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Michael Schumacher 2006: Kein Happy End zum Abschied

Im Jahr 2006 schließt sich das Kapitel Schumacher in der Formel 1 vorerst. Gerne würde sich der Deutsche mit einem Titel von seinen Fans verabschieden. Doch Fernando Alonso kann Schumacher erneut hinter sich lassen. Auf eine Revanche muss der Schumi drei Jahre lang warten.

Schumacher ahnt schon zu Saisonbeginn, dass es seine letzte Saison wird. Er weiß, dass für 2007 Kimi Räikkönen bei Ferrari im Anmarsch ist. Er muss sich bis Juli entscheiden, ob er bleibt oder ob er seinem neuen Teamkollegen Felipe Massa eine Zukunft bei Ferrari eröffnet.

Schumacher will Titel zum Abschied

Schumacher will noch einmal den Titel. In der ersten Saisonhälfte ist Renault überlegen. Alonso nutzt das mit sechs Siegen eiskalt aus. Schumacher steht nur beim GP San Marino und beim GP Europa ganz oben.

Der Sieg in Imola ist die perfekte Revanche für die Niederlage vom Vorjahr. Diesmal versucht Alonso zu überholen und kommt am Ferrari nicht vorbei. Ab dem GP USA schlägt das Pendel um. Ferrari hat Renault überholt, vor allem weil das chancenlose McLaren-Team gegen den Massedämpfer im Renault R26 mobil macht. Den hat zwar Ferrari auch an Bord, doch nur im Renault funktioniert der Schwingungsdämpfer, der den Wagenkörper in Ruhe hält, perfekt.

Konkurrenz schwächelt

Ferrari kommen die Störfeuer von McLaren gelegen. Das schwächt Renault. Es dauert, bis Alonso seinen Frust gegen die politischen Winkelzüge der vermeintlichen Allianz FIA-Ferrari verdaut hat. Er rettet seinen Vorsprung durch Zielankünfte über die nächsten Rennen.

In Monza gibt Schumacher den allseits erwarteten Rücktritt bekannt. Stilecht mit einem Sieg. Beim GP China ist Alonso wieder auf Erfolgskurs, doch ausgerechnet in der Regenschlacht von Shanghai bringt ihm der alte Mann eine empfindliche Niederlage bei. Schumacher steuert auf seinen achten Titel zu, als ihm in Suzuka ein Motorschaden zehn Punkte raubt.

Furiose Fahrt zum Abschied

Alonso genügt im Finale ein einziger Punkt. Schumachers Pechsträhne hält an. Im K.O.-Training muss er wegen einer defekten Benzinpumpe kampflos mit ansehen, wie Alonso auf Startplatz vier fährt, während er auf Rang zehn hängenbleibt. Dann schlitzt ihm Alonsos Teamkollege Fisichella im Kampfgetümmel einen Hinterreifen auf.

Absicht oder nicht? Daran glaubt nicht einmal Schumacher: "Kann passieren, wenn man wie ich im hinteren Feld startet und nach vorne will." Der fällige Boxenstopp wirft Schumacher weit zurück. Danach fährt der angehende Rentner das vielleicht beste Rennen seiner Karriere. Er kämpft sich auf Platz vier zurück, belohnt mit der schnellsten Rennrunde.

Alonso reicht ein zweiter Platz zum Titel. Für Schumacher schließt sich das Tor des Fahrerlagers am Abend des 22. Oktober 2006 zum vorerst letzten Mal. Auf ein Wiedersehen am 14. März 2010 in Bahrain.

Übersicht: Rennstatistik von Michael Schumacher
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