Der Nissan Tekton basiert auf der CMF-B-Plattform, die innerhalb der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz weit verbreitet ist. Diese Plattform ermöglicht sowohl Front- als auch Allradantrieb sowie den Einsatz verschiedener Antriebsarten, darunter konventionelle Benzinmotoren und Hybridvarianten. Optisch hebt sich der Tekton vom Dacia Duster ab: Inspiriert vom größeren Nissan Patrol zeigt er eine markante Frontgestaltung, C-förmige LED-Leuchten und eine kräftige SUV-Silhouette.
Im Innenraum setzt Nissan auf ein modernes digitales Cockpit. Zwei Bildschirme sind am Start: Ein 10,1 Zoll großes Infotainmentsystem mit Google Built-in sowie ein 10,25 Zoll großes digitales Kombiinstrument bieten umfangreiche Konnektivitäts- und Informationsmöglichkeiten. Ergänzt wird die Ausstattung durch Komfortmerkmale wie belüftete Sitze, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik und ein Panorama-Glasdach.
Motorisierung und Effizienz
Zum Marktstart stehen zwei Turbo-Benzinmotoren zur Wahl: ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 100 PS sowie ein 1,3-Liter-Vierzylinder mit bis zu 163 PS und 280 Nm Drehmoment. Beide Motoren sind wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. Eine Besonderheit ist die Mirror-Bore-Coating-Technologie aus dem Nissan GT-R, welche die Reibung in den Zylindern reduziert und so Effizienz sowie Langlebigkeit erhöht.
Sicherheitsausstattung im Fokus
Nissan hat den Tekton mit einer umfangreichen Sicherheitsausstattung versehen. Neben sechs Airbags gehören zahlreiche Assistenzsysteme zur Serienausstattung: Ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, autonomer Notbremsassistent sowie Spurhalte- und Totwinkelwarner sorgen für Sicherheit im Straßenverkehr. Besonders hervorzuheben ist das 360-Grad-Kamerasystem, das vor allem in engen Stadtstraßen oder beim Offroad-Einsatz hilfreich ist.
Exportstrategie statt Europa-Fokus
Der Nissan Tekton wurde primär für Schwellenmärkte entwickelt. Produziert im indischen Werk Chennai, zielt das Modell auf Länder im Nahen Osten, Afrika sowie Teile Asiens ab. Die Entscheidung gegen einen europäischen Marktstart liegt unter anderem an strategischen Überlegungen: In Europa würde der Tekton direkt mit dem Dacia Duster konkurrieren – einem Modell aus derselben Allianzplattform.
Hinzu kommen wirtschaftliche Faktoren wie hohe Importzölle in der EU sowie strengere Emissionsvorschriften, die eine Anpassung des Fahrzeugs an europäische Standards kostenintensiv machen würden. Stattdessen setzt Nissan darauf, Indien als Produktions- und Exporthub auszubauen – eine Strategie, die bereits von anderen Herstellern erfolgreich umgesetzt wurde.





