Slate Elektro Pick-up: Jay Leno testet die neue Dumpingpreis-Pritsche für 25.000 Dollar

Slate Elektro-Pick-up für 25.000 Dollar
Jay Leno testet den neuen Dumpingpreis-Pick-up

ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.02.2026
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Im Frühjahr 2025 sorgte das Start-up-Unternehmen Slate aus den USA für reichlich Furore. Die Ankündigung eines elektrischen "Volks-Pick-up" zu einem angekündigten Preis von unter 25.000 Dollar fand riesiges Echo, angeblich liegen bereits über 150.000 Vorbestellungen vor. Was den Slate Pick-up so besonders macht, haben wir in diesem Beitrag bereits ausführlich zusammengefasst. Motor-Fan und Moderatoren-Ikone Jay Leno konnte jetzt erstmals mit einem Prototyp fahren und bringt in einem Video viele neue Informationen.

Jay Leno fährt den Slate

Die öffentliche Premiere des Slate Pick-up fand in der Sendung "Jay Leno’s Garage" statt. In der Sendung präsentierten Vertreter des US-Start-ups erstmals ausführlich das Fahrzeugkonzept, erklärten die Hintergründe der Entwicklung und ordneten die eigenen Preisangaben ein. Jay Leno selbst nutzte das bekannte Format, um das Fahrzeug aus der Nähe zu zeigen und zentrale Ideen des Projekts einzuordnen. Die wichtigste: Zur Kostenreduktion soll ein einfaches Basisfahrzeug ohne vielfältige Ausstattungsoptionen geliefert werden, stattdessen sollen Kunden nachträglich mit Zubehör-Bausteinen ihren Pick-up individualisieren können.

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Im Gespräch mit Slate-Vertretern stand vor allem das Versprechen eines besonders günstigen Elektrofahrzeugs im Mittelpunkt. Ursprünglich hatte das Unternehmen den Pick-up öffentlich mit einem Einstiegspreis von unter 25.000 US-Dollar angekündigt. In der Sendung wurde jedoch klar, dass dieser Wert so nicht mehr gehalten wird. Slate sprach nun von Zielpreisen im Bereich ab 25.000 US-Dollar bis 30.000 Dollar, abhängig von Ausstattung und Batteriegröße.

Teurer als angekündigt

Im zweiten Teil der Sendung stand der Slate Pick-up selbst im Fokus. Das Fahrzeug basiert auf einem einheitlichen Grundmodell, das in allen Fällen identisch vom Band laufen soll. Unterschiede entstehen erst nach der Auslieferung durch modulare Anbauteile. Das Grundfahrzeug ist als kompakter Pick-up ausgelegt, deutlich kleiner als die in den USA üblichen Fullsize-Modelle. Das Design ist kantig, funktional und bewusst frei von dekorativem Schnickschnack. Runde Scheinwerfer, glatte Flächen und eine einfache Karosseriestruktur prägen den Auftritt.

Innen setzt Slate auf konsequente Reduktion. Ein fest integriertes Infotainment-System ist nicht vorgesehen. Stattdessen gibt es Halterungen für Smartphones oder Tablets, die als Anzeige- und Bedieneinheit dienen sollen. Klassische Schalter und Drehregler übernehmen grundlegende Funktionen. Diese Einfachheit ist Teil des Kostenkonzepts und wurde bei Jay Leno mehrfach als bewusste Abkehr von der zunehmenden Komplexität moderner Fahrzeuge dargestellt.

Elektromotor mit 204 PS

Technisch kommt der Pick-up mit einem Elektromotor mit 150 kW (204 PS) Leistung und Hinterradantrieb. Zwei Batteriegrößen sind vorgesehen. Die kleinere Batterie ermöglicht eine Reichweite von rund 240 Kilometern, die größere soll knapp 390 Kilometer erlauben. Allradantrieb ist nicht geplant. Die Ladeleistung soll an Schnellladesäulen ausreichend sein, um den Akku in weniger als 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent zu laden.

Ein zentrales Thema der Präsentation war das modulare Konzept. Slate plant eine Vielzahl von Nachrüst-Kits, mit denen sich der Pick-up unter anderem in ein geschlossenes SUV mit zusätzlicher Sitzreihe umbauen lässt. Auch unterschiedliche Hardtops und offene Varianten sind vorgesehen. Die Individualisierung soll überwiegend außerhalb der Produktion stattfinden. Damit will Slate Fertigungskosten senken und gleichzeitig eine hohe Variantenvielfalt ermöglichen.

Auch beim Service verfolgt das Unternehmen einen unkonventionellen Ansatz. Statt eines klassischen Händlernetzes soll ein Netz unabhängiger Werkstätten genutzt werden. Kunden sollen einfache Wartungsarbeiten selbst durchführen können. Dieses "Right-to-Repair"-Konzept wurde bei Jay Leno als weiterer Baustein zur Kostenkontrolle vorgestellt.

Fazit