THG-Prämie 2027: Wann beantragen? Wie viel Euro gibt es?

THG-Prämie 2027
Wann beantragen? Wie viel Euro gibt es?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.08.2026
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Foto: Hyundai / Patrick Lang

Während viele Anbieter Anfang 2026 noch deutlich niedrigere Beträge zahlten, liegen aktuell die garantierten THG-Prämien häufig zwischen 300 und 380 Euro. Einzelne Aktionen liegen sogar darüber. Damit rückt bereits die Frage in den Mittelpunkt, welche Auszahlung 2027 möglich sein könnte.

Sind 2027 mehr als 400 Euro möglich?

Ein wichtiger Grund für den Optimismus ist die gesetzliche Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Sie steigt zum 1. Januar 2027 deutlich von zwölf Prozent auf 17,5 Prozent. Unternehmen, die Kraftstoffe in Deutschland in Verkehr bringen, müssen dadurch mehr Treibhausgasemissionen einsparen oder entsprechende THG-Zertifikate erwerben. Die höhere Quote erhöht grundsätzlich die Nachfrage nach THG-Zertifikaten. Setzt sich die Marktentwicklung aus dem Jahr 2026 fort, erscheinen Auszahlungen von mehr als 400 Euro durchaus möglich.

Eine Garantie für eine bestimmte Prämienhöhe gibt es jedoch nicht. Neben der gesetzlichen Quote beeinflussen auch Angebot und Nachfrage sowie weitere Marktbedingungen die tatsächliche Auszahlung.

Wann sollte die THG-Prämie beantragt werden?

Wer die höchstmögliche THG-Prämie erzielen möchte, sollte den Antrag 2027 nicht unbedingt direkt im Januar stellen. Die Entwicklung im Jahr 2026 hat gezeigt, dass viele Anbieter ihre garantierten Auszahlungen erst im Frühjahr deutlich angehoben haben. Wer bereits zu Jahresbeginn abgeschlossen hatte, konnte von dieser Entwicklung nicht mehr profitieren. Wer dagegen früh Planungssicherheit haben möchte, kann sich auch zu Jahresbeginn einen garantierten (vermutlich kleineren) Betrag sichern.

Als sinnvoller Zeitraum gelten deshalb etwa März bis Juni. Bis dahin zeichnet sich häufig ab, wie sich der Zertifikatemarkt entwickelt und welche Anbieter ihre Prämien nach oben anpassen. Zu lange sollte allerdings ebenfalls nicht gewartet werden. Spätestens Ende Oktober empfiehlt sich die Beantragung, da viele Anbieter ihre Annahme vorzeitig schließen. Hintergrund ist der gesetzliche Stichtag: Bis zum 15. November müssen die Anträge beim Umweltbundesamt eingereicht sein.

Vorsicht bei Mehrjahresverträgen

Einige Anbieter werben mit Verträgen über zwei oder mehr Jahre. Solche Angebote wirken zunächst attraktiv, weil die Auszahlung über einen längeren Zeitraum festgeschrieben wird.

Gerade für 2027 kann diese Bindung aber zum Nachteil werden. Sollten die THG-Prämien durch die steigende gesetzliche Quote und eine höhere Nachfrage tatsächlich weiter zulegen, profitieren Kunden mit einem Mehrjahresvertrag davon meist nicht mehr. Wer flexibel bleiben möchte, sollte die THG-Quote deshalb jedes Jahr neu beantragen. Achten Sie bei Mehrjahresverträgen darauf, dass es die Möglichkeit gibt, nach einem Jahr zu wechseln.

Warum gibt es die THG-Prämie überhaupt?Die THG-Prämie ist keine staatliche Förderung für Elektroautos. Sie entsteht, weil Unternehmen, die Kraftstoffe in Deutschland in Verkehr bringen, gesetzlich Treibhausgasemissionen mindern müssen. Einen Teil dieser Verpflichtung können sie durch den Erwerb von THG-Zertifikaten erfüllen.

Das wird für den Antrag benötigt

Die Beantragung der THG-Prämie dauert in der Regel nur wenige Minuten, die Auszahlung indes kann viele Wochen dauern. Auch hier gibt es Angebote für eine direkte Auszahlung, die jedoch meistens niedriger ausfallen. Voraussetzung für die Prämie ist ein rein batterieelektrisches Fahrzeug, das auf den Antragsteller zugelassen ist.

Benötigt werden üblicherweise:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Name und Kontaktdaten
  • E-Mail-Adresse
  • IBAN für die Auszahlung

Der jeweilige Anbieter übernimmt anschließend die Zertifizierung beim Umweltbundesamt sowie die Vermarktung der THG-Quote.

Fazit