BMW M6 GT3 - Schnitzer Motorsport - Startnummer 42 - 24h Rennen Nürburgring - Nürburgring-Nordschleife - 27. September 2020 Stefan Baldauf
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BMW trennt sich von Werksteams Schnitzer und RBM

Nach über 50 Jahren Zusammenarbeit BMW trennt sich vom Werksteam Schnitzer

Nach dem Aus der DTM in ihrer bisherigen Form ordnet BMW sein Motorsport-Engagement neu. Auch die Zusammenarbeit mit dem RBM-Team wird beendet. Mit RMG geht es dagegen weiter.

1966 errang Josef Schnitzer seinen ersten Titel: Mit einem getunten BMW 2000ti wurde der Bayer Deutscher Tourenwagen-Meister. Es war der Auftakt für eine Verbindung zwischen Team und Marke, wie es sie im internationalen Motorsport nicht oft gibt. Bei den Tourenwagen gewannen BMW und Schnitzer alles, was es zu gewinnen gab; auch im GT-Sport war die Kombination erfolgreich. 1999 gab es mit dem BMW V12 LMR gar einen Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans.

DTM-Wandlung treibt Neuordnung voran

Doch mit dem Ende der Saison 2020 ist auch diese Ära vorbei. Wie BMW nun bekanntgab, wird Schnitzer vom kommenden Jahr an nicht mehr als Werksteam für den Münchner Autohersteller fungieren. Hauptgrund dafür ist die durch Audis Ausstieg abrupt vollzogene Wandlung der DTM von einer werksseitig betriebenen Class-1-Tourenwagen-Serie hin zu einem kundensportorientierten GT3-Championat. "Wir bedauern sehr, dass die Zusammenarbeit mit BMW vor dem Hintergrund der Veränderungen im Motorsport nicht mehr fortgeführt werden kann", sagt Teamchef Herbert Schnitzer jun. "BMW war unser Leben und unsere Leidenschaft." Dennoch verstehe und respektiere man die Entscheidung.

Maxime Martine - RBM BMW - 2016
Wilhelm
Auch der langjährige BMW-Partner RBM (hier Maxime Martin in der 2016er Saison) ist künftig kein Werksteam mehr.

Weil "die Aufgabengebiete für den werksseitigen Auftritt von BMW angepasst werden" müssen, trennt sich die Marke auch von RBM-Team. Die Truppe des Belgiers Bart Mampaey war seit etwa 25 Jahren mit den Münchnern verbandelt. Seit 2006 trug sie den Status eines BMW-Werksteams in verschiedenen Tourenwagen-Serien, darunter seit der Rückkehr der Marke 2012 auch in der DTM. Mampaey findet es ebenfalls "sehr schade", aber respektiere die Entscheidung des Herstellers. "Unsere Beziehung wird eine starke bleiben, auch wenn wir kein Werksteam mehr sind." Das Team reduziere nun seine Motorsport-Aktivitäten, aber beende sie nicht.

RMG bleibt BMW-Werksteam

Die Zusammenarbeit mit dem dritten Werksteam RMG behält BMW dagegen bei. Zusammen mit der Truppe aus Andernach, deren Fahrer Marco Wittmann zweimal DTM-Champion wurde, treibt BMW in der kommenden Saison die Entwicklung des neuen BMW M4 GT3 voran. Der Status von RMG verbessert sich also: "Für uns als Racer und Techniker ist es sehr spannend, eng in die Entwicklung eines Rennfahrzeugs eingebunden zu sein", sagt Teamchef Stefan Reinhold. "Wir freuen uns sehr auf unsere neue Aufgabe als Entwicklungsteam für den BMW M4 GT3 und danken BMW Motorsport für das in uns gesetzte Vertrauen."

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Fazit

Mit dem Abschied von Schnitzer als BMW-Werksteam geht eine jahrzehntelange, von vielen Titeln geprägte Ära zu Ende. Damit muss nicht nur der Hersteller, sondern auch die Truppe aus Freilassing ihr Motorsport-Engagement neu aufstellen. Man darf gespannt sein, in welcher Serie und an der Seite welcher Marke man Schnitzer künftig an der Rennstrecke begegnen wird.

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