Als eines der letzten Teams hat sich nun auch McLaren aus der Deckung getraut. Der Traditionsrennstall veröffentlichte zum Testauftakt in Barcelona am Montag (26.1.) die ersten Renderings des MCL40. Der neue Rennwagen soll natürlich an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen, der 2025 die Titel in der Konstrukteurs- und der Fahrerwertung nach Woking holte.
Bilder vom echten Auto gibt es vorerst noch nicht. McLaren hatte bereits in der Vorwoche mitgeteilt, dass man beim Start der Wintertests in Barcelona nicht dabei ist. Erst zum zweiten oder dritten Testtag wolle man in die sogenannte Shakedown-Woche einsteigen. Solange das Auto nicht auf der Strecke unterwegs ist, müssen sich die Fans mit den Computer-Bildern zufriedengeben.
Auch die endgültige Lackierung hält McLaren noch unter Verschluss. Der große Saison-Launch soll erst zur zweiten Testwoche in Sakhir vor den Augen der bahrainischen Mehrheitseigentümer erfolgen. Dann kommt auch endlich der traditionelle Papaya-Anstrich auf den Rennwagen. In Barcelona sind Lando Norris und Oscar Piastri noch in einer sehr dunklen Tarnlackierung unterwegs, die es der Konkurrenz erschweren soll, technische Details zu erkennen.
McLaren MCL40 mit langer Nase
So ist zu erwarten, dass die ersten Renderings längst nicht alle technischen Details enthüllen. Ein paar interessante Aspekte sind dennoch schon zu erkennen. Das fängt vorne bei der lang gezogenen Nase an. Die rundliche Spitze ragt weit über den Frontflügel hinaus. Die ersten Bilder der Konkurrenz hatten eigentlich vermuten lassen, dass eine kürzere Lösung von den meisten Ingenieuren bevorzugt wird.
Die Befestigung des Flügels wächst seitlich aus der Nase heraus. Das Hauptblatt des Flügels ragt auf Höhe der Endplatten relativ weit nach oben. Die Flaps formen einen markanten Schwung. Das haben wir bei den Autos der Konkurrenz auch schon deutlich flacher gesehen. Die neuen Regeln scheinen hier verschiedene Formen zuzulassen.
Auf dem Weg weiter nach hinten fällt auch die Vorderradaufhängung ins Auge. Wie Ferrari, Red Bull und Audi wechselt McLaren hier auf eine Pushrod-Dämpfung. Die einzigen Autos, die vorne noch auf ein Pullrod-System setzen, sind nach dem letzten Stand Alpine und Cadillac. Vom Aston Martin war allerdings noch nichts zu sehen.

Das Tarndesign kann nicht verschleiern, dass die Nase relativ lang nach vorne ragt.
Verteidigt McLaren die Startnummer 1?
Bei den sogenannten Floor-Boards, also den vertikalen Leitblechen am vorderen Ende des Unterbodens, geht McLaren eigene Wege. Bei vielen anderen Autos sind die Carbon-Elemente horizontal geschlitzt. Bei McLaren zeigen sie eine geschlossene Dreiecksform, ohne besondere Details. Gut möglich, dass uns hier noch nicht die endgültige Version gezeigt wurde.
Das gilt auch für die Seitenkästen. Die Kühleinlässe vorne sind relativ groß geraten. Der Verkleidung dahinter ragt weit nach außen und dann in einem eleganten Schwung zum Heck. Ecken und Kanten sucht man hier vergeblich. Am Ende der Motorhaube erkennt man wie bei vielen Konkurrenzmodellen eine große Finne, auf der die Startnummer lackiert ist.
Apropos Startnummer: Weltmeister Lando Norris wird diese Saison mit der 1 ins Rennen gehen. Das Rendering-Modell trägt die neue Startnummer des Briten auf der Nase. Die 81 von Oscar Piastri wurde auf das Airbox-Segel geklebt. Interessant ist auch noch ein Blick auf die Felgen. Bis auf einen breiten äußeren Kranz, der in den Farben des Sponsors Google lackiert ist, sind die Speichen relativ stark geöffnet.












