Nur einen Tag im Land: Dieser Ferrari war schneller beschlagnahmt als versichert

Nur einen Tag im Land
Dieser Ferrari war schneller beschlagnahmt als versichert

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.08.2026
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Darunter waren zahlreiche Supersportwagen und Luxusautos von Ferrari, Lamborghini, McLaren, Porsche, Bentley und Rolls-Royce. Zusammen sollen die sichergestellten Fahrzeuge mehr als acht Millionen Pfund wert sein, umgerechnet mehr als 9,3 Millionen Euro.

Das erste Fahrzeug, dass der Polizei in die Falle gegangen ist, war ein roter Lamborghini Revuelto, der schlussendlich auf einen Abschleppwagen verladen wurde. Sein Wert wird mit rund 450.000 Pfund angegeben, umgerechnet etwa 525.000 Euro.

Ferrari Monza SP2 gehört zu den seltensten Autos der Kontrolle

Besonders ungewöhnlich waren die Umstände beim Ferrari Monza SP2. Das Auto befand sich nach Angaben der Polizei erst seit einem Tag in Großbritannien. Sein Fahrer war weniger als eine halbe Stunde unterwegs, als ihn Beamte stoppten. Er besaß lediglich einen vorläufigen Führerschein und hatte für den Ferrari keinen gültigen Versicherungsschutz.

Vom Monza SP2 entstanden gemeinsam mit der einsitzigen Variante SP1 lediglich 499 Exemplare. Ferrari stattete den offenen Zweisitzer mit einem 6,5-Liter-V12 mit 810 PS aus. Tempo 100 erreicht er nach Werksangaben in 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mehr als 300 km/h. Ein Met-Polizist hatte dann das Vergnügen, diesen raren Supersportwagen, wenn auch nur langsam, kurz zu fahren.

*Wertangabe auf Grundlage der Mitteilung der Metropolitan Police. Die übrigen Beträge sind grobe Größenordnungen und hängen stark von Modelljahr, Ausführung, Sonderausstattung und Marktwert ab. Beim Revuelto und Purosangue liegen aktuelle Preisgrößenordnungen bei rund 500.000 beziehungsweise 379.000 Euro.

Polizei kontrolliert Versicherung und Fahrverhalten

Die Aktion konzentrierte sich auf Hyde Park, Kensington und Chelsea. Im Mittelpunkt standen Fahrer ohne ausreichenden Versicherungsschutz sowie gefährliches und sogenanntes antisoziales Fahrverhalten. Insgesamt waren 120 Beamte beteiligt, darunter 95 Angehörige der Special Constabulary und des Vehicle Enforcement Teams. Unterstützt wurden sie vom Motor Insurers' Bureau, das unter anderem die zentrale Versicherungsdatenbank für Fahrzeuge betreibt.

Bei 15 Fahrzeugen nutzten die Beamten neue Befugnisse, die eine sofortige Beschlagnahmung wegen "antisozialen Fahrverhaltens" ermöglichen. Eine vorherige Verwarnung ist dabei nicht erforderlich. Einsatzleiter Geoff Tatman erklärte, die Polizei erhalte regelmäßig Beschwerden von Anwohnern über gefährlich gefahrene Autos und umgebaute Fahrzeuge, die durch Lärm oder anderes Verhalten störten.

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Nicht alle sichergestellten Fahrzeuge waren allerdings wegen eines solchen Verhaltens aufgefallen. Bei einem Teil ging es um fehlenden oder fehlerhaften Versicherungsschutz. Die Polizei nennt beispielsweise Versicherungen, in denen ein falsches Kennzeichen oder Fahrzeug eingetragen war. Bei ausländischen Fahrern gab es zudem Policen, die Fahrten in Großbritannien nicht abdeckten.

Kontrollen führen zu vier Festnahmen

Bei den Fahrzeugkontrollen stießen die Beamten außerdem auf mögliche weitere Straftaten. Bei einem Mann fanden sie 19 Bankkarten auf fremde Namen und mehr als 2.500 Pfund Bargeld, rund 2.900 Euro. Er wurde wegen des Verdachts auf Hehlerei und Geldwäsche festgenommen.

Ein weiterer Mann war zunächst wegen Fahrens ohne Versicherung kontrolliert worden. Bei ihm stellte die Polizei 5.500 Pfund Bargeld sicher, rund 6.400 Euro. Er wurde wegen des Verdachts auf Drogenbesitz mit Verkaufsabsicht festgenommen. Zwei weitere Festnahmen erfolgten wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Einwanderungsrecht sowie wegen eines Verhaltens, das andere Menschen belästigt oder beunruhigt haben soll.

Rekord bei der Londoner Kontrollaktion

Die Metropolitan Police führt vergleichbare Schwerpunktkontrollen seit fünf Jahren durch. 2025 wurden 72 Fahrzeuge beschlagnahmt, zwei gestohlene Autos sichergestellt und acht Personen festgenommen.

Fazit