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Haas 2023 mit Nico Hülkenberg: Schumacher ist raus

Haas bestätigt Hülkenberg für 2023 Schumacher raus bei Haas

Haas hat endlich die Fahrerwahl für die F1-Saison 2023 bekanntgegeben. Mit Nico Hülkenberg kehrt ein alter Bekannter in die Königsklasse zurück. Mick Schumacher muss das US-Team verlassen. Der Youngster wird wahrscheinlich als Ersatzfahrer bei Mercedes andocken.

Die Formel 1 ist ein hartes Geschäft. Nach zwei Jahren in der obersten Spielklasse des Motorsports ist der Spaß für Mick Schumacher auch schon wieder vorbei. Wie der Haas-Rennstall am Donnerstag (17.11.) bestätigte, hat der Sohn des siebenfachen Weltmeisters Michael Schumacher keinen neuen Vertrag für die nächste Saison bekommen und muss das Team in der Winterpause somit verlassen.

Vor der Saison waren sich alle Experten einig, dass Schumi das Teamduell gegen den 30-jährigen Rückkehrer Kevin Magnussen gewinnen müsse, wenn er sich eine große Zukunft in der Formel 1 erhofft. Doch dieses Ziel wurde leider nicht erreicht. Nach Punkten liegt Schumacher nach 21 Rennen 12:25 im Rückstand. Das Quali-Duell ging ebenfalls klar verloren (5:16).

Dass Schumacher vor allem zu Saisonbeginn einige teure Abflüge produzierte, half natürlich auch nicht, die Teamführung von seinen Talenten zu überzeugen. So kam die spürbare Formsteigerung in der zweiten Hälfte des Jahres wohl etwas zu spät. Die Zahl der Highlights war einfach zu gering. Zur Verteidigung des Piloten muss allerdings angefügt werden, dass auch Pech mit Technik und Taktik immer wieder dazu führten, dass der erhoffte Durchbruch ausblieb.

Zum Abschied gab es von Haas-Teamchef Guenther Steiner nur noch ein paar nette Worte: "Ich möchte mich bei Mick für seinen Beitrag in den letzten beiden Jahren bedanken. Seine Erfolge in den Juniorserien sind bekannt, bei uns ist er weiter gewachsen und hat sich als Fahrer weiterentwickelt, was dann ja auch zu seinen ersten Punkten in dieser Saison geführt hat. Wir gehen in der Zukunft zwar getrennte Wege, wünschen Mick aber alles Gute auf den nächsten Schritten seiner Karriere."

Mick Schumacher - GP Singapur 2022
Haas
Mick Schumacher wartete bei Haas vergeblich auf den Durchbruch.

Hülkenberg gibt sein Comeback

Bei der Besetzung des freigewordenen Cockpits setzen die Haas-Verantwortlichen auf den Faktor Erfahrung. Als neuen Mann haben sie sich deshalb Nico Hülkenberg geangelt. 181 Mal war der Deutsche für Williams, Force India (bzw. Racing Point), Sauber, Renault und Aston Martin am Start. Neben 521 WM-Punkten steht auch eine Pole Position 2010 in Sao Paulo in seiner Vita. Dazu kommt noch ein Le-Mans-Gesamtsieg 2015 mit Porsche.

Nur einen kleinen Statistik-Makel konnte der 1,84 lange Schlaks aus dem Rheinland bisher nicht ausradieren. Vielleicht klappt es ja bei Haas endlich mit dem lang ersehnten Premieren-Podium. Zuletzt war es etwas ruhiger um den Routinier geworden. Nach dem Abschied von Renault am Ende der Saison 2019 musste sich der Pilot drei Jahre lang mit Aushilfsjobs zufriedengeben.

Dabei durfte "Hülk" 2020 zwei Mal den Racing Point fahren, zwei Mal saß er 2022 im Aston Martin – jeweils, weil die Stammpiloten an Corona erkrankt waren. In der kommenden Saison bekommt er nun endlich wieder ein eigenes Auto. Die gute Erfahrung mit Magnussen hat Besitzer Gene Haas und Teamboss Guenther Steiner offenbar davon überzeugt, dass ein Fahrer nicht schlechter wird, nur weil er mal eine Auszeit von der Formel 1 genommen hat.

Nico Hülkenberg - Aston Martin - Formel 1 - GP Saudi-Arabien - Jeddah - 24. März 2022
Motorsport Images
Nico Hülkenberg absolvierte zuletzt mehr Einsätze als TV-Experte als Rennfahrer.

"Hülk" bringt Verlässlichkeit

"Die Erfahrung und das Wissen, das Nico mitbringt, sind bei fast 200 Grand-Prix-Starts unbestritten. Er hat den Ruf eines starken Qualifiers und eines verlässlichen Racers. Mit diesen Qualitäten, die wir mit der Erfahrung von Kevin Magnussen paaren, bekommen wir in der nächsten Saison ein zuverlässiges Fahrerduo, das uns in der Rangfolge der Teams nach vorne bringen soll", lobte Steiner seine Neuverpflichtung.

Wie lange der Vertrag mit dem Emmericher läuft, wollte der Rennstall bei der Verkündung nicht verraten. Weil bei einer Laufzeit ab zwei Saisons gerne von einem mehrjährigen Vertrag gesprochen wird – was hier nicht der Fall ist – gehen wir zunächst von nur einem Jahr aus. Der erste Einsatz für Hülkenberg für seinen neuen Arbeitgeber steht übrigens schon fest. Am Dienstag nach dem Saisonfinale wird der Rückkehrer bei den Reifentests in Abu Dhabi seine Haas-Premiere feiern.

Hülkenberg freut sich bereits auf das Comeback: "Ich hatte nie das Gefühl, die Formel 1 verlassen zu haben. Natürlich freue ich mich über die Möglichkeit, jetzt wieder das machen zu können, was ich so sehr liebe. Ich möchte mich bei Gene Haas und Guenther Steiner für das Vertrauen bedanken. Wir haben im Duell mit den anderen Mittelfeldteams viel Arbeit vor uns. Ich kann es kaum erwarten, in diesen Kampf eingreifen zu können."

Mick Schumacher & Lewis Hamilton - GP Singapur 2022
Wilhelm
Schumacher wird wohl 2023 einen Job als Aushilfsfahrer bei Mercedes bekommen. Vielleicht sehen wir ihn ja bald im Silberpfeil wieder.

Schumacher als Ersatz bei Mercedes

Das Comeback von Hülkenberg sollte auch Mick Schumacher Hoffnung machen. Für den 23-jährigen Wahlschweizer ist der Formel-1-Traum längst noch nicht ausgeträumt. Wie man hört, will ihn Mercedes als Test- und Ersatzfahrer für die kommende Saison verpflichten. Mit Auslaufen des Vertrags als Ferrari-Junior am Ende der Saison stünde dem Wechsel zum britisch-deutschen Werksteam nichts mehr im Weg.

Schumacher würde in dieser Position nicht nur dann einspringen, wenn beim Werksteam ein Pilot ausfällt, sondern auch bei den Kundenteams McLaren und Williams. Bei Aston Martin käme Schumacher im Fall der Fälle übrigens nicht zum Einsatz. Die Briten haben mit Felipe Drugovich und Stoffel Vandoorne mittlerweile eigene Ersatzfahrer.

Eine kleine Chance gibt es für Schumacher sogar noch auf ein Stammcockpit in der kommenden Saison. Wenn Logan Sargeant doch nicht wie erwartet die Superlizenz bekommt, würde Schumi bei Williams für den US-Amerikaner nachrücken. Formel-2-Pilot Sargeant müsste beim Finale in Abu Dhabi mindestens den siebten Platz in der Fahrerwertung sichern, um genügend Punkte für den F1-Führerschein zu erhalten. Aktuell liegt er im Klassement auf Rang drei.

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