Acht-Meter-Luxusmonster: Die gigantische Designer-Limousine Aznom L’Epoque aus Italien

Aznom L’Epoque aus Italien
Was ist das bitte für ein Acht-Meter-Auto?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.01.2026
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Mit dem L’Epoque präsentiert das italienische Unternehmen Aznom Automotive gemeinsam mit dem Camal Designstudio eine der größten jemals entworfenen Limousinen. Gestalterisch soll sich die "Land-Yacht" an den Chauffeurwagen und Repräsentationsfahrzeugen der 1920er- und 1930er-Jahr orientieren. Wir denken also an Bugatti, Duesenberg oder Rolls-Royce – aber auch an den Mercedes-Benz 770 oder den Maybach-Zeppelin. Doch selbst diese Giganten der Automobilgeschichte wirken winzig gegen das italienische Schmuckstück.

Abmessungen, Design und Radgröße

Auf genau 7,92 Meter bemisst Aznom den L’Epoque – so wird das Auto genannt. Und es soll ausdrücklich nicht als nostalgisches Retroprojekt, sondern als stilistische Neuinterpretation klassischer Coachbuilding-Prinzipien mit zeitgemäßer Technik verstanden werden. Mit der Größe übertrifft er auch aktuelle Riesen wie die Mercedes-Maybach S-Klasse oder den Cadillac Escalade deutlich. Um die sehr lange Karosserie optisch auszubalancieren, bedarf es sehr, sehr großer Räder. Die Italiener entschieden sich für 30-Zöller.

Gestalterisch kombiniert der L’Epoque eine lange Motorhaube, einen aufrechten Kühlergrill und ein ausgezogenes Heck. Soweit ist das klassischer Karosseriebau – wenn auch in neuen Dimensionen. Und er kombiniert Elemente des sogenannten "Art Déco". Die lange Limousine ist klar auf repräsentative Nutzung mit Chauffeur ausgelegt. Hatten wir schon erwähnt, dass es sich vorerst um eine Konzeptstudie handelt?

Innenraumkonzept

Der Innenraum gleicht einer Lounge und verzichtet auf eine klassische Fondbestuhlung. Stattdessen ist der hintere Bereich als Aufenthaltsraum konzipiert. Die Sitzanordnung besteht aus einem Sofa sowie zusätzlichen Klappsitzen, ergänzt durch ein zentrales Möbelmodul. Die Atmosphäre wirkt wie in einem antiken Boutique-Hotel.

Aznom legt den Fokus auf Materialqualität und handwerkliche Verarbeitung. Verwendet werden unter anderem Holz, Leder und textile Oberflächen. Digitale Anzeigen und Bildschirme sind integriert, bleiben jedoch im Ruhezustand verborgen. Ziel ist eine möglichst ruhige, aufgeräumte Innenraumwirkung. Die Steuerung zentraler Funktionen wie Klima, Licht, Duft und Fahrwerk erfolgt über einen KI-basierten Sprachassistenten, der im Hintergrund arbeitet und physische Bedienelemente reduzieren soll.

Antrieb und Fahrwerk

Technisch basiert der L’Epoque auf einem elektrischen Allradantrieb mit vier Elektromotoren, jeweils einem pro Rad. Die Systemleistung liegt bei über 1.000 PS. Zur Reichweitenabsicherung ist ein V6-Motor als Generator vorgesehen, der eine 100-kWh-Batterie unterstützt. Der Antrieb ist damit als elektrisches System mit Range Extender ausgelegt.

Das Chassis ist als Leiterrahmen konzipiert, was bei Fahrzeugen dieser Größenordnung konstruktive Vorteile bietet und zugunsten der Stabilität wahrscheinlich sogar notwendig ist. Geplant ist ein adaptives Fahrwerk mit automatischer Niveauregulierung und Straßenzustandserkennung, um auch auf unebenem Untergrund ein konstantes Komfortniveau zu gewährleisten.

Positionierung und Projektstatus

Aznom beschreibt den L’Epoque als Fahrzeug für höchste Ansprüche an Komfort, Privatsphäre und Exklusivität. Der Anspruch besteht darin, die Qualität des Aufenthalts an Bord an das Niveau von Privatjet, Yacht oder Wohnresidenz anzugleichen. Der Projektstatus ist als Design- und Machbarkeitsstudie definiert. Nach Angaben von Aznom wäre eine Umsetzung grundsätzlich möglich – dann allerdings als Einzelstück. Eine Serienfertigung ist nicht vorgesehen.

Fazit