Jensen hatte in der Sportwagenszene mal einen guten Ruf, die besten Jahre der Automobilmanufaktur liegen aber schon lange zurück. Aktuell beschäftigt sich Jensen International Automotive (JIA) mit Sitz in der Nähe von Banbury, Großbritannien, mit der Restaurierung und Weiterentwicklung des klassischen Jensen Interceptor. Der noch aus den 1960er-Jahren stammt und eine treue Fangemeinde hat.
Neuer Jensen wird 2026 vorgestellt
2026 soll sich für die Briten allerdings ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte öffnen. Mit ersten Teaserbildern kündigt Jensen ein neues Hochleistungs-Luxus-Modell an.
Das soll wie der Interceptor als GT, also als sportlicher Reisewagen, antreten. Und natürlich zeigt sich auch der neue Jensen vom Interceptor inspiriert, wobei die Briten betonen, dass kein Restomod des Klassikers geplant ist. Der Neue ist wirklich neu. Um den Fortschritt zu dokumentieren wird aus dem GT dabei der GTX.
V8 und Aluchassis
Details zum neuen Jensen GT gibt es bislang kaum. Der Autobauer spricht von einem Aluminiumchassis und einem neu entwickelten V8-Motor. Das Antriebskonzept setzt wie beim Interceptor auf einen Frontmotor. Ob der Achtzylinder seine Power auf alle vier Räder oder nur die Hinterachse überträgt, bleibt bislang offen. Historisch gedeckt wären beide Optionen.
Jensen verspricht auf jeden Fall ein analoges Fahrerlebnis, was jede Elektrifizierung ausschließt. Nach Informationen der britischen Autocar soll der Achtzylinder für den GTX aus der Chevrolet Corvette übernommen werden. Allerdings kommt hier nicht die ganz neue Small Block-Generation mit 6,7 Liter Hubraum zum Einsatz, sondern der bewährte 6,2 Liter mit 482 PS und 613 Nm Drehmoment, wobei die Briten eine selbst weiterentwickelte Spezifikation anstreben. Zudem soll der GM-V8 im Jensen mit einem manuellen Schaltgetriebe kombiniert werden. Die historischen Jensen-Modelle waren mit einem 6,3-Liter-Big Block-V8 von Chrysler bestückt.
Verpackt wird die Technik in ein elegantes und zugleich markantes Karosseriedesign. Der erste Teaser zeigt eine lange Motorhaube, eine flache Silhouette und einen coupéhaften Dachverlauf, dessen Bogen bis zum Heckabschluss reicht. Der Radstand wirkt lang, die Überhänge an Front und Heck ebenfalls. Erkennbar sind auch eine Spoilerschürze vorn und ein Diffusor am Heck. Wie das Chassis wird auch die Karosserie aus Aluminium geformt.

Der GTX packt eine Alu-Karosserie auf ein Alu-Chassis
Ganz wenige und nur für UK
Gebaut werden soll das neue, noch namenlose Modell in Handarbeit in Großbritannien. Eine extrem limitierte Auflage soll die Exklusivität unterstreichen. Geplant ist derzeit nur eine Markteinführung auf dem britischen Markt. Sein Debüt könnte der neue Jensen im Juli in Form eines Vorserienmodells auf dem Goodwood Festival of Speed feiern.





