Smart Concept #1 Stefan Baldauf
Smart Concept #1 SUV-Studie
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Smart SUV Concept #1: Geely-Technik, Mercedes-Design

Smart Concept #1 Elektro-SUV mit Geely-Technik und Mercedes-Design

IAA

Mit dem neuen Partner Geely soll Smart auch in Europa wieder angreifen. Schon 2022 kommt ein kleiner SUV, der auf der IAA in München 2021 als Conceptcar Premiere feiern wird.

Die Smart Automobile Co., Ltd. haben die Geely Holding und die Mercedes-Benz AG im Dezember 2019 gegründet. Geely bringt seine SEA-Hightech-Plattform (Sustainable Experience Architecture) ein sowie moderne Fertigungsanlagen in China ein. Von Mercedes kommen das Erbe der Marke – sowohl in Europa als auch in China – sowie das Design. Das Joint Venture soll auch den Wechsel vom traditionellen Geschäftsmodell zu digitalisiertem Direktvertrieb an die Kunden bringen und Smart von der Ein-Auto-Marke im Micro-Segment zu einer mit einem Multi-Produkt-Portfolio machen – beginnend mit einem kompakten SUV.

Kräftiger Elektro-SUV

Auf der IAA in München zeigt das Smart Concept #1 – seriennah, wie Smart betont – was die SUV-Kundschaft 2022 erwarten darf. Der intern "HX11" bezeichnete rein elektrische Smart-SUV basiert auf der erwähnten Plattform, ist als Fünfsitzer ausgelegt und wird mit rund vier Metern Länge das größte Modell der Marke. Angetrieben von einem Heckmotor soll das Modell rund 250 PS an den Start bringen und für etwa 440 Kilometer Reichweite (WLTP) gut sein. Im Boden der Smart-Plattform verbauen die Geely-Ingenieure einen Lithium-Ionen-Akku mit etwas weniger als 70 kWh Kapazität. Außerdem sollen schnelles Aufladen und cloudbasierte Over-the-Air-Software-Updates das neue Auto auszeichnen.

Smart SUV Technische Zeichnung Chassis
Geely
Das trägt der kommende smart SUV "drunter". Spontan fühlt man sich an den VW Typ 181 erinnert - auch wenn der freilich keine Akkus im Boden trägt.

Die weiß lackierte IAA-Studie ist auf den ersten Blick als Smart zu erkennen. "Wir haben den typischen Smart-Look erhalten, ihn aber viel cooler gemacht", sagt Gorden Wagener, Chief Design Officer der Daimler Group. Es bleibt bei kurzen Überhängen an Front und Heck. Mit einer Länge von 4,29 Meter, einer Breite von 1,91 Meter und einer Höhe von 1,70 Meter ist der SUV kein Zwerg, bleibt aber so kompakt wie etwa ein VW T-Roc. Dank einem Radstand von 2,75 Meter und weit in den Ecken positionierten Rädern soll dennoch ein großer Innenraum herausspringen.

Das Panoramadach der Studie sitzt flankiert von einer Dachreling in einer Art Baseballkappe, die sich von der C-Säule bis über die Windschutzscheibe zieht. Die Türen öffnen gegenläufig und tragen rahmenlose Fenster. Der Verzicht auf eine B-Säule erleichtert den Zugang zum Innenraum. Die Türgriffe sind versenkt in den Türoberflächen verborgen. Die Serie dürfte auf konventionelle Portale und eine B-Säule setzen. Unten herum schützt der SUV seine Kanten und Radläufe mit schwarz gehaltener Kunststoffbeplankung. Das wirkt robust und ist einfach weniger empfindlich als lackierte Flächen. In den Radhäusern des Concept #1 stecken 21 Zoll große Leichtmetallfelgen, auf denen Reifen der Dimension 255/40 montiert sind.

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Smart
Vier Einzelsitze im geräumigen Innenraum.

Die Scheinwerferflächen an Front und Heck setzen auf kleine LED-Dreieckselemente. Zusammen mit akustischer Untermalung sollen hier Lichtinszenierungen für Aufmerksamkeit sorgen. Vom beleuchteten Kühlergrill bewegen sich zudem Lichteffekte zur Musik über die Fahrzeugseiten bis zum Heckdiffusor. Eingebunden in die Lichtspiele ist auch die Innenraumbeleuchtung. Ganz normal die Umgebung ausleuchten können die Scheinwerferelemente vermutlich auch.

Neues Bedienkonzept

Auf dem ebenen Innenraumboden platziert Smart in der Studie vier Einzelsitze. Die Serie kommt als Fünfsitzer mit konventioneller Rückbank. Zwischen den Vordersitzen sitzt eine scheinbar schwebende Mittelkonsole, die nahtlos in den Armaturenträger übergeht. Zentrales Bedienelement ist der freistehende zentrale 3D-Touchscreen mit einer Bildschirmdiagonale von 12,8 Zoll. Ein dreidimensional ausgeführter Globus dient als zentraler Menüpunkt. Ein animierter Avatar hilft dem User dabei durch die Menüs und Funktionen zu navigieren. Eine künstliche Intelligenz im Hintergrund passt dabei permanent die Bedienstruktur an den Nutzer an. Selbstredend bindet das Bordsystem auch Smartphones umfassend ein.

Bereits klar ist: Den Smart-SUV baut das Joint Venture zwar in China, aber er kommt nicht nur dort auf den Markt – Smart/Geely hat ganz klar Europa im Blick. Entsprechend ist das Modell auch ab 2022 in Deutschland zu haben.

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Smart ist als Elektro-Marke für Daimler ...
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... wichtig! Kleine E-Autos sind die Zukunft!

Fazit

Auch Smart kommt am SUV-Trend nicht vorbei und bringt 2022 ein entsprechendes Modell auf den Markt. Mit reinem Elektroantrieb im Format eines VW T-Roc. Die Technik kommt von Partner Geely, das Design von Daimler.

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