Am Sonntagabend hat die Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) Nägel mit Köpfen gemacht: Der Rennkalender für die Saison 2026 wird nachträglich angepasst, um Formel-1-Weltmeister Max Verstappen einen Start auf der Nordschleife zu ermöglichen.
Zwar kollidiert das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (14. bis 17. Mai 2026) nicht mit einem Formel-1-Grand-Prix, wohl aber die vorbereitenden NLS-Läufe. Ein Start in der Serie vor dem Saisonhöhepunkt ist zwar nicht verpflichtend, jedoch geht kein Fahrer gerne komplett ohne Testlauf in das 24h-Abenteuer. Deshalb wurde nach Möglichkeiten gesucht, noch einen Lauf im Frühjahr ohne Terminkollision einzurichten.
Hinter den Kulissen wurde in den letzten Wochen mit allen Beteiligten intensiv verhandelt. Mercedes-Benz-CEO Ola Källenius und Motorsportchef Toto Wolff sollen sich angeblich persönlich dafür eingesetzt haben, dem viermaligen Weltmeister einen Einsatz im Mercedes-AMG GT3 zu ermöglichen. Mit Erfolg: Die VLN als Ausrichter der NLS stimmte einer "strategischen Kalenderanpassung" vor.

Bei seinem ersten NLS-Rennen mit dem Ferrari 296 GT3 staubte Verstappen direkt den Sieg ab.
NLS-Lauf zwischen China und Japan
Im neuen Terminkalender wird nun der zweite Saisonlauf verlegt. Statt wie ursprünglich geplant am 28. März 2026 – parallel zum Großen Preis von Japan – findet das Rennen nun bereits am 21. März statt. Der neue Termin liegt zwischen den Formel-1-Stationen China und Japan und schafft damit ein Zeitfenster für Verstappen.
"Die Entscheidung, einen frühzeitig feststehenden Termin zu verschieben, haben wir mit vielen Beteiligten in intensiven Gesprächen und unter Abwägung aller Interessen im Sinne des Motorsports getroffen", erklärt NLS-Geschäftsführer Mike Jäger. Der Mehrwert sei offensichtlich: "Den weltweiten Bekanntheitsgrad, den die NLS im vergangenen Jahr durch die Teilnahme von Max Verstappen erzielt hat, wollen wir zum Nutzen aller Teams und Teilnehmer weiter ausbauen."

2026 steigt Verstappen wohl vom Ferrari auf den Mercedes-AMG GT3 um. Erste Testfahrten hat der Formel-1-Star schon absolviert.
Verstappen fährt Mercedes
Damit der Wechsel möglich wurde, zeigte sich auch die Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) kooperativ und tauschte ihren Termin mit der NLS. Die Breitensport-Serie wollte am 21. März eigentlich ihren Saisonauftakt feiern. Der findet nun eine Woche später statt. Der Nürburgring selbst gab ebenfalls grünes Licht für die Planänderung.
Damit steht der 24h-Rennen-Premiere von Max Verstappen in diesem Jahr nichts im Weg. Die Freigabe von Red Bull wurde dem vierfachen Weltmeister bereits erteilt. Dass er mit einem Mercedes-AMG GT3 an den Start geht, gilt auch gesetzt. Bei seinem ersten NLS-Einsatz im Vorjahr saß der Formel-1-Star noch in einem Ferrari 296 GT3.












