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Mercedes-Neuheiten

Diese Modelle kommen bis 2020

Mercedes S-Klasse Cabrio Foto: Mercedes 31 Bilder

Mercedes legt in den nächsten Monaten jede Menge Neuheiten auf Kiel. Hier die wichtigsten neuen Mercedes-Modelle im Überblick: Von der neue Mercedes A-Klasse über den Mercedes GLB bis zur neuen Generation der G-Klasse und der EQ-Submarke.

27.09.2017 Holger Wittich 14 Kommentare

Alleine bei den Kompaktmodellen brennt Mercedes ab 2018 ein wahres Feuerwerk ab. Alleine 8 Modelle haben die Stuttgarter auf der zweiten Generation des MFA-Baukastens (Modulare Frontantriebsplattform) vorgesehen. Zu den bekannten Derivaten der A-Klasse gesellen sich Ende des Jahres eine Lang-Version sowie im späten Frühjahr eine Limousine, vermutlich für China und die USA, und der Mercedes GLB, der die Lücke zwischen GLA und GLC schließen soll. Ob dieser als GLB oder als GLC mit langem Radstand kommt, ist ungewiss. Bei Mercedes ist offiziell von einer Langversion die Rede.

In unserer Fotoshow zeigen wir neben den neuen Baureihen auch alle kommenden Facelift-Modelle sowie neue Motorisierungen.

Mercedes A-Klasse 2017 wird leichter

Erlkönig Mercedes A-Klasse Foto: Stefan Baldauf
Erster Blick auf das neue A-Klasse-Cockpit. Der kompakte Mercedes zeigt sich einem digitalen Cockpit. Die obere Cockpitbegrenzung ist nur abgeklebt.

W177 nennt sich intern die neue Generation der A-Klasse. Sie steht auf der bereits erwähnten MFA2-Plattform, die nicht nur die Derivate wie GLA oder CLA trägt, sondern auch der Kooperationspartner Infiniti bei Q30 und QX30 verwendet. Das Fahrzeuggewicht soll im Vergleich zum aktuellen Modell um rund 50 Kilo sinken, der Radstand um zirka zwei Zentimeter wachsen. Der Hingucker dürfte im Innenraum das neu gestaltetet Cockpit mit fast freistehenden Bildschirmen sein.

Besonderheiten: Die kleineren Motoren kommen wieder von Kooperationspartner Renault. Die Zweiliter-Selbstzünder werden von OM 654-Aggregaten ersetzt, wie sie in der neuen E-Klasse zum Einsatz kommen. Bei den Otto-Motoren sind die 2017 eingeführten M264-Aggregate am Start, die über 2 Liter Hubraum, Direkteinspritzung und Aufladung verfügen. Zwischen dem A250 und der AMG-Version mit über 400 PS und neuem Neungang-Doppeklupplungsgetriebe schieben die Stuttgarter noch eine weitere Powerversion mit rund 270 PS.

Mercedes-AMG Project One – 2017

Mercedes-AMG Project One Mercedes-AMG Project One (2017) Hypercar als Prestigeobjekt

Auf der IAA in Frankfurt zeigte Mercedes-AMG sein eigenes Geburtstagsgeschenk: Den Supersportler Project One. Vom Hypersportler soll eine Auflage zwischen 200 und 300 Modellen entstehen, wobei schon jetzt ein Großteil der Fahrzeuge verkauft sein soll. Kostenpunkt: ab 2 Millionen Euro.

Besonderheit: Der Antrieb des Mercedes-AMG Project One soll dem der Formel-1-Rennwagen von Mercedes entsprechen, also aus einem aufgeladenen 1,6-Liter-V6-Verbrenner sowie zwei unterschiedlichen Motor-Generator-Einheiten (Hitze und Kinetik, also Rekuperation) bestehen.

Die Systemleistung soll rund 1.035 PS betragen. Etwa 760 PS soll der Verbrenner liefern, den Rest die E-Motoren. Die reine E-Reichweite soll bei rund 50 km liegen.

Mercedes X-Klasse – 2017

Im November 2017 kommt Mercedes mit einem Pickup auf den Markt. Die technische Basis stellt dabei der Nissan Navara. Eine erste Studie gab schon 2016 einen Ausblick auf den Pickup. Im Gegensatz zum Badge-Engineering bei den Pkw-Modellen (Citan und Kangoo) wird die Mercedes X-Klasse eigenständiger mit einem edleren Interieur. Zudem wird das Fahrwerk komplett neu entwickelt und abgestimmt. Nichtsdestotrotz bekommt die X-Klasse in der Basisversion die Vierzylinder von Koop-Partner Nissan, dies ist der 2,3-Liter-Turbodiesel mit Single- und Biturboaufladung sowie eine rLeistung von 163 beziehungsweise 190 PS.

Besonderheit: Ein V6-Diesel und der permanente Allradantrieb werden in der Top-Version Serie sein. Außerdem ist eine AMG-Style-Version in Planung.

Mercedes G-Klasse & AMG G63 – 2018

Gleich vorweg: Die G-Klasse wird ihre kantige Optik behalten. Aber: Das Modell wird um satte 10 Zentimeter breiter und verfügt nicht mehr über einen Leiterrahmen. Stattdessen soll es Einzelradaufhängung geben. Damit möchte Mercedes eine deutliche Verbesserung in Sachen Dynamik erreichen, aber auch mehr Bauraum für die elektronischen Helferlein.

Besonderheit: Die AMG-Versionen G63 und G65 werden auch in der neuen Gegenration nicht fehlen. Beim G63 kommt der 4,0-Liter-Biturbo mit rund 600 PS zum Einsatz, der V12 im G65 kommt auf 630 PS.

Mercedes B-Klasse – 2018

Die neue Mercedes B-Klasse basiert als 2. Modell auf der überarbeiteten MFA-Plattform. Technisch bedient sich die B-Klasse bei der A-Klasse, wird jedoch in Sachen Optik seine Biedermann-Attitüde ablegen. Auch beim Infotainment und der Konnektivität rüstet Mercedes die B-Klasse merklich auf. Antriebseitig orientiert sich die B-Klasse bei der A-Klasse.

Mercedes GLE – 2018

W167 nennt sich die neue Generation des GLE, der nach dem Facelift von 2015 im Jahr 2018 debütieren wird. Der neue Mercedes GLE basiert auf der MRA-Plattform der aktuellen E-Klasse und soll die Zwei-Tonnen-Marke unterschreiten. Im Vergleich mit dem Vorgänger, möchte Mercedes dem neuen GLA mehr Offroad-Eigenschaften verpassen. Dazu gehören neben mehr Bodenfreiheit sowie Unterfahrschutz vorne und hinten auch eine verbesserte Achsverschränkung, Luftfederung, Sperrdifferenziale sowie Getriebe mit Untersetzungsmöglichkeiten. Getriebeseitig ist die Neugangautomatik an Bord.

Besonderheit: Neben dem GLE als AMG 63 und dem GLE AMG 63 S legt Mercedes auch einen GLE 43 mit 435 PS auf. Auch ein Hybrid-Antriebsstrang wird modifiziert Einzug in den neuen Mercedes GLE halten.

Mercedes GLE (W167)Neue SUV-Generation ab 2018

Mercedes C-Klasse Facelift – 2018

Mit einer umfassenden Modellpflege wird im Frühjahr 2018 die C-Klasse bedacht. Der C63 AMG dürfte auf 522 PS zulegen, einen Allradantrieb bekommt er aber nicht. Dafür steckt ein C63 R Coupé in der Pipeline.

Mercedes CLS – 2018 mit eigenem AMG-Modell

Mercedes CLS Foto: Christian Schulte
Mercedes CLS: Das Modell behält seine Nomenklatur und kommt eleganter ab 2018 auf den Markt.

Nein, er wird nicht CLE heißen, auch wenn er auf der aktuellen E-Klasse basiert. Der neue Mercedes CLS wird eleganter, die kräftig ausgestellten Radkästen sind Geschichte, an der Front wird der Panamericana-Grill zu sehen sein und das Heck zieren schmale Leuchten. Klar auch: Die Shooting Brake-Version des Mercedes CLS wird es auch in der neuen Generation nicht mehr geben.

Besonderheiten: V8-Biturbo mit vier Litern Hubraum und über 475 PS Leistung sowie die neuen Reihensechszylinder halten Einzug in den CLS. Auch neu: Das 48V-Teilbordnetz. Neben einer eigenständigen 612 PS Starken AMG-Version, die sich optisch deutlich vom Serien-CLS unterscheiden wird gibt es eine AMG-Sportline-Ausführung und ein Hybrid-Modell.

Mercedes CLA – 2019

Die zweite Generation des CLA bedient sich ebenfalls bei der A-Klasse und wird auch wieder als Shooting Brake angeboten – sogar nach ersten Plänen in den USA. Mehr Platz wird der CLA II im Kofferraum (430 Liter) und für die hinteren Passagiere bieten, obwohl die Länge deutlich kürzer ausfallen wird. Dazu kommt das viertürige Coupé mit einer veränderten Dachlinie daher. Die A-Klasse sendet die Motoren für den CLA der zweiten Generation.

Mercedes SL – 2019

Mercedes SL Mercedes SL (2019) Luxus-Roadster mit Stoffdach

Der Mercedes SL wird das erste Modell sein, das auf der neuen MSA-Plattform basiert. Diese Basis ist in Länge, Breite und Höhe, sowie dem Radstand skalierbar und senkt das Fahrzeuggewicht. Der neue SL soll unter 1.700 Kilo wiegen. Auch erlaubt die Plattform verschiedene Dachformen, aller Voraussicht nach kommt der neue Mercedes SL nicht mehr mit einem schweren faltbaren Hardtop sondern, wie schon das S-Klasse-Cabrio oder das Mercedes E-Klasse Cabrio mit einem leichten Stofffaltdach. Für die Motorisierung bietet die MSA-Basis neben Benzinern- und Diesel-Motoren auch Hybrid-Antriebe. Diesel-Aggregate im SL können ausgeschlossen werden, ein Hybrid-Antrieb dürfte indes gesetzt sein.

Besonderheiten: In der „Basis“-Ausführung wird es den Mercedes als SL 400 mit dem neuen Dreiliter-Biturbo-Reihensechszylinder und gut 435 PS geben. Der SL 500 geht mit dem 4,7-Liter-Biturbo-V8 an den Start. Zwei AMG-Versionen markieren das obere Ende der SL-Baureihe.

Mercedes GLA – 2019

Auch hier schiebt Mercedes nach dem Faceliftmodell von 2017 im Jahr 2019 eine neue Generation nach. Dank der MFA2-Plattform fällt der neue GLA II deutlich leichter aus und bedient sich in Sachen Assistenzsystemen und Infotainment bei der A-Klasse. Auch mehr Platz und mehr Übersichtlichkeit soll der GLA bieten. Als weitere MFA2-Modell kommen auch hier die Motoren der A-Klasse zu Einsatz.

Mercedes GLS – 2019

Der Top-SUV der Marke baut ab 2019 auf der MRA-Plattform auf und kommt wieder als Siebensitzer auf den Markt. Auch beim riesigen GLS ist Gewichtsoptimierung angesagt, so soll die Sitzanlage leichter ausfallen und die Plattform einige Kilo sparen.

Besonderheit: Eine Luxusausführung als Maybach-Version ist in Planung. In ihr sollen die hinteren Passagiere besonders viel Platz haben – vermutlich entfällt die dritte Sitzreihe.

Mercedes EQC – 2019

Das erste EQ-Modell der Mercedes-Submarke ist ein SUV in der Größe eines GLC. Das Modell basiert auf der Plattform EVA I. Bereits 2016 hatte Mercedes eine entsprechende Studie vorgestellt. Hier saugten zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse an einer in den Fahrzeugboden zwischen den Achsen integrierten Batterie. Die Leistung des Antriebs ist skalierbar und steht und fällt mit der Ausbaustufe. Maximal sind bis zu 300 kW und 700 Nm drin, die Reichweite beträgt bis zu 500 km. Die modular aufgebaute Lithium-Ionen-Batterie stammt von der Daimler-Tochter Deutsche Accumotive und verfügt über eine modellspezifische Gesamtkapazität von über 70 kWh – maximal sollen aber bis zu 110 kWh möglich sein.

Mercedes EQA – 2020

Als weitere Modelle auf Basis der EVA II-Plattform legt Mercedes ab 2020 den EQA als Kompaktmpodell auf. Einen ersten Ausblick auf das kleinen Elektromodell gab Mercedes auf der IAA 2017.

Mercedes Vision EQASo kommt das erste EQ-Modell

Im weiteren Verlauf soll es noch eine EQ Limousine von der Größe einer Mercedes C-Klasse geben, es folgen noch eine Limousine und ein SUV in S-Klasse-Format, sowie ein SUV in der Größe des GLE Coupés. Alle haben eines gemeinsam: Sie orientieren sich am Look des Forschungsautos F 015 sowie der EQA-Studie und verfügen über einen futuristischen Innenraum mit 24 Zoll großem TFT-Display. Im Lenkrad befinden sich ein weiterer Bildschirm, der den konventionellen Dreh-Drück-Steller ersetzt.

Mercedes SLC/SLA – 2020

Die Zukunft des Mercedes SLC steht noch in den Sternen. Streichen möchte Mercedes trotz der miserablen Verkaufszahlen den SLC und den SL nicht. Der kleine Roadster wird aus Kostengründen aller Voraussicht nicht auf einer neuen Plattform basieren, sondern auf der Plattform des aktuellen Modell basieren. Fraglich, ob Mercedes dann noch vom Klappdach auf ein Stoffdach umschwenkt. Aber das ist soweit Spekulation, ebenso wie das Gerücht, Mercedes könnte statt des SLC einen GLC als Cabrio anbieten, um im SUV-Boom noch ein weiteres Nischenprodukt anbieten zu können. Ein zweites Gerücht besagt, es könnte einen SLA auf Basis der A-Klasse-Plattform als achtes Kompaktmodell an den Start gehen. Dieses Modell wäre dann auch kein Roadster mehr, sondern ein sportliches Coupé, das sich an den Audi TT anlehnt.

Mercedes C-Klasse – 2021:

Die neue, fünfte Generation der Mercedes C-Klasse wird auf den internen Code W206 hören. Sie baut auf der neuen MRA II-Heckantriebs-Plattform auf und dürfte sich in Sachen Abmessungen und Design nur marginal entwickeln. Dafür protzen die Stuttgarter dann bei den inneren Werten.

Mercedes C-Klasse (W206)Alles zur 5. Generation ab 2021

Das Cockpit wird wie bei der A-Klasse aus einem freistehende Display bestehen. An Bord sind dann auch die neue Dieselgeneration OM 654 sowie ein Plugin-Hybrid. Außerdem bietet die nächste C-Klasse die Möglichkeit des vollautomatisierten Ein- und Ausparkens in entsprechend vorgerüsteten Parkhäusern sowie ein digitales Scheinwerferlicht, das die Fahrbahn situationsbezogen ausleuchten kann. Neben der C-Klasse gibt es natürlich auch wieder das Mercedes C-Klasse T-Modell (ab 2022), das Mercedes C-Klasse Coupé (ab 2022) nebst Cabrio (ab 2023) und eine All Terrain-Version (ab 2022). Auch entsprechende AMG-Versionen sind in Planung, dazu gesellen sich auf der Plattform noch die SUV GLC und GLC Coupé (beide ab 2022).

ModellStart
Mercedes E-Klasse Cabrio September 2017
Mercedes-AMG GLC 63 & CoupéSeptember 2017
Mercedes S-Klasse Coupé Facelift September 2017
Mercedes-AMG Project One Herbst 2017
Mercedes X-Klasse Ende 2017
Mercedes SprinterEnde 2017
Mercedes GLC F-Cell Plug-in2017
Mercedes C-Klasse Facelift2018
Mercedes-Maybach GLS 500 2018
Mercedes G-Klasse & AMG G63 2018
Mercedes C-Klasse T-Modell All Terrain 2018
Mercedes A-Klasse Anfang 2018
Mercedes A-Klasse lang2018
Mercedes GLE 2018
Mercedes-AMG CLS2018
Mercedes CLS Anfang 2018
Mercedes-AMG CLS2018
Mercedes A-Klasse LimousineEnde 2018
Mercedes B-Klasse2019
Mercedes CLA2019
Mercedes GLB2019
Mercedes GLA2019
Mercedes EQC2019
Mercedes SL2019
Mercedes SLA2019
Mercedes EQA2020
Mercedes SLC2020
Mercedes EQ Luxuslimousine2020
Mercedes EQ Luxus-SUV2020
Mercedes C-Klasse (W206)2021
Mercedes C-Klasse T-Modell2022
Mercedes C-Klasse All-Terrain2022
Mercedes C-Klasse Coupé2022
Mercedes GLC2022
Mercedes GLC Coupé2022
Mercedes C-Klasse Cabrio2023
Neuester Kommentar

Die Optik des nassen Milchbrötchens auf Rädern scheint ja nun überall aufzuquellen ... Lichtblicke sind der GLB - hoffentlich wird er auch so gebaut und erlaubt im Innenraum zwischen wohl wieder gewaltiger sich vasenförmig nach oben verbreiternder "Konsole" und fetter Türfüllung noch ein einigermassen kommodes Sitzgefühl. Auch der Ausblick auf die 2022 kommen sollende C-Klasse lässt äußerlich Hoffnung auf Besserung aufkeimen.

Die geniale Raumökonomie eines W 120 sucht man nach wie vor vergebens ... . Und über die Außenmaße brauchen wir auch nicht zu sprechen, Eine G-Klasse, die zehn Zentimeter breiter wird, verliert damit viel von ihrer Attraktivität. Und Alltagstauglichkeit. Zumindest hierzulande. Anstatt andauernd im Flieger in die USA und nach China zu düsen, wäre mal ein Ausflug auf Landstrassen mit den "Dickschiffen" in die schwäbische Provinz angesagt ... .

Da kommt kaum Freude auf.

Per Aspera ad Astra - Gruß
audiatur

audiatur 1. Oktober 2017, 20:50 Uhr
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