety-Car - GP Belgien 2021
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In Spa-Francorchamps entsprach das Ergebnis des Qualifyings auch der Reihenfolge des Rennens.

Mehr Punkte-Stufen bei Rennabbruch

Genauso viele Punkte hätte es auch gegeben, wenn das Rennen erst nach 32 Runden – also etwas weniger als 75 Prozent der geplanten Distanz – abgebrochen worden wäre. Deshalb wurde anschließend hinter den Kulissen viel diskutiert, wie man die Regeln für solche Fälle fairer gestalten kann. Die Verantwortlichen wollen beim nächsten Mal besser vorbereitet sein, wenn ein Rennen vorzeitig abgebrochen werden muss oder gar nicht erst angepfiffen werden kann.

Beim Treffen der Formel-1-Kommission am Montag (14.2.) wurde nun die Regeländerung verabschiedet. Der neue Entwurf sieht demnach vor, mehr Stufen in die Punktevergabe einzubauen. Die erste Stufe soll künftig bei einer Renndistanz von nur zwei Runden liegen, wie es in Spa der Fall war. In solchen Fällen bekommen künftig nur noch die ersten fünf Piloten WM-Zähler und zwar nach dem Schlüssel 6-4-3-2-1.

Ein weiterer Schritt ist für eine absolvierte Distanz zwischen 25 und 50 Prozent eingezogen worden. Hier kassieren die neun bestplatzierten Fahrer Punkte (13-10-8-6-5-4-3-2-1). Bei 50 bis 75 Prozent können die Top Ten etwas Zählbares nach Hause mitnehmen (19-14-12-9-8-6-5-3-2-1).

Die neuen Regeln kommen schon in der kommenden Saison zur Anwendung. Im Vorjahr hatte das Ergebnis übrigens keinen großen Einfluss auf die spätere WM-Entscheidung. Verstappen feierte den Titel in Abu Dhabi mit acht Punkten Vorsprung. In Belgien hatte er fünf Zähler mehr abgestaubt als sein Konkurrent Lewis Hamilton. Mit den neuen Regeln wären es nur drei Zähler mehr gewesen.

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