Daniil Kvyat - Toro Rosso STR9 / Romain Grosjean - Lotus F1 E22  - F1 2014 xpb
BMW Williams F1 FW25B - GP San Marino 2004
Ferrari F2012 - F1 2012
Nico Rosberg - Mercedes AMG F1 W03 - F1 2012
Sergio Perez - Sauber C31 - F1 2012 26 Bilder

F1-Historie: Die hässlichsten F1-Nasen

Hässliche F1-Nasen Vom Walross bis zur Rüssel-Front

Die Regelmacher sind zuversichtlich, dass die neue Formel-1-Generation 2022 auch ästhetischen Ansprüchen genügt. Das war nicht immer so. Vor allem an der Nase wurden F1-Renner von den Ingenieuren immer wieder böse verunstaltet. Wir blicken noch einmal zurück.

Noch weiß keiner genau, in welcher Form die Rennwagen-Generation 2022 Ende Februar aus den Fabriken rollen wird. Vor allem was die Nasen angeht, ist die Spannung groß. Am vorderen Ende haben die Aerodynamiker besonders viel Spielraum für kreative Ideen. Sowohl bei der Breite als auch bei der Länge sind die Techniker flexibel.

Lange wurde am neuen Reglement herumgedoktert. Die verantwortlichen Ingenieure im Formel-1-Hauptquartier und bei der FIA gaben sich zuletzt optimistisch, dass die Vorgaben von F1-Sportchef Ross Brawn auch wie gewünscht umgesetzt werden. Der ehemalige Mercedes-Teamchef hat den Fans einen modernen und dynamischen Look versprochen.

Marcus Ericsson - Caterham CT05 - F1 2014
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Die Nase des Caterham CT05 wurde noch während der Saison 2014 umgebaut. Eine Schönheit wurde aus dem grünen Renner aber nicht mehr.

Erfolglose Nasenkorrekturen

Doch nicht immer kommt am Ende das heraus, was sich die Regelschreiber vorgestellt haben. Wir erinnern gerne an die Saison 2012, als die Formel-1-Autos plötzlich einen Knick in der Frontpartie trugen. Die Stufe wurde zwar nach einer Korrektur in der Folgesaison glattgebügelt, doch plötzlich stand die Nase der Rennwagen ultrahoch im Wind, was auch nicht gerade ansprechend aussah.

Also wurde der Gesetzestext erneut umgeschrieben, um die Nasenspitze wieder näher in Richtung Boden zu zwingen. Doch auch dieses Mal ging der Schuss nach hinten los. Um möglichst viel Luft an den Nasen vorbei zum Unterboden zu führen, zeichneten die Aerodynamiker das vordere Ende der Nase so schmal wie möglich. Die Form folgt bekanntlich immer der Funktion.

Wer es nett meinte, bezeichnete das Resultat als "Rüssel", die meisten Fans verunglimpften die Kreationen jedoch spöttisch als "Pimmel", was beim Anblick der Monstrositäten auch wirklich nicht unangebracht war. Der Caterham CT05, der Toro Rosso STR9 und der Force India VJM07 stachen besonders negativ aus der Masse heraus.

Jean-Eric Vergne - Scuderia Toro Rosso STR9 - F1 2014
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"Pimmelnasen" wurde die F1-Generation 2014 spöttisch genannt. Viele Fans konnten beim Anblick des Toro Rosso STR9 nur den Kopf schütteln.

Stummelnasen bis 2021

Für 2014 wurde das technische Reglement erneut umgeschrieben. Die Nasen mussten wieder breiter werden. Ganz gelang die Schönheitsoperation aber nicht. Vorne blieb an vielen Autos immer noch ein kleiner Stummel stehen, der bei der Mehrzahl der Rennwagen sogar noch bis in die Saison 2021 erhalten blieb.

Angeführt von Mercedes ging der Trend aber zuletzt eher zu eleganteren Nasen ohne Stummel. McLaren, Renault und Aston Martin folgten dem Beispiel des Silberpfeils. Für 2022 erwarten wir im Gegensatz zu dem in Silverstone vorgestellten Showcar eher schmalere Nasen ganz ohne Stummel. Zu sicher darf man sich da aber nicht sein. Formel-1-Ingenieure sind bekanntlich immer für eine Überraschung gut.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal einige Negativ-Beispiele von besonders verunstalteten Nasen.

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