Formel 1: Deshalb durfte Fernando Alonso das Papamobil nicht fahren

Papst-Besuch in Spanien
Deshalb durfte Alonso das Papamobil nicht fahren

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.04.2026
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Fernando Alonso gilt als das Multitalent unter den Rennfahrern. Seine Erfolge in der Formel 1 sind hinlänglich bekannt. Auch beim 24h-Rennen in Le Mans triumphierte der Spanier zwei Mal. Dazu wurde er 2019 Langstrecken-Weltmeister. Beim Indy500 und der Rallye Dakar versuchte sich das Vollgastier ebenfalls, wobei es am Ende aber nichts zu feiern gab.

Wie nun herauskam, hätte Alonso beinahe noch ein weiteres berühmtes Fahrzeug pilotieren dürfen. Yago de la Cierva, der Koordinator des im Juni anstehenden Besuchs von Papst Leo XIV in Spanien, enthüllte im Rahmen einer Pressekonferenz, dass Alonso bei einer früheren Visite von Papst Benedict XVI im Jahr 2011 beinahe mal das Papamobil gefahren wäre.

Im ersten Moment klingt es etwas verrückt, einen Formel-1-Piloten zum Chauffeur des Kirchenoberhaupts zu machen. Doch auch die Kirche kann gute Publicity bekanntlich immer gebrauchen. Fernando Alonso ist in Spanien ein Nationalheld. Der zweifache Weltmeister am Lenkrad des Papamobils wäre eine Riesen-Story gewesen, die für viel Aufmerksamkeit gesorgt hätte.

Fernando Alonso - GP Italien - Monza - 10. September 2011
xpb

Sicherheitspersonal gegen Alonso-Auftritt

Doch am Ende kam es nicht dazu: "Wir haben 2011 nachgefragt, ob Fernando das Papamobil fahren dürfe", verriet Yago de la Cierva. Doch die Reaktion des Sicherheitspersonals aus dem Vatikan fiel negativ aus. "Sie waren außer sich. Sie haben uns gesagt: absolut nicht!"

Versuche, die Security-Verantwortlichen umzustimmen, fruchteten nicht: "Ich habe ihnen gesagt, dass Fernando wohl wisse, wie man ein Auto fährt. Der Papst befinde sich dadurch nicht in Gefahr." Doch am Ende schrieb das Protokoll eine andere Lösung vor: "Sie haben mir gesagt, dass es ein Polizist sein muss, der das Auto fährt", erklärte der Chef des spanischen Organisationskomitees.

Zur damaligen Zeit fuhr Alonso in der Formel 1 noch in Diensten von Ferrari. Trotz der Nähe von Maranello zum Vatikan musste der Plan beerdigt werden. Papst Benedict XVI kam damals zum Weltjugendtag nach Spanien. Alonso ließ es sich aber nicht nehmen, den Pontifex auf einem der Events persönlich zu treffen.

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