DTM Electric Design vorgestellt 2021 DTM
DTM Electric Design vorgestellt 2021
DTM Electric Design vorgestellt 2021
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DTM Electric Showcar 2024 6 Bilder
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DTM Electric: Ab 2024 mit mehr als 1.000 PS

DTM Electric soll 2024 kommen Elektro-Tourenwagen mit 1.000 PS

Die DTM schiebt ihr Projekt für eine elektrische Rennserie weiter an. Auf dem Norisring äußerten sich die Verantwortlichen zu ihren Plänen. Der leistungsstarke E-Rennwagen soll 2024 debütieren.

Motorsport mit elektrischen Rennautos? Was vor Jahren noch undenkbar war, ist mittlerweile in der Racing-Szene etabliert. Die Formel E machte 2014 als erste rein elektrische Serie den Anfang. Mittlerweile gibt es auch Tourenwagen-Racing mit Elektroautos, zum Beispiel in der FIA ETCR. Der DTM blieb diese Entwicklung nicht verborgen. Im Herbst 2020 präsentierte die Serie erstmals ein Konzeptauto mit Schaeffler als Technologiepartner.

Ein Jahr später stieß auch noch der Automobilzulieferer Mahle dazu. Während des vierten DTM-Wochenendes 2022 am Norisring (1. bis 3. Juli) warb die Rennserie gemeinsam mit ihren Partnern erneut für das Zukunftsprojekt. Ab der Saison 2024 sollen die Elektro-Rennwagen als eigene Rennserie neben der klassischen DTM mit den GT3-Autos starten.

DTM Electric Showcar 2024
DTM
Das bereits im Herbst 2021 vorgestellte Showcar zeigte DTM im Rahmen des Wochenendes am Norisring 2022 (1. bis 3. Juli) erneut.

Mehr als 1.000 PS

Technisch setzt sich die Serie gemeinsam mit Mahle und Schaeffler hohe Ziele. Fred Türk, Vize-Präsident Motorsport Mahle, unterstrich gegenüber auto motor und sport die Ambitionen und Zielsetzungen des Projekts. "Wir wollen zeigen, was geht", antwortet Türk auf die Frage, welche Art von Rennwagen die Serie entwickeln will. Im Gegensatz zur Formel E soll sich die DTM Electric nicht auf das Energiemanagement fokussieren.

Power und Geschwindigkeit stehen im Vordergrund. In der Qualifikation soll das Auto mehr als 1.300 PS leisten, im Rennen sollen es um die 1.000 PS sein. Markige Ankündigungen seitens der Serie und den Technologiepartnern. Doch verglichen mit den 600-Elektro-PS bei der ETCR machbar.

Eine große Herausforderung dürfte in den avisierten Ladezielen liegen, die Türk ausgab. "Innerhalb von zehn Minuten sollen die Rennwagen aufgeladen sein." Ein Erfolg des Schnellladens soll sich auch mit Blick auf Straßenfahrzeuge positiv auszahlen. Türk sieht hier noch viel Verbesserungspotenzial und gibt hohe Ziele aus: "In Zukunft wollen wir Tankzeiten wie beim Verbrenner erreichen, damit man nicht drei Kaffee trinken muss, bis man weiterfahren kann."

DTM Electric Showcar 2024
DTM
Innerhalb von zehn Minuten soll der DTM-Electric-Renner geladen sein.

Radselektiver Antrieb

Für den optimalen Vorschub soll der radselektive Antrieb des DTM Electric sorgen. Den entwickelt der zweite Technologiepartner Schaeffler. Das Unternehmen gibt an, dass die Drehmomentverteilung vollvariabel und dadurch das fahrdynamische sowie rekuperierbare Potenzial höher sei. Das Thermo-Management für die vier Traktionsmotoren stammt wiederum von Mahle. Wie Fred Türk am Norisring sagte, sind vor allem die Kühlung und das Gewicht herausfordernd bei der Entwicklung des Rennautos.

Die Bedeutung des Projekts hob auch nochmal Martin Tomczyk hervor. Der DTM-Meister von 2011 ist mittlerweile im Management der Serie tätig: "Die DTM Electric ist eines der größten Projekte im Motorsport weltweit. Wenn man den Zuspruch der Fans sieht, dann sind wir auf dem richtigen Weg." Auch wenn dieser laut Tomczyk noch "hart und schwierig" sei.

DTM Electric Design vorgestellt 2021
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Die DTM hat für das Projekt die beiden Automobilzulieferer Schaeffler und Mahle gewonnen.

Auf den Fan kommt es an

Tomczyk will, dass die DTM Electric für "nachhaltigen Motorsport am absoluten Limit steht". Das wären gute Voraussetzungen, um die Fans für die Elektroserie zu begeistern. Denn auf die kommt es an. Die Formel E konnte auch nach acht Jahren viele Zweifler nicht vom Elektro-Rennsport überzeugen. Vielen Fans ist das Rennfahren in der Formel E zu künstlich. Außerdem liegt der Fokus der Serie zu stark auf dem Energiemanagement während des Rennens.

DTM-Boss Gerhard Berger sieht die Ausrichtung der DTM Electric als entscheidenden Faktor, wie er gegenüber von auto motor und sport bekräftigte: "Ich bin 100 Prozent davon überzeugt, dass es noch keiner geschafft hat, mit elektrischen Antrieben einen fantauglichen Motorsport zu betreiben. Und wir wären gerne die Ersten, die das so hinbekommen, dass die Fans sagen 'Wow, das Ding geht ja richtig gut!' Und da ist es auch egal, ob sie Verbrenner- oder Elektro-Rennsport schauen – das ist Motorsport vom Feinsten."

"Würschtel" oder Erfolg

Berger weiter: "Die Formel E ist einfach nicht spektakulär genug, um alle Motorsport-Fans abzuholen und das würden wir gerne mit dem Projekt probieren." Der Fan wird laut dem Österreicher entscheiden, wie er das Produkt annimmt. Der Fehler, den die Verantwortlichen im Motorsport oft machen würden, wäre immer auf die Ingenieure zu hören anstatt auf den Fan. "Am Ende des Tages muss man dem Fan überlassen, was er sich gerne anschaut."

Zunächst soll die Serie eine gewisse Probezeit erhalten, um dann zu entscheiden, wie es mit der DTM Electric weitergeht: "Wenn du zwei Jahre lang siehst, dass die [Fans] jedes Mal von der Tribüne aufstehen und drei Würschtel essen gehen, dann weißt du, dass es die Serie nicht packt. Aber wenn sie begeistert sind, dann schiebt es sie automatisch in die Richtung."

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DTM-Boss Gerhard Berger (2. von rechts) will mit dem Projekt elektrischen und attraktiven Motorsport für den Fan entwickeln.

DTM Electric attraktiv für Hersteller?

Der Prototyp soll in knapp einem Jahr erstmals auf der Strecke seine Runden drehen. Die Kosten für das Projekt sind allerdings enorm. Dafür würde Berger noch gerne "strategische Investoren" finden. Mit Schaeffler und Mahle hat die Serie bereits zwei große Partner für die DTM Electric gewonnen. Für das Projekt ist das sicherlich gut.

Mit Blick auf mögliche Automobilhersteller dürfte sich allerdings die Frage stellen, wie attraktiv ein fertiges Elektroauto ist. Der Einstieg von Marken wie beispielsweise BMW, Audi oder Mercedes müsste technologisch interessant sein, damit sich ein Hersteller engagiert.

Die Formel E bietet für Marken wie Porsche, Jaguar oder DS eine breitere Plattform. Dort sind die Automobilhersteller selbst für den Antriebsstrang verantwortlich. Sollte die DTM Electric ein Erfolg werden, dürfte aber automatisch Interesse an der Serie entstehen. Schließlich bietet Motorsport immer eine Marketingplattform.

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