Erlkönig Gordon Murray T.33: Warum hat der „Alltags-V12“ 2 Tanköffnungen?

Erlkönig Gordon Murray T.33
Warum hat der „Alltags-V12“ 2 Tanköffnungen?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.03.2026
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Der Hersteller nutzt die Kälteerprobung als letzten Entwicklungsschritt vor dem geplanten Produktionsstart Ende 2026. Ursprünglich sollte der T.33 bereits 2024 anlaufen. Verzögerungen beim auf 100 Exemplare limitierten T.50 führten jedoch zu einer Verschiebung. Erst nach Abschluss von dessen Produktion im Sommer 2025 konnte die Fertigung vollständig auf das zweite Modell umgestellt werden. Eine Investition von 90 Millionen Pfund (umgerechnet rund 105 Millionen Euro) sichert nach Unternehmensangaben die weitere Umsetzung und die Vorbereitung zusätzlicher Varianten.

Technik

Der T.33 wird von einem 3,9-Liter-V12 angetrieben, der gemeinsam mit Cosworth entwickelt wurde. Das frei saugende Triebwerk leistet rund 607 PS und dreht bis 11.100 Umdrehungen pro Minute. Gekoppelt ist der Motor an ein manuelles Sechsgang-Getriebe.

Das Trockengewicht soll bei etwa 1.090 Kilogramm liegen. Basis ist eine Carbon-Aluminium-Monocoque-Struktur. Im Unterschied zum technisch aufwendigeren T.50 verzichtet der T.33 auf ein aktives Lüftersystem am Heck. Stattdessen kommt ein passives Aerodynamikkonzept mit Bodeneffekt und gezielter Luftführung zum Diffusor zum Einsatz. Ein ausfahrbarer Heckspoiler ist das einzige aktive Element.

Optik und Karosserie

Die bei den Wintertests eingesetzten Prototypen tragen die internen Bezeichnungen AP1, AP2 und AP3. Sie zeigen sich weitgehend unverkleidet in Sichtcarbon und entsprechen äußerlich dem bereits 2022 präsentierten Serienentwurf.

Auffällig sind die klar gezeichneten Flächen ohne ausgeprägte Aerodynamikaufsätze, vertikal angeordnete Leuchteinheiten am Heck sowie eine zentrale Doppelauspuffanlage. Der Dachlufteinlass bleibt ebenso erhalten wie die ausgeprägten hinteren Kotflügel. Neu hinzugekommen ist eine zweite Tanköffnung, die das Betanken von beiden Fahrzeugseiten ermöglicht.

Innenraum und Konzept

Im Innenraum setzt Gordon Murray auf ein klassisches Layout. Ein großer analoger Drehzahlmesser steht im Zentrum der Instrumententafel, flankiert von zwei Displays für Zusatzinformationen. Auf ein zentrales Touchdisplay wird verzichtet.

Der T.33 ist als Zweisitzer ausgelegt. Im Vergleich zum T.50 verfolgt das Modell einen stärker alltagsorientierten Ansatz. Dazu gehört ein für dieses Segment ungewöhnlich großes Gepäckvolumen, verteilt auf einen Frontkofferraum und seitliche Staufächer.

GMA T33 Gordon Murray
Stefan Baldauf

Produktion und Varianten

Alle 100 geplanten Exemplare waren bereits kurz nach der Präsentation im Jahr 2022 verkauft. Der damalige Preis lag bei rund 1,37 Millionen Pfund (umgerechnet 1,6 Millionen Euro). Neben dem Coupé ist eine Spider-Version angekündigt. Darüber hinaus arbeitet der Hersteller an einer leistungsstärkeren "S"-Variante. Konkrete Daten dazu wurden noch nicht veröffentlicht. Mit den nun begonnenen Kältetests befindet sich der T.33 in der letzten Phase vor dem Serienanlauf.

Fazit