Preiserhöhungen bei VW zum Juli: Euro 7 macht Verbrenner nochmals teurer

Preiserhöhungen bei Volkswagen
VW-Verbrenner werden wegen Euro 7 nochmals teurer

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.06.2026
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VW Volkswagen Verbrenner Preise
Foto: Volkswagen / Schönfeld

Volkswagen erhöht zum 2. Juli 2026 die Preise für seine Modelle mit Benzin- und Dieselmotoren. Je nach Baureihe steigen die Anschaffungskosten dabei um 1,0 bis 1,2 Prozent. Das bestätigte uns eine Sprecherin, nachdem ein internes Schreiben an VW-Händler von den Kollegen der Automobilwoche zitiert worden war. Betroffen von der Preiserhöhung sind zahlreiche Verbrennermodelle der Marke, darunter Bestseller wie Golf, Tiguan, Passat oder Taigo. Elektroautos der ID-Familie bleiben von der aktuellen Preisrunde unberührt.

Euro-7-Norm sorgt für höhere Kosten

Als Grund für die Preisanpassung nennt VW die zusätzlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Euro-7-Abgasnorm. Die verschärften Vorschriften erforderten technische Anpassungen und aufwendigere Nachweise zur Einhaltung der Emissionsgrenzwerte über die gesamte Fahrzeuglebensdauer. Einen Teil dieser Mehrkosten gibt der Hersteller nun an die Kunden weiter. Die Erhöhung fällt jedoch vergleichsweise moderat aus. Bei einem Fahrzeug mit einem Listenpreis von 40.000 Euro bedeutet ein Aufschlag von 1,2 Prozent Mehrkosten von rund 480 Euro.

Die aktuelle Preisrunde fällt damit kleiner aus als in den vergangenen Jahren. Zum Modelljahr 2026 hatte Volkswagen die Preise für Verbrennermodelle zum 21. August 2025 im Durchschnitt um 1,5 Prozent angehoben. Lediglich der T-Roc blieb damals kurz vor seinem Generationswechsel von der Anpassung ausgenommen. Noch deutlicher fiel die Erhöhung ein Jahr zuvor aus. 2024 verteuerte Volkswagen seine Verbrennermodelle je nach Baureihe um bis zu 4,2 Prozent. Vor diesem Hintergrund erscheint die jetzt angekündigte Anpassung von maximal 1,2 Prozent vergleichsweise zurückhaltend.

Elektroautos bleiben verschont

Wie bereits bei der Preisrunde 2025 sind die Elektroautos der ID-Baureihe auch diesmal nicht von höheren Grundpreisen betroffen. Dazu zählen die Modelle ID.3, ID.4, ID.5 und ID.7. Mit stabilen Preisen will Volkswagen die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stärken und gleichzeitig die CO₂-Bilanz seiner Neuwagenflotte verbessern.

Ganz ohne Aufschläge kommen allerdings auch E-Auto-Käufer nicht aus. Bereits im vergangenen Jahr hatte VW angekündigt, die Preise zahlreicher Sonderausstattungen unabhängig von der Antriebsart anzuheben. Betroffen waren unter anderem Sonderlackierungen, Design- und Sportpakete sowie moderne Lichtsysteme. Trotz der erneuten Preisanhebung argumentiert Volkswagen, dass Neuwagen im Verhältnis zur allgemeinen Preisentwicklung (Inflation) nicht teurer geworden seien.

Hersteller stehen unter wachsendem Kostendruck

Die Euro-7-Norm erhöht den finanziellen Aufwand für die Hersteller deutlich. Gleichzeitig investieren die Unternehmen Milliardenbeträge in Elektromobilität, Batterietechnik und Softwareentwicklung. Die Folge sind steigende Entwicklungskosten für Fahrzeuge aller Antriebsarten. Volkswagen dürfte nur den Anfang machen und einen Teil dieser Belastungen an die Kunden weiterreichen. Üblicherweise erfahren Autokäufer von Preiserhöhungen erst durch einen Blick in den Konfigurator.

Fazit