DTM Oschersleben 2022 - Start DTM

ADAC-Pläne für DTM: DNA bleibt erhalten

DTM-Pläne des ADAC DTM behält DNA, GT Masters wird Langstreckenformat

Ein größerer Fokus auf Deutschland, Synergien mit den anderen Plattform-Serien und eine neue Aufmachung für das GT Masters – der ADAC hat seine Pläne für die Zukunft der DTM vorgestellt. Die Botschaft ist deutlich: Die DNA der Traditionsserie soll erhalten bleiben.

Nach turbulenten Wochen herrscht nun endlich mehr Klarheit. Der ADAC, der vergangene Woche die Übernahme der DTM-Markenrechte von Gerhard Berger bestätigt hat, präsentierte am Donnerstag (8.12.) seine Pläne für Deutschlands wichtigste Renn-Meisterschaft. Auch unter dem Dach von Europas größtem Automobilclub soll sie für absoluten Spitzensport stehen.

Wie in den vergangenen vier Jahrzehnten wird ein Fahrer ein Fahrzeug pilotieren. Pro Event soll es weiter zwei Läufe geben, die obligatorische Reifenwechsel enthalten. Im Gegensatz zum GT Masters handelt es sich um sogenannte Performance-Boxenstopps, es gibt also keine Mindeststandzeit.

Während das Konzept somit per se unangetastet bleibt, werden sich jedoch einige Details ändern. Die Reifen liefert zukünftig nicht mehr Michelin, sondern der Formel-1-Partner Pirelli. Dieser rüstet bereits einen Großteil der weltweiten GT3-Meisterschaften aus. Auch bei der Balance of Performance (BoP) folgt der Wechsel auf "Einheitsware". Die SRO Motorsports Group, welche unter anderem die GT World Challenge Europe austrägt, liefert ab 2023 die Einstufungsdaten.

ADAC Präsentation DTM 2022
ADAC
Dieselbe DNA, aber neue Details: Das Grundprinzip der DTM bleibt erhalten.

Mehr Nachhaltigkeit, mehr Deutschland

Während die DTM unter Gerhard Berger eine zeitnahe Elektrifizierung anvisiert hat, setzt der ADAC zunächst auf erneuerbare Kraftstoff-Beimischungen. Partner Shell lieferte bereits in diesem Jahr für das GT Masters einen Sprit, "der aus 50 % erneuerbaren Komponenten besteht." Zudem soll die Initiative "Bottle Free Zone" von BWT zur Vermeidung von Plastikmüll im Fahrerlager durch die DTM noch stärker nach außen getragen werden.

Beim Kalender reagiert der ADAC auf die kritisch beäugte Internationalisierung der letzten Jahre und verspricht einen Markenkern Deutschland. Quasi zur Bestätigung dieser Ambition holt man Oschersleben nach acht Jahren Pause zurück in den Terminplan und veranstaltet dort am Pfingstwochenende den Auftakt. Trotzdem wird es mit dem zweiten Wochenende in Zandvoort und dem vorletzten Wochenende in Spielberg zwei – gern gesehene – Ausflüge in Nachbarländer geben.

Weitere wichtige Nachrichten für die deutschen Fans: Die Zukunft des Norisrings ist gesichert und auch der Sachsenring feiert nach 20 Jahren seine Rückkehr. Überschneidungen mit großen GT3-Veranstaltungen und Großevents wie Le Mans wurden explizit vermieden.

Termine DTM 2023, Änderungen vorbehalten

26.05. – 28.05.2023 – Motorsport Arena Oschersleben

23.06. – 25.06.2023 – Circuit Zandvoort / NL

07.07. – 09.07.2023 – Norisring

04.08. – 06.08.2023 – Nürburgring

18.08. – 20.08.2023 – DEKRA Lausitzring

08.09. – 10.09.2023 – Sachsenring

22.09. – 24.09.2023 – Red Bull Ring / A

20.10. – 22.10.2023 – Hockenheimring Baden-Württemberg

ADAC Präsentation DTM 2022
ADAC
So ordnet der ADAC seine zukünftigen Serien in einer Pyramide ein.

ADAC GT Masters bleibt erhalten

Die seit 2007 existierende GT-Masters-Serie wird ab der kommenden Saison unter dem Namen "DTM Endurance" mehr in Richtung Langstrecke wandern. Unter diesem Dach gehen die GT3-Fahrzeuge bei sechs bis sieben Veranstaltungen zusammen mit den Sportwagen des Prototype Cup Germany an den Start. Da es noch einige Abstimmungsarbeit gibt, sollen weitere Details später folgen. Fester Bestandteil des DTM-Programms sind neben der neuen DTM Endurance auch die ADAC GT4 Germany, der BMW M2 Racing Cup und der Porsche Carrera Cup Deutschland. Bezüglich Classic-Rennen wird noch verhandelt.

Fragezeichen bleiben auch beim TV-Deal. Hier kommuniziert der ADAC zurückhaltend: "Die DTM wird 2023 bei einem starken TV-Partner live im Free-TV zu sehen sein." ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser erklärt: "Die DTM genießt internationales Ansehen und einen über die Grenzen hinaus hervorragenden Ruf – doch das Herz der DTM schlägt in Deutschland. Uns war es ein großes Anliegen, kurz nach dem Erwerb der Markenrechte für die Teams eine Planungssicherheit zu schaffen."

"Wichtig war dabei, dass wir uns auf den Kernmarkt konzentrieren. Der ADAC tritt ein großes Erbe an und richtet die DTM mit ihrer länderübergreifenden Strahlkraft weiterhin als starke internationale Marke im europäischen Motorsport aus. Wir schaffen mit nachhaltigen und zukunftsorientierten Strukturen eine starke Plattform für den deutschen Motorsport."

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