Verspätungsdrama bei Williams: Neues Auto wird nicht rechtzeitig fertig

Verspätungsdrama bei Williams
Neues Auto wird nicht rechtzeitig fertig

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.01.2026
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Die Vorbereitung auf das neue Technik-Zeitalter gestaltet sich für alle Teams anspruchsvoll. Strengere FIA-Sicherheitsvorgaben und ambitionierte Mindestgewichtsvorgaben treiben den Entwicklungsaufwand in die Höhe. Hinzu kommt, dass der erste Barcelona-Test früher im Kalender liegt als in den vergangenen Jahren. Selbst gut vorbereitete Teams hatten einen schwierigen Winter.

Williams-Teamchef James Vowles hatte stets betont, wie entscheidend es sei, eine Wiederholung der Probleme aus dem Jahr 2024 zu vermeiden. Damals war der Rennwagen verspätet und übergewichtig in die Saison gestartet. Die Folgen waren erheblich: Produktionsengpässe, eingeschränkte Teileverfügbarkeit und ein Entwicklungsplan, der über Monate unter Druck stand.

Um ein ähnliches Szenario zu verhindern, beendete Williams die Weiterentwicklung in der Vorsaison extrem früh, um ausreichend Zeit für den Nachfolger zu haben. Im Interview mit auto motor und sport am Rande des Brasilien-Grand-Prix 2025 war James Vowles noch optimistisch, dass der FW48 als eines der ersten Autos im Feld auf den eigenen Prüfständen läuft. Dazu kündigte der Teamchef noch einen Shakedown vor der ersten Barcelona-Testwoche an.

Williams - Fan-Voting - Design für Testfahrten 2026
Williams

Williams bestätigt Test-Absage

Doch dann kamen in dieser Woche erstmals Gerüchte auf, wonach es erneut Schwierigkeiten beim Aufbau der neuen Autos gebe. Ein am Donnerstagabend veröffentlichtes Video vom ersten Start des Mercedes-Motor im neuen Chassis sollte die Spekulationen im Keim ersticken. Doch klar war auch, dass andere Teams mit dem sogenannten "Fire-Up" deutlich früher dran waren.

Am Freitag folgte schließlich die Bestätigung: Williams wird den Barcelona-Test komplett auslassen. Offiziell wurden Verzögerungen im FW48-Programm dafür verantwortlich gemacht. Stattdessen will Williams die Zeit für Testläufe mit dem Auto auf den Prüfständen nutzen.

James Vowles - Williams - GP Miami 2025 - Formel 1
Charly Triballeau via Getty Images

Verspätung noch aufzuholen?

Der Verzicht auf Testzeit auf der realen Strecke dürfte jedoch ein klarer Nachteil sein – selbst wenn anschließend noch zwei Testwochen in Bahrain anstehen. Wer in Barcelona nicht fährt, startet unweigerlich mit Rückstand in die Feinabstimmung von Setup, den neuen Abläufen beim Energie-Management und natürlich beim Thema Zuverlässigkeit.

Für Williams ist das besonders bitter. Nach zwei Podestplätzen im Jahr 2025 und Rang fünf in der Teamwertung sollte 2026 der nächste Schritt im Aufwärtstrend folgen. McLaren hat auch schon mitgeteilt, dass man erst am zweiten oder dritten Tag in Barcelona aufschlägt. Das Weltmeisterteam will aber auf jeden Fall die erlaubten drei Testtage in Katalonien abspulen.

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