Von der Formel 1 zum Elektro-SUV: Dieses Auto fährt Sebastian Vettel heute

Von der Formel 1 zum Elektro-SUV
Dieses Auto fährt Sebastian Vettel heute

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.02.2026
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Die Formel-1-Karriere hat Sebastian Vettel offiziell abgehakt. Einmal ausprobieren würde er die neue Generation von Rennautos schon ganz gerne. Dafür reiche die Fitness noch, sagte der Heppenheimer vor wenigen Tagen bei seinem Auftritt in der österreichischen Sendung "Sport und Talk" beim Red-Bull-Haussender Servus TV. "Aber für eine ganze Saison bin ich schon zu lange raus."

Vettel nutzt die freie Zeit als Renn-Rentner aktuell für verschiedene Projekte, die mit dem Rennsport aber nicht viel zu tun haben. Der 38-Jährige nutzt seine globale Strahlkraft, um vor allem auf wichtige Umweltthemen aufmerksam zu machen und sich dem Thema Klimaschutz zu widmen, so wie er es ja auch schon in den letzten Jahren seiner aktiven Karriere tat.

Dass es möglich ist, Menschen davon zu überzeugen, den eigenen Lebensstil zu überdenken, weiß Vettel aus eigener Erfahrung. Er hat nämlich selbst einen bemerkenswerten Sinneswandel hinter sich. Zu Beginn seiner Karriere galt der Rennfahrer noch als absolutes Vollgastier, für den nur Speed und Power zählten. Mittlerweile hat der Familienvater das große Ganze im Blick.

Formel 1 mit Vorreiterrolle

Mit Interesse verfolgt Vettel auch die Diskussionen über die aktuelle Formel 1. Die Situation erinnert ihn etwas an das Jahr 2014, in dem die Hybrid-Technik ihren Erfolgszug in der Königsklasse antrat. Auch damals gab es zu Beginn viele skeptische Töne. Vettel selbst war damals einer der größten Kritiker, was sicher auch mit dem stotternden Renault-Motor in seinem Red-Bull-Renner zusammenhing.

"Eine Batterie gehört ins Handy und nicht ins Auto", soll der Pilot damals gesagt haben. Diesen Satz würde er vermutlich heute nicht mehr so wiederholen. Vettel ist es wichtig, dass die Formel 1 eine Vorreiterrolle für den Straßenverkehr spielt, wenn es darum geht, CO₂-Emissionen zu reduzieren und neue Technologien zu entwickeln.

Vettel hofft, dass die Fahrer und die Fans der neuen Formel 1 eine Chance geben: "Es ist wichtig, die aktuelle Technik genau zu erklären und zu vermitteln, was dahintersteckt, damit die Formel 1 auf dem aktuellen Hoch bleibt. Man sollte dem Ganzen etwas Zeit geben. Die Formel 1 muss dann aber relativ schnell feststellen, ob das der richtige Weg ist oder ob es noch andere Wege gibt."

Volvo EX90 (Modelljahr 2024) Exterieur
Volvo

Privat fährt Vettel elektrisch

Vettel spielt damit auf die Frage an, ob die Formel 1 in Zukunft nur noch auf CO₂-neutrales Benzin setzt, um die Klimaziele zu erfüllen, oder ob der Elektro-Anteil weiterhin eine Hauptrolle beim Antrieb spielen darf. Obwohl nachhaltige Kraftstoffe für den Straßenverkehr aktuell noch nicht flächendeckend verfügbar sind, tendieren die Formel-1-Bosse aktuell eher zu einer Lösung mit weniger E-Power für die nächste Antriebsgeneration.

Privat ist Sebastian Vettel dagegen schon voll auf der Elektro-Schiene angekommen. Auf Anfrage von auto motor und sport verriet der 53-fache Grand-Prix-Sieger, mit was für einem Auto er seine täglichen Besorgungen unternimmt. Demnach nuckelt in der heimischen Garage aktuell ein Volvo EX90 an der Wallbox.

Der vollelektrische Siebensitzer bietet neben viel Platz auch viel Komfort. Als besonders dynamisch gilt der Schweden-SUV dagegen nicht. "Ich verstehe, dass das Autofahren für viele Menschen etwas ganz Tolles ist. Aber ich suche nicht den Kick, wenn ich auf der Straße fahre", begründet der Ex-Pilot die Wahl.

Best Cars 2021, VW Multivan
VW

Fan vom Bulli und vom 911

Seine frühere Sammlung hochpotenter Ferrari-Sportwagen hat Vettel längst verkauft. Neben dem Volvo EX90 steht für längere Familienausflüge auch noch ein Bulli parat. Den VW T6.1 Multivan hat der Wahlschweizer schon mehrere Jahre in der Garage. Schon lange hat Vettel ein Faible für die zuverlässigen Lastesel aus Wolfsburg.

Dabei war es in der aktiven Formel-1-Zeit nicht immer ganz so einfach, herauszufinden, mit welchen Fahrzeugen der vierterfolgreichste Rennfahrer aller Zeiten privat unterwegs war. Sein damaliger Arbeitgeber Ferrari achtete strikt darauf, dass Vettel nicht mit markenfremden Fabrikaten in Verbindung gebracht wurde.

Zuletzt streckte der Pilot seine Fühler zur Konkurrenz in Zuffenhausen aus. Im Le-Mans-Renner Porsche 963 spulte Vettel sogar schon Testfahrten ab. Zu einem Renneinsatz ist es bisher aber nicht gekommen. Wie man hört, soll der prominente Gastpilot ab und zu auch in einem Porsche Taycan unterwegs sein. Und bei der Frage, für welchen Sportwagen er sich heute entscheiden würde, klingt Vettel schon fast wie ein künftiger Porsche-Markenbotschafter: "Mit einem 911 kann man nichts falsch machen!"

Fazit