Mick Schumacher & Sebastian Vettel - Formel 1 - 2021 Motorsport Images
Valtteri Bottas - Mercedes W09 - Testfahrten - Silverstone - Juni 2020
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Valtteri Bottas - Mercedes - Testfahrten - Silverstone - Juni 2020 28 Bilder

Formel 1: Ab 2022 Impfpflicht im Fahrerlager

Neue Corona-Regeln in der Formel 1 Impfpflicht im Fahrerlager

Die Formel 1 will in der nächsten Saison beim Thema Corona auf Nummer sicher gehen. Um größere Ansteckungswellen zu verhindern, schreiben die Verantwortlichen eine Impfpflicht für das komplette Personal vor, das im Fahrerlager arbeitet. Auch VIP-Gäste müssen einen Impfnachweis vorlegen.

Die Königsklasse startet 2022 in ihre dritte Corona-Saison. Wegen Einschränkungen der Reisefreiheit und nationaler Sonderregeln wurde der Kalender in den vergangenen beiden Jahren immer wieder kurzfristig umgestellt. Die Planer in der Formel-1-Zentrale in London fuhren bei der Ansetzung der Grands Prix stets auf Sicht. Bei vielen Rennen mussten die Veranstalter ganz ohne Zuschauer oder mit reduzierten Kapazitäten kalkulieren.

Die Teams hatten ihre Abläufe ebenfalls an die neuen Gegebenheiten angepasst. In den Fabriken wurden strikte Hygiene-Regeln eingeführt. An der Strecke arbeiteten die Rennställe räumlich getrennt voneinander in sogenannten Blasen. Für den Fall von Corona-bedingten Ausfällen wurde stets Extra-Personal auf Abruf in Bereitschaft gehalten.

Auch unter den Fahrern grassierte das Virus. Lewis Hamilton, Sergio Perez, Lance Stroll und Kimi Räikkönen mussten nach Corona-Infektionen sogar Rennen auslassen. Charles Leclerc, Lando Norris, Pierre Gasly und Nikita Mazepin steckten sich ebenfalls an, hatten dabei aber immerhin mehr Glück beim Timing.

TV-Interview-Bereich - Formel 1 - Fahrerlager - 2021
Motorsport Images
Auch die Vertreter der Presse müssen einen Impfnachweis vorlegen, wenn sie aus dem Fahrerlager berichten wollen.

Impfnachweis vorgeschrieben

In der Saison 2022 soll nun endlich wieder etwas Normalität in der Formel 1 einkehren. Um vorhandene Restriktionen abzuschaffen, soll eine allgemeine Impflicht eingeführt werden. Das betrifft alle Personen, die mit dem Tross um die Welt reisen und Zugang zum Fahrerlager benötigen – also nicht nur die Angestellten der Teams und die Fahrer, sondern auch Mitarbeiter des F1-Managements, der FIA, sowie externe Partner, VIP-Gäste und Vertreter der Presse.

Ein Drama wie um Tennis-Star Novak Djokovic ist in der Formel 1 jedoch nicht zu erwarten. Nach letztem Kenntnisstand ist das komplette Fahrerfeld vollständig geimpft. Schon für die Einreise in die USA, nach Katar und Saudi-Arabien im vergangenen Jahr mussten alle Beteiligten einen Impfnachweis vorlegen. Beim Saisonfinale in Abu Dhabi hatten die nationalen Behörden sogar vorgeschrieben, dass der Zugang zum Fahrerlager nur geimpften Personen vorbehalten war.

Eine der prominentesten ungeimpften Personen war Medical-Car-Fahrer Alan van der Merwe. Der gebürtige Südafrikaner hatte sich kurz vor dem Türkei-Grand-Prix 2021 mit dem Virus infiziert und musste wegen fehlender Impfung auch einige Rennen im Saisonendspurt auslassen. Es sei eine bewusste Entscheidung, erklärte der Rennfahrer in Diensten der FIA damals: "Ich weiß, dass dadurch möglicherweise meine Chancen sinken, eine Anstellung zu bekommen und dass meine Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist."

Corona-Maßnahmen - Formel 1 - Fahrerlager - 2021
Wilhelm
Bisher musste die Teams streng voneinander getrennt arbeiten. Das verkomplizierte die Abläufe im Fahrerlager in manchen Fällen.

Einteilung in "Bubbles" wird abgeschafft

Eine überstandene Corona-Infektion soll nach Informationen der britischen "BBC" in der kommenden Saison übrigens nicht von der Impfpflicht befreien. Allerdings soll es bei Härtefällen Ausnahmen geben. Wie diese aussehen, ist aber noch nicht bekannt. Klar ist nur, dass sich die betreffenden Personen im Gegenzug einem strengen Testprogramm unterziehen müssen.

Für alle anderen soll die Zahl der vorgeschriebenen Tests deutlich reduziert werden. Auch die Einteilung in verschiedene Blasen wird nicht mehr vorgeschrieben oder überwacht. Die F1-Verantwortlichen empfehlen den Teams aber, die Kontakte ihrer Angestellten auch weiterhin so gut es geht einzuschränken, um eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu vermeiden.

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