MTU Hybrid Mining Truck Concept mtu
Liebherr T 264 Muldenkipper Bauma 2016
Liebherr T 264 Muldenkipper Bauma 2016
Liebherr T 264 Muldenkipper Bauma 2016
Liebherr T 264 Muldenkipper Bauma 2016 38 Bilder

MTU Hybrid Mining Truck Concept

MTU Hybrid Mining Truck Concept Mit Hybrid-Power in die Mine

MTU hat ein System zur Hybridisierung von Muldenkippern entwickelt. Bei gleicher Power von bis zu 2.500 PS soll der Verbrauch um 30 Prozent sinken.

Fahrzeuge, deren Kraftstoffverbrauch in Tonnen pro Tag berechnet wird, sind für alternative Antriebskonzepte besonders dankbar. Die weltweit größten Radfahrzeuge arbeiten im Tagebau und in riesigen Minen, sogenannte Muldenkipper mit Maschinen jenseits 50 Liter Hubraum.

Für diesen Einsatz hat Rolls-Royce Powersystems unter der Marke MTU ein Hybridkonzept entwickelt, das solche Muldenkipper zusätzlich elektrifizieren kann. Im Prinzip funktioniert die Lösung wie bei einem Hybrid-Pkw, allerdings im XXL-Maßstab. Das Konzept, das die Firma jetzt auf der Fachmesse Mine-Expo 2021 vorstellt, besteht aus einer Dieselmaschine mit verringertem Hubraum und den MTU EnergyPacks, einem Batteriespeichersystem.

Im Video: So entsteht ein Liebherr Muldenkipper

Damit wird in der Anwendung, als Beispiel wird ein Liebherr Muldenkipper gezeigt, der ursprüngliche MTU 16V-4000 Motor (76.265 Kubikzentimeter Hubraum, 2.536 PS Leistung) durch eine "kleinere" Maschine ersetzt. Zum Einsatz kommt in dem Hybridsystem ein MTU 16V-2000-Dieselaggregat mit 31,8 Liter Hubraum und 1.544 PS Maximalleistung. In Verbindung mit dem E-Speicher soll die Hybrid-Systemleistung dennoch der konventionellen Version entsprechen.

Bis zu 30 Prozent Kraftstoffersparnis

Bei dieser Lösung werden große Batteriepakete am jeweiligen Muldenkipper installiert, die bei Bergabfahrten in den Minen über Rekuperation geladen werden. Der generelle Aufbau von großen Muldenkippern ist für das System dabei vorteilhaft, denn in diesen Fahrzeugen erfolgt der Radantrieb ohnehin elektrisch, der Dieselmotor dient dabei als Stromgenerator. So kann die in den Batterien gespeicherte Energie parallel zu der aus dem Dieselmotor für den Antrieb genutzt werden. Rolls-Royce Power Systems hat in Simulationen mit diesem System eine Kraftstoffersparnis je nach Topografie am Einsatzort von 20 bis 30 Prozent errechnet.

Außerdem entwickelt Rolls-Royce für den Bergbau-Einsatz eine neue Generation der 2000er und 4000er Baureihe, die mit nachhaltigen Kraftstoffen betrieben werden können, bis 2023 soll hier die Entwicklung abgeschlossen sein, auch diese Lösungen werden auf der Messe vorgestellt.

In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen den Aufbau eines (allerdings noch konventionell angetriebenen) Liebherr Muldenkippers für die Messe Bauma in München – ziemlich spektakulär!

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Fazit

Rolls-Royce Powersystems hat ein Hybridkonzept entwickelt, bei dem riesige Minen-Lkw mit kleineren und damit effizienteren Dieselaggregaten bestückt werden. Unterstützt von Speicherbatterien, die bei Bergabfahrt über Rekuperation geladen werden, sollen bis zu 30 Prozent geringere Verbräuche möglich sein.