Über 75.000 Euro: Das macht den Peaq zum teuersten Skoda aller Zeiten

Skoda Peaq im Konfigurator
Das macht den Peaq zum teuersten aller Skoda

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.06.2026
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Der Einstiegspreis von 49.900 Euro klingt für den neuen, elektrischen Riesen Skoda Peaq zunächst fast zu schön, um wahr zu sein. Immerhin positionieren die Tschechen ihr neues Flaggschiff deutlich oberhalb von Enyaq und Kodiaq. Doch hinter dem vergleichsweise niedrigen Grundpreis versteckt sich eine hart kalkulierte Einstiegsversion.

Das Basismodell hört auf den Namen Peaq 60 Selection und kombiniert 204 PS mit Heckantrieb und dem kleineren Batteriepaket. Bereits serienmäßig an Bord sind zahlreiche Komfort- und Technikfeatures, die vor wenigen Jahren noch für die Oberklasse reserviert waren – darunter Wärmepumpe, Drei-Zonen-Klimaautomatik, großes 13,6-Zoll-Infotainment, Digitalcockpit, Navigation, Rückfahrkamera und umfangreiche Assistenzsysteme. Was dem Einstiegsmodell fehlt, sind so einige Komfort-Ausstattungen: Matrix-LED-Licht, 360-Grad-Kamera, Head-up-Display, Glasdach, Komfortsitze mit Massagefunktion oder hochwertige Audioanlagen.

Der erste Klick entscheidet: Selection oder Sportline?

Wer den neuen Skoda Peaq konfiguriert, trifft die wichtigste Preisentscheidung aber nicht erst bei den Felgen oder dem Glasdach – sondern bereits auf der ersten Seite des Konfigurators. Denn noch bevor Motorisierung oder Extras gewählt werden, müssen sich Käufer zwischen den beiden Ausstattungslinien Selection und Sportline entscheiden. Hier beginnt bereits eine deutliche Preisspreizung. Nur hinter Selection versteckt sich das besagte Einstiegsmodell.

Die Sportline dagegen macht ganz auf edel. Hier stehen Optik, Komfort und die hochwertigere Anmutung im Vordergrund. Sportdesign, umfangreichere Innenraumdetails und deutlich bessere Voraussetzungen für zusätzliche Ausstattungspakete machen aus dem Peaq schon früh ein deutlich teureres Auto.

Diese Ausstattungen treiben den Preis nach oben

Der große Preissprung beginnt bei der Wahl der Motorisierung. Während der Einstieg bei 49.900 Euro beginnt, kostet der stärkste Peaq 90x Sportline bereits 65.300 Euro. Allein der Wechsel auf die Topversion bringt also mehr als 15.000 Euro Aufpreis. Danach schlagen die typischen Premium-Optionen zu. Besonders teuer ist das Maxx-Paket. Für 3.410 Euro ergänzt es die Ausstattung um ein adaptives Fahrwerk, hochwertige Ergo-Komfortsitze, Massagefunktion, Sonos-Soundsystem sowie zusätzliche Komfortdetails für lange Reisen.

Weitere kostspielige Extras sind das Panoramaglasdach für 1.820 Euro, die dritte Sitzreihe für 990 Euro oder große 21-Zoll-Räder. Auch Lackierungen und Dachkontrast summieren sich schnell auf weitere 1.500 Euro. Auffällig dabei: Keine einzelne Ausstattung macht den Peaq extrem teuer. Erst die Summe vieler Komfort- und Designoptionen verschiebt das Modell in Preisregionen, die bislang eher von Premiumherstellern besetzt wurden. Der Peaq wird damit nicht nur zum größten, sondern auch zum teuersten Serien-Skoda aller Zeiten.

Preis-Leistungs-Empfehlung: Peaq 90 Selection

Wer den Peaq ausgewogen konfigurieren möchte, dürfte beim Peaq 90 Selection landen. Die Version kombiniert den stärkeren 286-PS-Antrieb mit der größeren Batterie und bietet gleichzeitig die größte Reichweite innerhalb der Baureihe (628 Kilometer). Gleichzeitig bleibt man deutlich unter den Preisregionen der Sportline-Modelle und erhält bereits viele Ausstattungen serienmäßig, die im Alltag tatsächlich relevant sind – darunter Wärmepumpe, großes Infotainment, Navigation, moderne Assistenzsysteme und hohe Langstreckentauglichkeit. Für viele Käufer dürfte das die vernünftigste Kombination sein.

Komfort-Tipp: Sportline mit Maxx-Paket

Wer den Peaq als großes Reiseauto versteht, sollte eher in Ausstattung als in zusätzliche Leistung investieren. Interessant dürfte die Kombination aus Sportline und Maxx-Paket. Hier kommen die Extras ins Spiel, die man tatsächlich jeden Tag wahrnimmt: adaptives Fahrwerk, hochwertige Ergo-Komfortsitze, Massagefunktion sowie das Sonos-Soundsystem. Das Paket dürfte aus dem Peaq ein echtes Oberklasse-Auto machen.

Besonders sinnvolle Ausstattungen:

  • Panoramaglasdach – sorgt für deutlich mehr Raumgefühl
  • 7-Sitzer-Option – für Familien ein echter Mehrwert
  • Winterpaket mit beheizbarer Frontscheibe
  • Komfortpakete mit besseren Sitzen und Memoryfunktion

Weniger zwingend erscheinen dagegen sehr große Räder oder reine Designoptionen wie Kontrastdach und einzelne Interieur-Upgrades.

Die Luxus-Konfiguration

Wer den Peaq als Statement konfigurieren möchte, landet beim 90x Sportline mit Maxx-Paket und nahezu voller Sonderausstattung. Dann landet man ziemlich schnell bei den erwähnten 75.000 Euro. Technisch ist ein solches Flaggschiff sicher beeindruckend – wirtschaftlich aber kaum die spannendste Variante. Gerade deshalb dürfte für viele Käufer nicht die teuerste, sondern die mittlere Ausstattung die interessanteste sein.

Fazit