Land Rover startet eine umfangreiche Rückrufaktion für mehrere aktuelle Land-Rover-Modelle. Grund ist eine mögliche Korrosion an einer elektrischen Steckverbindung des Fahrerairbags. Im schlimmsten Fall könnte der Airbag bei einem Unfall nicht wie vorgesehen auslösen. Weltweit sind rund 629.000 Fahrzeuge betroffen, davon mehr als 31.000 in Deutschland.
Zurück in die Werkstatt
Betroffen sind die Modellreihen Defender, Discovery und Range Rover, die zwischen April 2019 und Juni 2026 produziert wurden. Nach Angaben des Herstellers können die Steckverbindungen des Fahrerairbags in der Lenksäule mit der Zeit korrodieren. Dadurch besteht das Risiko, dass der Fahrerairbag im Ernstfall nicht aktiviert wird.
In den Vertragswerkstätten werden die Anschlussklemmen des Fahrerairbags mit einem speziellen Schutz- beziehungsweise Schmiermittel behandelt, um Korrosion zu verhindern und die elektrische Verbindung dauerhaft zu sichern. Je nach Modell dauert die Maßnahme etwa 25 bis 30 Minuten. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt den Rückruf unter der Referenznummer 16762R. Als Hersteller-Aktionscode kommt D121 zum Einsatz, bei einigen Fahrzeugen wird zusätzlich auch der Code D120 verwendet. Die Rückrufaktion wird behördlich überwacht.
Nach Angaben von JLR (Jaguar Land Rover) und dem KBA sind bislang keine Unfälle oder Personenschäden bekannt geworden, die auf den beschriebenen Defekt zurückzuführen sind. Fahrzeughalter werden von Land Rover informiert und sollten den Werkstatttermin zeitnah wahrnehmen, um die Funktion des Fahrerairbags sicherzustellen.
Parallel dazu laufen bei Jaguar Land Rover weiterhin weitere Airbag-Rückrufe im Zusammenhang mit den bekannten Takata-Gasgeneratoren. Dabei werden ältere Jaguar- und Land-Rover-Modelle mit potenziell fehlerhaften Airbagmodulen in die Werkstätten gerufen, um die betroffenen Komponenten auszutauschen.





