Der Porsche 928 Clubsport basiert auf dem Gran Turismo-Konzept des ursprünglichen 928, wurde jedoch in vielen Bereichen optimiert. Der zentrale Ansatz war eine signifikante Gewichtsreduktion. Durch den Verzicht auf Komfortmerkmale wie elektrische Sitzverstellungen, Schiebedach und Heckwischer sparte Porsche etwa 120 Kilogramm ein. Auch der Kabelbaum wurde vereinfacht, und leichtere Materialien kamen zum Einsatz. Besonders erwähnenswert ist der Einsatz eines leichteren Klimakompressors sowie das Entfernen von Sonnenblenden vor der Heckscheibe.
Unter der Haube arbeitete ein modifizierter Fünfliter-V8-Motor mit ausgewählten Kolben und Pleueln sowie angepassten Nockenwellen. Diese Änderungen führten zu einer Leistungssteigerung auf offiziell 320 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei beeindruckenden 270 km/h.
Das Dogleg-Getriebe
Ein besonderes Merkmal des 928 Clubsport war das ZF-Fünfgang-Schaltgetriebe mit Dogleg-Schaltung. Hierbei befindet sich der erste Gang links unten, eine Anordnung, die vor allem im Motorsport Vorteile bietet. Sie ermöglicht schnelle Gangwechsel zwischen den Gängen zwei bis fünf – ideal für dynamische Fahrmanöver.
Die Kombination aus diesem Getriebe und dem Transaxle-Layout des Fahrzeugs sorgte für eine optimale Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Dies verbesserte nicht nur die Traktion, sondern auch das Handling des Wagens erheblich.
Exklusivität garantiert
Porsche baute insgesamt nur 27 Exemplare des 928 Clubsport. Davon waren vier Fahrzeuge speziell für Werksfahrer wie Jochen Mass vorgesehen, während lediglich 17 Stück an Kunden verkauft wurden. Diese Seltenheit macht den Clubsport heute zu einem begehrten Sammlerstück.
Alle Fahrzeuge sind durch den "CS Clubsport"-Schriftzug am linken Vorderkotflügel erkennbar. Die Werksfahrzeuge waren in Grandprixweiß lackiert und mit blauem Leder ausgestattet – ein zeitlos elegantes Erscheinungsbild.
Jochen Mass und sein Fahrzeug
Eines dieser seltenen Exemplare gehörte dem deutschen Rennfahrer Jochen Mass, der es während seiner aktiven Zeit bei Porsche nutzte. Das Fahrzeug mit dem Kennzeichen BB-PW 269 begleitete ihn über viele Jahre hinweg und legte dabei mehr als 76.000 Kilometer zurück – größtenteils bei Hochgeschwindigkeitsfahrten zwischen Rennveranstaltungen.
Heute wird dieses besondere Fahrzeug bei Auktionen geschätzt – mit einem erwarteten Preisrahmen von etwa 215.000 bis 301.000 Euro spiegelt es nicht nur technische Exzellenz wider, sondern auch einen Teil Motorsportgeschichte.





