SPERRFRIST 24.02.21 14 Uhr Mercedes-Benz C-Klasse W 206 Premiere 2021 Mercedes
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Mercedes C-Klasse (W206) ab 2021: Alle Infos und Marktstart

Neue Mercedes-Benz C-Klasse W 206 (2021) Neuer Basis-Diesel, C 220d mit Mono- statt Biturbo

Mercedes hat die neue Generation der C-Klasse (W 206) vorgestellt. Das Mittelklasse-Modell übernimmt besonders im Innenraum vieles von der S-Klasse. Kurz nach Markteinführung gibt es erste Änderungen an der Motoren-Palette.

Ab Anfang 2021 wird die neue C-Klasse in schwierige Zeiten hineingeboren. Sie muss mit ihrem technischen Konzept auf dem MRA II-Baukasten ("R für "Rear", also die Heckantriebsplattform, auf der auch E- und S-Klasse aufbauen) sieben Jahre durchhalten. Eine lange Zeit, in der Google und Tesla mit ihren mehr oder weniger autonomen E-Autos immer mehr an Stärke gewinnen könnten.

Neue Mercedes C-Klasse mit riesigem Display

Darauf reagiert Mercedes zumindest äußerlich recht gelassen. Die C-Klasse wird nicht in hektischem Aktionismus umgekrempelt, sondern bleibt in Sachen Design und Dimensionen quasi ein guter Bekannter. Evolutionäre Weiterentwicklung ist angesagt – nicht mehr, aber auch nicht weniger. So wächst das Mittelklasse-Modell um 65 auf 4.751 Millimeter. In der Breite misst die neue Generation 1,82 Meter, die Höhe reduziert sich auf 1.438 Millimeter (-9 mm). Wichtiger allerdings: Der um 2,5 Zentimeter auf 2.865 Millimeter gewachsene Radstand, von dem vor allem die Knie der Fond-Passagiere profitieren. Innen stehen die Zeichen aber auch insgesamt deutlicher auf Veränderung.

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Das große Display fügt sich harmonisch in die breite Mittelkonsole ein.

Denn hier dominiert ein großer Bildschirm die Mittelkonsole – wie bei der neuen S-Klasse. Das Display schließt im unteren Bereich nahtlos an eine Schalterleiste an, mit der Fahrer und Beifahrer die Klimafunktionen bedienen können. Das optional etwa DIN A4 große Display (11,9 Zoll Diagonale) zeigt unter anderem Bilder der Fahrzeugumgebung, aber auch Telefon- sowie Audio-Funktionen mit Favoritenlisten an. In der Basisausführung fällt das Display mit 9,5 Zoll indes kleiner aus. Eine Tastenleiste gibt es dennoch unterhalb des Schirms. So können die Fahrmodi, der Parkassistent, die Standheizung oder die Lautstärkeregelung mit leichtem Zugriff bedient werden. Auch ein Fingerabdrucksensor ist hier untergebracht. Digital ist auch das Kombiinstrument hinter dem Dreispeichenlenkrad – auch das lehnt sich in Sachen Design an die aktuellen Digitalcockpits von S- und E-Klasse an.

Am anderen Ende der C-Klasse wartet das Ladeabteil auf Gepäck. Die Limousine steckt mit 455 Litern genau so viel weg wie das Vorgängermodell. Beim T-Modell sind es mit 490 bis 1.510 Litern genau 30 mehr als zuvor. Wer zum Plug-in-Modell greift, muss hier batteriebedingte Einbußen hinnehmen. Der Teilzeitstromer bringt nur 390 bis 1.375 Liter unter.

Nur noch Vierzylinder

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Limousine und T-Modell bietet Mercedes zum Start mit drei Benzinern und drei Diesel-Motoren an.

Die neuen Vierzylinder-Benziner M254 mit Partikelfilter und die Dieselgeneration OM 654 sollen noch lange in die Zukunft reichen. Vom Ende des Selbstzünders will Mercedes also vorerst nichts wissen, denn die neuen Aggregate haben alleine in der Entwicklung drei Milliarden Euro verschlungen. Auf der Benzinerseite bildet der C300 mit 4-Matic und dem 258 PS und maximal 400 Newtonmeter starken Vierzylinder zunächst die Speerspitze. Per Overboost erhält er für gut 30 Sekunden zusätzlich 36 PS. Die Top-Modelle C43 und C63e kommen später und sind ebenfalls nur mit Vierzylinder-Benzinern ausgerüstet.

Die weiteren Motoren: C 180 mit 170 PS und 250 Newtonmetern sowie C 200 mit 204 PS und 300 Newtonmetern – jeweils mit 1,5 Litern Hubraum. In allen Modellen sind ein integrierter Starter-Generator und ein 48-Volt-Bordnetz vorhanden. Die daraus gewonnene zusätzliche Elektro-Power beträgt stets 15 kW / 20 PS – und zwar sowohl bei den Benzinern als auch bei den Dieselaggregaten.

C 220 d nun mit Single- statt Biturbo

Diese bietet Mercedes inzwischen in drei Leistungsstufen an. Den Einstieg bildet der C 200 d, dessen OM 654 mit Single-Turbo 163 PS leistet und maximal 380 Newtonmeter bereitstellt. Die Einführung dieses Selbstzünders zieht eine Änderung beim C 220 d nach sich: Dieser wird nun vom eben erwähnten schwächeren und nicht vom stärkeren Vierzylinder-Selbstzünder C 300 d abgeleitet. Die technischen Daten bleiben gleich (200 PS und höchstens 440 Newtonmeter). Allerdings geht bei der Umstellung ein Lader flöten, was jedoch als positive Konsequenz eine Gewichtsersparnis beim Motor bedeutet. Beim C 300 d ändert sich nichts: Der Biturbo-OM 654 liefert weiterhin 265 PS und bis zu 550 Newtonmeter.

Eine neue Kurbelwelle erhöht den Hub auf 94,3 Millimeter und den Hubraum auf 1.993 cm³ (vorher 92,3 Millimeter und 1.950 cm³). Die wassergekühlten Turbolader besitzen nun beide eine variable Turbinengeometrie und sollen dadurch sowohl schneller ansprechen als auch gleichmäßiger Kraft entfalten. Haben die Abgasströme die Schaufeln verlassen, wird per NOX-Speicherkatalysator, Diesel-Partikelfilter und zwei SCR-Katalysatoren nachbehandelt.

Daten zur Mercedes C-Klasse (W 206)

  Limousine T-Modell
Länge 4.751 mm 4.751 mm
Höhe 1.438 mm 1.455 mm
Breite (inkl. Spiegel) 2.033 mm 2.033 mm
Radstand 2.865 mm 2.865 mm
Spur vorne 1.582 mm 1.582 mm
Spur hinten 1.594 mm 1.594 mm
Kofferraumvolumen 455 Liter 490 - 1.510 Liter

Plug-in-Hybrid und Hinterachslenkung

Später im Jahr folgt der Plug-in-Hybrid C 300 e mit einer 95 kW starken Elektromaschine und bis zu 100 Kilometern rein elektrischer Reichweite (WLTP). Die Systemleistung liegt bei 313 PS und 550 Newtonmetern Drehmoment. Eigentlich hatte Mercedes diesen Antrieb bereits für das E-Klasse-Facelift vorgesehen, sich im letzten Moment aber doch dagegen entschieden. Nun gibt der Hybrid-Antrieb sein Debüt eben in der C-Klasse.

Neben den Sechszylinder-Motoren fliegen auch die optionale Luftfederung (Body Control) sowie das Halogenlicht und der aufrecht stehende Mercedes-Stern aus dem Programm. Bei den Plug-in-Varianten von Limousine und T-Modell packt Mercedes dafür eine luftgefederte Hinterachse in den Serienumfang. Standardmäßig rollt der W 206 mit einer neuen Vierlenkerachse vorne und einer Raumlenker-Hinterachse an. Kontinuierliche Verstelldämpfung, sowie ein Sportfahrwerk gibt es optional. Eine weitere Besonderheit und Sonderausstattung an der Hinterachse: Die Hinterachslenkung mit einem Winkel von bis zu 2,5 Grad, wodurch sich der Wendekreis um 43 Zentimeter auf 10,64 Meter verringert.

Die Motorisierungen der C-Klasse (W 206)

Motor kW / PS Hubraum Durchschnittsverbrauch (WLTP) Kraftstoff
C 180 125 / 170 1.496 ccm 7,2 - 6,2 Liter Benzin
C 200 150 / 204 1.496 ccm 7,4 - 6,5 Liter Benzin
C 200 4Matic 150 / 204 1.496 ccm 7,6 - 6,6 Liter Benzin
C 300 190 / 258 1.999 ccm 7,4 - 6-6 Liter Benzin
C 300 4Matic 190 / 258 1.999 ccm 7,9 - 7,0 Liter Benzin
C 200 d 120 / 163 1.993 ccom 4,7 - 4,2 Liter (NEFZ errechnet) Diesel
C 220 d 147 / 200 1.993 ccm 5,8 - 5,1 Liter Diesel
C 220 d 4Matic 147 / 200 1.993 ccm 4,9 - 4,5 Liter (NEFZ errechnet) Diesel
C 300 d 195 / 265 1.993 ccm 5,8 - 5,1 Liter Diesel
C 300 d 4Matic 195 / 265 1.993 ccm 5,3 - 5,0 Liter (NEFZ errechnet) Diesel
Motor kW / PS Hubraum Durchschnittsverbrauch (WLTP) Kraftstoff
C 180 125 / 170 1.496 ccm 7,2 - 6,2 Liter Benzin
C 200 150 / 204 1.496 ccm 7,4 - 6,5 Liter Benzin
C 200 4Matic 150 / 204 1.496 ccm 7,6 - 6,6 Liter Benzin
C 300 190 / 258 1.999 ccm 7,4 - 6-6 Liter Benzin
C 300 4Matic 190 / 258 1.999 ccm 7,9 - 7,0 Liter Benzin
C 200 d 120 / 163 1.993 ccom 4,7 - 4,2 Liter (NEFZ errechnet) Diesel
C 220 d 147 / 200 1.993 ccm 5,8 - 5,1 Liter Diesel
C 220 d 4Matic 147 / 200 1.993 ccm 4,9 - 4,5 Liter (NEFZ errechnet) Diesel
C 300 d 195 / 265 1.993 ccm 5,8 - 5,1 Liter Diesel
C 300 d 4Matic 195 / 265 1.993 ccm 5,3 - 5,0 Liter (NEFZ errechnet) Diesel

Aus drei Baukästen wird einer

Daneben entwickelt Mercedes sein flexibles Baukastensystem weiter. Irgendwann soll die C-Klasse als Plug-in-Hybrid sogar 150 Kilometer rein elektrisch fahren können. Dafür muss dann die Batterie raus aus dem Kofferraum und rein in den Wagenboden, denn sonst wird es zu eng. Dafür braucht man jedoch eine neue technische Basis. Und weil sich Mercedes ja zur Devise "Das Beste oder nichts" bekennt, laufen Überlegungen, aus den drei Baukästen (MFA, MRA und EVA) einen einzigen zu machen. Der wäre dann sowohl für Verbrennungsmotoren wie für Elektroantriebe ausgelegt.

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Der große Touchscreen reagiert schnell und präzise. Kein Wunder, denn dahinter sitzt leistungsstarke Hardware.

Eine Kardanwelle braucht es dafür jedenfalls nicht, weil die Achsen stets elektrisch angetrieben werden. Außerdem können die Tankvolumina kleiner werden, denn Plug-in-Hybride sind ja überwiegend elektrisch unterwegs und benötigen weniger Kraftstoff an Bord. Weitere Fortschritte gibt es im Bereich der Assistenzsysteme.

Sicherheitssysteme und Komfortausstattung

Die neue C-Klasse bietet die Möglichkeit des vollautomatisierten Ein- und Ausparkens in entsprechend vorgerüsteten Parkhäusern sowie ein digitales Scheinwerferlicht, das die Fahrbahn situationsbezogen ausleuchten kann und das ebenfalls aus der S-Klasse stammt. Parallel treibt Mercedes die Vernetzung aktiver und passiver Sicherheitssysteme voran. Das bedeutet, dass die inzwischen beinahe selbstverständliche Sensorik für Systeme wie Spurhalte- und Spurwechselassistent sowie Abstandsregeltempomat und Notbremsassistent dabei unterstützt sowie Airbags präziser auszulösen.

Umfrage

25808 Mal abgestimmt
Hätten Sie sich Sechs- und Achtzylinder für die C-Klasse gewünscht?
Ja, die gehören einfach dazu.
Nein, die sind nicht mehr zeitgemäß.

Im Komfort-Kapitel nimmt Mercedes ebenfalls einige Anpassungen vor. So wurde etwa die Massagefunktion für Fahrer und Beifahrer verbessert, während sich die Fondpassagiere erstmals über eine Sitzheizung freuen dürfen. Das T-Modell verfügt serienmäßig über eine elektrische Heckklappe. Als Option lassen sich ein farbiges Head-Up-Display und eine Navigationsansicht mit Augmented-Reality-Elementen einbuchen. Für musikalische Unterhaltung sorgt standardmäßig das Feature "Online Music", das die großen Streaminganbieter in sich vereint und direkt in das MBUX-System integriert. Da müssen Sie erstmal durchatmen? Auch gut – mit dem optionalen Air Balance-Paket wird die Innenraumluft gefiltert und ionisiert.

Preise für Limousine und Kombi

Die Limousine startet als C 180 ab 41.138 Euro. Der C 200 kostet ab 44.798 Euro, in der Allradvariante werden 47.178 Euro gefordert. 47.892 Euro kostet die C-Klasse als C 300. Dessen Allradversion steht mit 50.272 Euro in der Preisliste. Mit Diesel startet die C-Klasse als C 200 d ab 44.173 Euro. Der C 220 d ist mit mindestens 47.178 Euro gelistet. Wer diesen Motor mit Allradantrieb kombinieren möchte, zahlt mindestens 49.558 Euro. Für den C 300 d will Mercedes wenigstens 51.789 Euro (Hinterradantrieb) beziehungsweise 54.169 Euro (4Matic) haben. Als T-Modell ist die C-Klasse in allen bisher erhältlichen Motorvarianten 2.178 Euro teurer.

PDF
Preisliste Mercedes C-Klasse Limousine5,69 MByte
PDF
Preisliste Mercedes C-Klasse T-Modell5,84 MByte

Fazit

Die neue C-Klasse macht Probleme im eigenen Haus. Warum? Weil sie die jüngst erst geliftete E-Klasse schon jetzt ganz schön alt aussehen lässt. Besonders das aufgeräumte Cockpit im S-Klasse-Look gefällt, MBUX der zweiten Generation inbegriffen. Das gestraffte Äußere trägt außerdem seinen Teil zum gelungenen Auftritt bei.

Dass man diese Wellness-Behandlung bei Mercedes ausgerechnet der C-Klasse angedeihen lässt, ist verständlich. Schließlich ist das Mittelklasse-Modell ein Bestseller – und bleibt es vermutlich auch.

Mercedes C-Klasse
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