KGM Musso soll den Ford Ranger herausfordern: Neuer Pick-up aus Korea

KGM bringt neuen Midsize-Pick-up
KGM Musso soll den Ford Ranger herausfordern

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.01.2026
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Mit dem neuen Musso stellt KG Mobility, kurz KGM, zum Jahresanfang eine neue Generation des Pick-up vor. Die Marke, die bis vor wenigen Jahren unter dem Namen SsangYong firmierte, nutzt den Namen Musso nun als eigenständige Baureihe für Nutzfahrzeuge. Der erste Ssangyong Musso war noch ein klassischer Fünftürer-Geländewagen, später wurde die Typbezeichnung für die Pick-up-Modelle der Marke übernommen. Der aktuelle KGM Musso ist in Deutschland seit 2018 auf dem Markt, 2022 gab es ein Facelift.

Zusätzlich hat KGM in Deutschland seit 2025 den Musso EV im Programm, der aber nur den Namen mit dem jetzt neu vorgestellten Pick-up gemeinsam hat: Der Musso EV, ebenfalls mit Doppelkabine und Ladefläche, basiert auf einer Pkw-Plattform und kommt, der Name lässt es erahnen, ausschließlich mit Elektroantrieb. In diesem Beitrag haben wir den Musso EV ausführlich vorgestellt.

In zwei Längen

Zurück zum klassischen Musso: KGM bietet den Musso erneut in zwei Karosserielängen an, ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Klasse. Die kürzere Variante misst 5,15 Meter, die längere kommt auf 5,46 Meter Gesamtlänge. Entsprechend variiert auch der Radstand, der bei der kurzen Version 3,10 Meter beträgt und bei der langen um rund elf Zentimeter wächst. Unabhängig von der Länge ist der Innenraum auf fünf Sitzplätze ausgelegt, mit einer durchgehenden Rückbank in der zweiten Reihe.

Als Antrieb stehen zwei Vierzylinder zur Wahl. Der 2,0-Liter-Turbolader-Benziner leistet 202 PS, der 2,2-Liter-Diesel kommt auf 217 PS. Beim Antriebskonzept unterscheidet KGM zwischen den beiden Karosserielängen. Die lange Version wird ausschließlich mit Allradantrieb angeboten, während die kürzere wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb erhältlich ist.

Nachdem die Kabinenlänge unverändert bleibt, wächst bei der Langversion entsprechend die Ladefläche. Je nach Auslegung der Hinterachse und Federung variiert die zulässige Zuladung zwischen 400 und 700 Kilogramm, das liegt am unteren Ende des Segments.

Innen im SUV-Look

Im Innenraum setzt KGM wie beim aktuellen Musso auf eine Ausstattung, die sich an den SUV der Marke orientiert. Digitale Anzeigen, ein zentrales Infotainmentsystem sowie Funktionen wie drahtlose Smartphone-Einbindung und Software-Updates über Mobilfunk gehören außerdem zum Angebot. Hinzu kommt ein kamerabasiertes Rundumsichtsystem und die volle Bandbreite moderner Assistenzfunktionen.

Optisch grenzt sich der Musso deutlich von seinem Vorgänger ab, zeigt jetzt erheblich mehr Kante. Die Front trägt eine markante Lichtsignatur mit vertikal angeordneten Scheinwerfern und einer horizontal gegliederten Leuchtgrafik.

Marktstart und Preis

Preislich positioniert KGM den Musso in Südkorea unterhalb vieler importierter Wettbewerber. In der Basis startet der Benziner bei knapp unter 30 Millionen Won, der Diesel liegt etwas darüber. Umgerechnet (Stand Januar 2026) sind das rund 18.000 Euro.

So günstig wird es bei uns nicht, was auch gleich die gute Nachricht beeinhaltet: Wie uns eine Sprecherin von KGM Deutschland auf Nachfrage bestätigte, wird die neue Musso-Generation noch im ersten Halbjahr 2026, voraussichtlich im Mai oder Juni, bei den deutschen Händlern eintreffen. Das aktuelle Modell liegt bei einem Grundpreis von 38.990 Euro, in Deutschland wird ausschließlich der Dieselmotor angeboten.

Fazit