Chrysler Pacifica Grizzly Peak: Kann dieser Offroad-Van Chrysler retten?

Chrysler Pacifica Grizzly Peak
Kann dieser Offroad-Van Chrysler retten?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.04.2026
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Im Sommer 2025 hatte Chrysler auf einer Messe in Colorado einen Pacifica-Van gezeigt, der für Abenteuertouren aufgemotzt wurde. Damals wirkte das "Grizzly Peak Concept" noch wie einer der üblichen Hingucker ohne Serienchance, die Autohersteller gerne auf Ausstellungen und Messen zeigen. Inzwischen wird jedoch darüber spekuliert, dass Chrysler aus dem Konzept ein reguläres Serienmodell ableiten könnte.

Konzept könnte in Serie gehen

Darauf verweist ein Bericht des Portals "Moparinsiders" unter Berufung auf unternehmensnahe Quellen. Offiziell bestätigt ist ein entsprechendes Projekt bislang nicht, intern soll die Idee jedoch an Dynamik gewinnen. Hintergrund ist der anhaltende Boom von Adventure-Fahrzeugen in den USA, die für Ausflüge und Reisen abseits der Straße genutzt werden können. Der Pacifica bietet für einen solchen Einsatz eine eher ungewöhnliche Basis. Anders als klassische Camper-Vans oder große Geländewagen nutzt er schließlich die Architektur eines Minivans mit niedrigem Einstieg, variablem Innenraum und Pkw-ähnlichem Fahrverhalten. Gleichzeitig ist der Pacifica jedoch mit Allradantrieb erhältlich. Genau dort setzt das Grizzly-Peak-Konzept an.

Optisch unterscheidet sich die Studie deutlich vom Serienmodell. Chrysler erhöhte das Fahrwerk gegenüber dem Pacifica Limited AWD um rund sieben Zentimeter an der Vorderachse und gut sechs Zentimeter hinten. Dadurch wächst die Bodenfreiheit spürbar. Montiert wurden 31 Zoll große BF Goodrich-Geländereifen auf 18-Zoll-Rädern. Ergänzt wird der Umbau durch Schutzfolien an unteren Karosseriebereichen, zusätzliche Schmutzfänger und markante Anbauteile.

Mit Abenteuer-Zubehör

Auf dem Dach sitzt ein Plattformträger von Rhino-Rack, hinzu kommen Zusatzscheinwerfer von TYRI sowie eine ausziehbare Seitenmarkise von ARB. Weitere LED-Nebelleuchten stammen von Baja Designs. Insgesamt vermittelt das Konzept weniger den Eindruck eines klassischen Familienvans als den eines kompakten Basisfahrzeugs für Wochenendtouren oder Übernachtungen abseits befestigter Stellplätze.

Auch im Innenraum änderte Chrysler die Ausrichtung deutlich. Die dritte Sitzreihe entfiel zugunsten eines ebenen Ladebodens. Dadurch entsteht Platz für Gepäck, Sportausrüstung oder eine Schlafmöglichkeit. Zusätzliche Verzurrpunkte hinter der zweiten Reihe erleichtern die Sicherung von Ausrüstung. Im Heck gibt es einen 115-Volt-Anschluss mit 450 Watt Leistung, gedacht für Kühlboxen, Ladegeräte oder kleinere Elektrogeräte. Wetterfeste Fußmatten, stapelbare Transportboxen und ein platzsparendes Reserverad ergänzen das Konzept.

Abgespeckte Serien-Version

Sollte tatsächlich eine Serienversion folgen, dürfte sie nicht alle Details unverändert übernehmen. Wahrscheinlich wären jedoch eine moderate Höherlegung, robustere Bereifung, spezielle Zubehörpakete und flexible Innenraumlösungen. Auch eine optional entfernbare oder anders konfigurierte dritte Sitzreihe wäre denkbar.

Beim Antrieb gibt es dagegen wenig Raum für Spekulation. Im aktuellen Pacifica arbeitet ein 3,6-Liter-V6 aus der Pentastar-Familie mit 287 PS, gekoppelt an ein Neungang-Automatikgetriebe als einzige Auswahl, nachdem zuletzt der Plug-in-Hybrid aus dem Programm gekegelt wurde.

Momentan befindet sich Chrysler in einer prekären Lage. Der Pacifica ist das einzige verbliebene Modell der Marke und bekam für das Modelljahr 2027 ein leichtes Facelift. Dass hier dringend ein bisschen frischer Wind nötig ist, um die ehemals stolze Marke am Leben zu halten, ist offensichtlich.

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