582 PS im Roadster: Brabus SL R129 7.3S im Fokus

Brabus SL R129 (7.3S)
Ein Roadster mit 582 PS und V12-Power

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.06.2026
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Mercedes-Benz SL R129 Brabus 7.3 S V12 (1995) 12-Zylinder-Motor M120
Foto: Lukas Magerl/RM Sotheby's

Im Herzen des Brabus 7.3S schlägt ein stark modifizierter M120-V12-Motor, dessen Hubraum die Techniker von ursprünglich sechs auf 7,3 Liter erweitern. Diese Anpassung ging Hand in Hand mit einer überarbeiteten Motorsteuerung sowie weiteren Optimierungen an Ansaug- und Abgasanlage, wodurch eine Leistung von stolzen 582 PS erreicht wird. Das maximale Drehmoment liegt bei etwa 772 Nm.

Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes Fünfgang-Automatikgetriebe vom Typ 722.6, das speziell auf die hohen Leistungsanforderungen abgestimmt ist. Ergänzt wird das technische Paket durch eine Sportabgasanlage, die nicht nur zur Leistungssteigerung beiträgt, sondern auch für einen charakteristischen Klang sorgt.

Fahrwerk und Bremsen: Perfekte Kontrolle bei hoher Geschwindigkeit

Um die enorme Leistung des Motors sicher auf die Straße zu bringen, erhielt der Brabus SL ein speziell abgestimmtes Fahrwerk mit sportlicherer Abstimmung. Die dreiteiligen Monoblock-III-Felgen in 18 Zoll tragen nicht nur zur Optik bei, sondern verbessern auch das Handling durch ihre Leichtbauweise.

Für optimale Verzögerungswerte sorgt eine Hochleistungsbremsanlage von Alcon mit vergrößerten Bremsscheiben und Mehrkolben-Bremssätteln. Diese Kombination gewährleistet auch bei hohen Geschwindigkeiten eine zuverlässige Bremsleistung.

Aerodynamik und Design: Schwarze Eleganz trifft Funktionalität

Optisch setzt der Brabus SL auf Understatement: Die Karosserie ist komplett in Pearl Black lackiert, inklusive Stoßfängern, Seitenleisten und Hardtop. Auch die Felgensterne sowie das Interieur folgen diesem dunklen Farbschema mit schwarzem Leder und dezenten Kontrasten.

Ein Aerodynamikkit sorgt dafür, dass der Roadster auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil bleibt. Dazu gehören modifizierte Stoßfänger sowie Seitenschweller mit integrierten Lufteinlässen.

Historie und Seltenheit des Modells

Zwischen 1995 und 2001 wurden nur wenige Exemplare des Brabus 7.3S gebaut, was ihn zu einem äußerst seltenen Fahrzeug macht. Das hier vorgestellte Modell wurde im Jahr 1996 fertiggestellt und erhielt im selben Jahr seine TÜV-Abnahme in Essen sowie seine Erstzulassung im Kreis Warendorf.

Kurioserweise installierten die Mechaniker erst 2001 einen Tacho, der bis zu einer Geschwindigkeit von 300 km/h reicht – ein klares Indiz für die außergewöhnliche Performance dieses Wagens. Heute gehört dieser Roadster zu den begehrtesten Sammlerstücken seiner Ära.

Marktwert: Ein Klassiker mit steigendem Wert

Der ursprüngliche Neupreis eines solchen Umbaus lag bei über 300.000 D-Mark – eine Summe, die ihn bereits damals in den Bereich der absoluten Luxusfahrzeuge katapultierte. Heutige Schätzpreise bei Auktionen bewegen sich zwischen 200.000 und 250.000 Euro, was seine anhaltende Attraktivität unter Sammlern unterstreicht.

Fazit